Die verlorenen Säuglinge von Halabja und ihre Schicksale

Kurz vor dem Ende des ersten Golfkrieges zwischen Iran und Irak nimmt der irakische Diktator Saddam Hussein 1988 die eigene Bevölkerung in der kurdisch-irakische Stadt Halabja unter Beschuss – mit Giftgas. Die Stadt versinkt in Nebel und Chaos. Tausende sterben. Eltern verlieren ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. Bis heute gelten Menschen als vermisst. Doch manche Kinder finden nach Jahren ihren Weg nach Hause.

Von Kamil Basergan, Journalist, WDR. Für den vorliegenden Text stellte ihm der Journalisten Karwan Zirak Nuri sein Interview mit Zmnako zur Verfügung. Foto: © Kamal Sido/GfbV

Weiterlesen »

Kein Platz für Frauenrechte im Iran

Der Artikel erschien zuerst in einer längeren Version in der Ausgabe „Iran: Vielvölkerstaat ohne Gleichberechtigung und Glaubensfreiheit“ (3/2010) der Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“.

Im Iran protestieren wieder Menschen lautstark. Es sind die heftigsten Proteste seit der „Grünen Revolution“ 2009. Gründe für den Protest gibt es viele, doch schon jetzt ist eine Frau zum Symbol der Iran-Proteste geworden. Sie hatte ihr Kopftuch abgenommen und es wie eine Fahne geschwenkt. In den Sozialen Medien wird sie seitdem als Ikone gesehen, die sich gegen die anhaltende Diskriminierung der Frauen in der Islamischen Republik zur Wehr setzt. Denn dort ist bis heute kein Platz für Frauenrechte.

von Parvaneh Ghorishi; Foto: Twitter

Weiterlesen »

Russland, Syrien und der vermeintliche Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Nicht mal einen Monat ist es her, dass Russland sich dem „Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘“ angeschlossen und mit Bombenangriffen auf Syrien begonnen hat. Der Militäreinsatz spaltet die russischen Muslime und wirft Fragen zum Umgang mit IS-Sympathisanten im eigenen Land auf. Das könnte Folgen für Wladimir Putin haben.

von Sarah Reinke; Foto: S Nazari via Flickr

Weiterlesen »

Die Al-Akhdam im Jemen – Am Rande der Gesellschaft

Seit letzter Woche greift die größte sunnitische Militärallianz unter der Führung von Saudi-Arabien die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft an. Die Saudis fühlten sich durch die schiitischen Rebellen bedroht und starteten deshalb mit neun alliierten Staaten die „Operation Entscheidungssturm“. Iran hingegen soll die Schiiten durch Waffenlieferungen und Geld unterstützen. Das ärmste Land des Nahen Osten droht ein weiterer Ort zu werden, in dem der Stellvertreterkrieg um die regionale Vorherrschaft zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran ausgetragen wird. Verlierer sind wie immer unschuldige Zivilisten: mindestens 75 Opfer werden bis dato geschätzt.

von Kamal Sido und Jessica Noll; Foto: Mathieu Génon

Weiterlesen »