Katar und islamistische Gruppen: Von den Muslimbrüdern bis zum IS

Katar ist ein Land, das seit Jahrzehnten hunderte Millionen US-Dollar direkt oder indirekt an islamistische Gruppen verteilt. Die meisten streben einen islamischen Staat an, in dem es keine ethnische und religiöse Pluralität gibt. Katar selbst bestreitet jegliche Unterstützung von terroristischen Gruppen. Wer ist wer – eine Übersicht.

Von Annemie Dörrer; Foto: Baghdadi Portrait | by Thierry Ehrmann | Flickr

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Live Bericht aus Kabul

Jan Jessen ist Reporter der Neuen Ruhr Zeitung. Er ist seit vergangener Woche in Kabul. Vor seiner Reise sprach er mit unserem Nahostreferenten Dr. Kamal Sido über die Situation vor Ort. Die beiden stehen nach wie vor in engem Kontakt und schreiben regelmäßig über die Lage in Afghanistan und die Machtübernahme durch die Taliban. Wir möchten Jan Jessen für seine mutigen Berichte danken. Aus diesem Grund wollten wir sie hier veröffentlichen.

Von Jan Jessen; Alle Fotos: Jessen

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Truppenabzug aus Afghanistan: Gefahr für Minderheiten

Nach fast zwei Jahrzehnten ziehen die NATO-Truppen aus Afghanistan ab – viel zu übereilt und ohne nachhaltige Strategie, wie die Sicherheit der Zivilbevölkerung im Land gewährleistet werden kann. Die islamistischen Taliban haben bereits kurz nach dem Abzug wieder erhebliche Teile des Landes unter ihrer Kontrolle, der Konflikt dauert an. Auch der sogenannte Islamische Staat (IS) stellt eine Sicherheitsbedrohung dar. Die beiden Gruppen zielen vor allem auf die ohnehin bereits marginalisierten und diskriminierten Minderheiten im Land ab. Um Frieden herzustellen, muss daher der Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten in den Friedensgesprächen und in einem potenziellen Friedensabkommen fest verankert werden.

Von Svenja Rommerskirchen; Foto: Nasim Fekrat via Flickr 

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Belohnung für Kriegsverbrecher in Afghanistan

Mit viel Druck aus dem Ausland haben die USA am letzten Wochenende eine Lösung im Machtkampf in Afghanistan zwischen dem amtierenden Staatspräsidenten Aschraf Ghani und seinem Rivalen Abdullah Abdullah erzwungen. Die nun erzielte Machtteilung soll den innenpolitischen Streit beilegen. Seit den Wahlen vor acht Monaten rangen die Kontrahenten um die Macht und beanspruchten beide das Präsidentenamt. Eine absurde Situation, die den geplanten Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land gefährdete.

Von Ulrich Delius, GfbV-Direktor; Foto: Northern Alliance troops under General Dostum’s command in Mazar-e Sharif take a break on a wall in the median of the town’s busiest street. Image Source

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