Die Bahá’í – Menschenrechte im 21. Jahrhundert

Autorin: Katharina Poschkamp, Praktikantin

„Bald wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden.“ [Bahá’u’lláh]


Etwa 8 Millionen Anhänger*innen in fast 200 Ländern. Die Bahá’í-Gemeinschaft ist trotz aller Widrigkeiten schnell gewachsen und hat sich über die ganze Welt verbreitet. Obwohl sie mit rund 300.000 Anhänger*innen heute die größte religiöse Minderheit in der Islamischen Republik Iran stellen, sind sie in ihrem Entstehungsland bis heute nicht als schützenswerte religiöse Minderheit anerkannt.

Weiterlesen „Die Bahá’í – Menschenrechte im 21. Jahrhundert“

Die Bahá’í – Verfolgt von Anfang an

Autorin: Katharina Poschkamp, Praktikantin

Baháʼí Gärten in Haifa, Israel. Friedenssymbol, Ort der Ruhe und UNESCO Weltkulturerbe.
Auf der Anlage befindet sich das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai (Baháʼí World Centre). Seit 2001 auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Verfolgungsgeschichte der Bahá’í reicht eben so weit zurück wie ihre Entstehung. Während die Bahá’í an die Einheit der Menschheit und der Religionen glauben und nach dem Weltfrieden streben, werden sie von Teilen der muslimischen Mehrheit im Iran seit jeher als Abtrünnige angesehen und verfolgt. Bereits im 19. und 20. Jhd. wurden sie immer wieder Opfer gezielter Angriffe und systematischer Diskriminierung.

Weiterlesen „Die Bahá’í – Verfolgt von Anfang an“

Anhaltende Konflikte in Syrien

Autor: Jasper Killewald, Praktikant

Foto: GfbV Archiv 2016

Am 4. März 2021 jährt sich der syrische Aufstand gegen Assad zum zehnten Mal. Daran beteiligt sind längst nicht mehr nur die Auslöser des Konflikts, sondern auch Großmächte wie Russland und die USA.

Weiterlesen „Anhaltende Konflikte in Syrien“

Kein Platz für Frauenrechte im Iran

Eine Frau ohne Kopftuch wird zum Symbol der Proteste im Iran. Es zeigt, dass Frauenrechte in der Islamischen Republik weiterhin erkämpft werden müssen-

Foto: Twitter

Der Artikel erschien zuerst in einer längeren Version in der Ausgabe „Iran: Vielvölkerstaat ohne Gleichberechtigung und Glaubensfreiheit“ (3/2010) der Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“.

Im Iran protestieren wieder Menschen lautstark. Es sind die heftigsten Proteste seit der „Grünen Revolution“ 2009. Gründe für den Protest gibt es viele, doch schon jetzt ist eine Frau zum Symbol der Iran-Proteste geworden. Sie hatte ihr Kopftuch abgenommen und es wie eine Fahne geschwenkt. In den Sozialen Medien wird sie seitdem als Ikone gesehen, die sich gegen die anhaltende Diskriminierung der Frauen in der Islamischen Republik zur Wehr setzt. Denn dort ist bis heute kein Platz für Frauenrechte.

Weiterlesen „Kein Platz für Frauenrechte im Iran“

Russland, Syrien und der vermeintliche Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Welche Reaktionen lösen die Bombenangriffe Russlands in Syrien unter den russischen Muslimen aus?

Foto: S Nazari via Flickr

Nicht mal einen Monat ist es her, dass Russland sich dem „Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘“ angeschlossen und mit Bombenangriffen auf Syrien begonnen hat. Der Militäreinsatz spaltet die russischen Muslime und wirft Fragen zum Umgang mit IS-Sympathisanten im eigenen Land auf. Das könnte Folgen für Wladimir Putin haben.

Weiterlesen „Russland, Syrien und der vermeintliche Kampf gegen den „Islamischen Staat““

Die Al-Akhdam im Jemen – Am Rande der Gesellschaft

Seit letzter Woche greift die größte sunnitische Militärallianz unter der Führung von Saudi-Arabien die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft an. Die Saudis fühlten sich durch die schiitischen Rebellen bedroht und starteten deshalb mit neun alliierten Staaten die „Operation Entscheidungssturm“. Iran hingegen soll die Schiiten durch Waffenlieferungen und Geld unterstützen. Das ärmste Land des Nahen Osten droht ein weiterer Ort zu werden, in dem der Stellvertreterkrieg um die regionale Vorherrschaft zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran ausgetragen wird. Verlierer sind wie immer unschuldige Zivilisten: mindestens 75 Opfer werden bis dato geschätzt.

Foto: Mathieu Génon

Seit letzter Woche greift die größte sunnitische Militärallianz unter der Führung von Saudi-Arabien die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen aus der Luft an. Die Saudis fühlten sich durch die schiitischen Rebellen bedroht und starteten deshalb mit neun alliierten Staaten die „Operation Entscheidungssturm“. Iran hingegen soll die Schiiten durch Waffenlieferungen und Geld unterstützen. Das ärmste Land des Nahen Osten droht ein weiterer Ort zu werden, in dem der Stellvertreterkrieg um die regionale Vorherrschaft zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran ausgetragen wird. Verlierer sind wie immer unschuldige Zivilisten: mindestens 75 Opfer werden bis dato geschätzt.

Weiterlesen „Die Al-Akhdam im Jemen – Am Rande der Gesellschaft“

Hinrichtungen statt Reformen: Iranische Regierung schürt Klima der Angst

Hassan Rohani, der Präsident des Irans, gilt als reformorientiert. Viele glaubten sogar, dass er sein Land öffnen würde. Doch seit seinem Amtsantritt stieg die Zahl der Hinrichtungen und die Lage der Menschenrechte hat sich verschlechtert.

Foto: Flickr/Hamed Masoumi

Hassan Rohani, der Präsident des Iran, gilt als reformorientiert. Viele glaubten sogar, dass er sein Land öffnen würde. Doch seit seinem Amtsantritt stieg die Zahl der Hinrichtungen und die Lage der Menschenrechte hat sich verschlechtert.

Weiterlesen „Hinrichtungen statt Reformen: Iranische Regierung schürt Klima der Angst“

Vor 20 Jahren erschütterten die Mykonos-Morde Deutschland

Berlin, 17. September 1992. In dem griechischen Restaurant „Mykonos“ treffen sich Dr. Sadegh Scharafkandi und seine Begleiter und Freunde nach dem Kongress „Sozialistische Internationale“ mit Exiliranern zum politischen Gedankenaustausch. Gegen 23 Uhr stürmen zwei von Iran beauftragte Maskierte das Restaurant und schießen auf die Männer. Scharafkandi und seine Begleiter, der Europavertreter der Demokratischen Partei Kurdistan/Iran (DPKI) Abdoli, der Deutschlandvertreter Ardalan sowie der kurdische Dolmetscher Nouri Dehkordi, werden mit insgesamt 28 Schüssen ermordet. Zwei weitere Personen, der Wirt und ein Gast, werden schwer verletzt. Weiterlesen „Vor 20 Jahren erschütterten die Mykonos-Morde Deutschland“

Marjane Satrapis „Sticheleien“ – Frauen in Teheran….

Mit Persepolis erorberte sich Marjane Satrapi die Herzen europäischer Comic-Fans. Ebenfalls aus ihrer Feder: „Sticheleien“. Hier schildert sie den Alltag iranischer Frauen in Teheran. Doch können Comics politisch sein? Wieso eigentlich Comics in diesem Blog? Man könnte ja einwenden, dass die in Frankreich lebende Marjane Satrapi mit „Persepolis“ und den „Stichelein“ lediglich ihre eigene Geschichte erzählt und Menschenrechtsverletzungen vordergründig nicht zur Sprache kommen.

Doch diese Geschichte spielt zur Zeit der iranischen Revolution, als der Schah gestürzt (bekannt für seine Prunksucht und die Unterdrückung poiltisch Andersdenkender) und durch ein theokratisches Regime ersetzt wurde, über dessen Menschenrechtsverletzungen die GfbV und andere Menschenrechtsorganisationen (zum Beispiel amnesty) häufig genug ebenfalls berichteten.

Satrapi jedenfalls erzählt ihre Geschichte, die nur vordergründig einer Komödie gleicht – denn obwohl draußen auf der Straße die Tyrannei des jeweiligen Regimes herrscht (sei es monarchisch geprägt oder religiös motiviert), finden die Frauen, von denen Satrapi erzählt, zu Hause ihre Freiräume. In diesen herrscht Redefreiheit, kein Tabu wird dabei ausgespart, mag es noch so Klischeebeladen sein. Zitat: „Und so begannen wir unseren Herzen ausgiebig Luft zu verschaffen…“ Der Titel des Bandes ist Programm: es wird gestichelt, gelästert und getratscht. Und so subversiv gegen diverse Dogmen angekämpft, die die Rolle der Frau unterdrücken. Weiterlesen „Marjane Satrapis „Sticheleien“ – Frauen in Teheran….“

%d Bloggern gefällt das: