Der Plurinationale Staat Bolivien – Ein Paradies für indigene Völker?

Autorin: Birte Mundt, Praktikantin Referat indigene Völker

Foto: Juan Alvaro via flickr

2006 wurde Evo Morales zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gewählt. Hat sich dadurch die Situation der Indigenen verbessert? Was hat sich vielleicht auch verschlechtert? Und wie ist die Situation aktuell nach dem Rücktritt von Evo Morales 2019?

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Ruanda: 28 Jahre später

Die Gedenkfeier für den Völkermord in Ruanda

Autorin: Megan Woo, Praktikantin Referat Genozidprävention und Schutzverantwortung

Das Foto ist von einem Monument in Kigali. Es ist eine Hand, die die Wichtigkeit symbolisiert, Korruption und Verbrechen zu bekämpfen. C Unsplash.com//Reagan M.

Am 7. April kam die ruandische Bevölkerung zusammen. Es war der Beginn der Gedenkfeier für den Völkermord gegen die Tutsis in Ruanda im Jahre 1994. Die jährliche Gedenkfeier beginnt am Jubiläum des Tages, an dem die 100 Tage der Verstümmelungen, Vergewaltigungen und Tötungen begannen. Die Gedenkfeier dauert demnach auch 100 Tage, während derer Ruanda sich an die unfassbare Gewalt erinnert, die die Hutus gegen die Tutsis anwandten, und um die Opfer trauert. Ein weiterer Zweck soll sein, solch eine Tragödie nie wieder passieren zu lassen.

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Prognose für die Wahlen in den Philippinen 2022

Autor*innen: Antonio Ablon, übersetzt von Isabel Friemann

Bild: Wikimedia Commons

Welches Szenario präsentiert sich, wenn ein Sohn des gestorbenen Diktators und eine Tochter des amtierenden tyrannischen Präsidenten die zwei höchsten politischen Ämter im Land für sich gewinnen?

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Die Yanomami in Brasilien sind weiterhin massiv bedroht

Autorin: Eliane Fernandes, Referentin für indigene Völker

Illegaler Abbau auf Yanomami-Territorium in Brasilien, Foto: Amazônia Real via flickr

Die brasilianische Vereinigung „Hutukara Yanomami“ veröffentlichte am 11. April einen Bericht über die aktuelle Lage der Yanomami in den brasilianischen Bundesstaaten Amazonas und Roraima. In dem Bericht wird eine Zunahme von illegalen Bergbauaktivitäten auf ihrem Territorium um 46 % allein im Jahr 2021 geschildert. Dadurch erhöhte sich auch die Zahl der kriminellen Übergriffe auf Yanomami-Gemeinschaften.

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Paraguay: Aktuelle Dürre verschärft Landraub und Wassermangel bei Indigenen

Autorin: Maren Thiel, Praktikantin Referat für Indigene Völker

Foto: Dürre im Chaco 2009, aufgenommen von der „EU Civil Protection and Humanitarian Aid“
Lizens Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0)

Offiziell stehen die indigenen Territorien im Norden Paraguays unter
Schutz, inoffiziell aber werden sie immer wieder Ziel von illegalen
Abholzungen und Landraub durch Großgrundbesitzer*innen. Die
momentane extreme Dürre in der Region und die sich immer weiter
ausbreitenden Waldbrände verstärken das Problem zusätzlich. Besonders der Wassermangel bedroht Kleinbäuer*innen und Indigene der Region
existenziell. Ein aktueller Bericht der UN spricht von einer „dreifachen
humanitären Krise“ in den nördlichen Provinzen Paraguays ausgelöst
durch die verheerende Wirkung von Trockenheit, Bränden und der Covid19-
Pandemie.

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Bolsonaro nutzt Krieg als Vorwand, um Bergbau auf indigenen Territorien zu genehmigen

Autorin: Eliane Fernandes, Referentin für indigene Völker

Foto: Kika Gouvea/WRI Brasil

Der Dachverband der indigenen Völker Brasiliens (APIB) warnt eindringlich vor Bolsonaros politischem Manöver zur Legalisierung des Bergbaus in indigenen Territorien. Dabei nutzen Bolsonaro und seine Unterstützer*innen das Argument, der Ukraine-Krieg würde den Handel mit Düngemitteln auf Kaliumbasis beeinträchtigen. So versuchen brasilianische Politiker*innen den Gesetzentwurf „PL 191“, auch bekannt als „Zerstörungspaket“, im brasilianischen Abgeordnetenhaus und Senat im Eilverfahren zu verabschieden, um u.a. Kaliumvorkommen in indigenen Territorien zu ermitteln und abzubauen.

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Die verlorenen Säuglinge von Halabja und ihre Schicksale

Giftgas-Angriff auf kurdische Zivilbevölkerung

Autor: Kamil Basergan, Journalist und arbeitet für den WDR. Für den vorliegenden Text stellte ihm der Journalisten Karwan Zirak Nuri sein Interview mit Zmnako zur Verfügung

Das Halabja-Monument erinnert an die Opfer des Giftgas-Angriffs. Zur Gedenkstätte gehört auch ein Museum, in dem sich Besucher über den 16. März 1988 und seine Folgen informieren können.
Foto: © Kamal Sido/GfbV

Kurz vor dem Ende des ersten Golfkrieges zwischen Iran und Irak nimmt der irakische Diktator Saddam Hussein 1988 die eigene Bevölkerung in der kurdisch-irakische Stadt Halabja unter Beschuss – mit Giftgas. Die Stadt versinkt in Nebel und Chaos. Tausende sterben. Eltern verlieren ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. Bis heute gelten Menschen als vermisst. Doch manche Kinder finden nach Jahren ihren Weg nach Hause.

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Husky vs. Rentier – Sámi-Tourismus in Finnisch-Sápmi

Autorin: Theresa Luedtke, Praktikantin

Photo by Nikola Johnny Mirkovic on Unsplash

Tourismus ist in Nordfinnland auf dem Vormarsch. Beworben als magische Landschaft der Nord-lichter und des Weihnachtsmannes werden immer mehr Besucher*innen angezogen, die auf Huskysafaris die Wildnis erkunden und in Glasiglus schlafen wollen. Huskys und Glasiglus – klingt das nach Finnland? Wer hier stutzt, dem ist aufgefallen, dass das Tourismusmarketing es mit der örtlichen Kultur wohl nicht gerade genau nimmt. Die indigenen Sámi wehren sich gegen diesen Tourismus und wollen ihn mit eigenen Projekten umgestalten.

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Ich bin – und so spreche ich 

Sprache und Sein-Dürfen

Autorin: Medine Yilmaz, Absolventin der Staatswissenschaften im Bachelor und Master. Hauptberuflich arbeitet sie als Konferenzdolmetscherin und betreibt in der Erfurter Innenstadt ein kurdisches Restaurant

Bild: Unsere Autorin im Alter von etwa 13 Jahren zusammen mit ihrem Vater. Sie sind auf dem Weg in die Türkei und machen Pause auf einem Rastplatz.
Foto: © Medine Yilmaz

Die Kindheit unserer Autorin war türkisch geprägt. Erst als sie begann, die kurdische Sprache zu lernen, fing sie auch an, ihre kurdische Identität zu verstehen – eine Identität, die wie die Sprache geprägt ist von Vielfalt, Verzweigungen und Widersprüchen.

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Mehr als 600 geografische Standorte in den USA werden umbenannt und ersetzen einen abfälligen Begriff für indigene Frauen, der seit Jahrzehnten verwendet wird

Autorin: Sara Smart, CNN (übersetzt von Yvonne Bangert)

Bild: Twitter @DebHaalandNM

Seit November 2021 gilt eine Anordnung von US-Innenministerin Deb Haaland für die Entfernung und Ersetzung eines auch in Europa vielfach verwendeten abfälligen Begriffs für indigene Frauen, den Begriff der „Squaw“. Er wurde in der Vergangenheit als beleidigende ethnische, rassische und sexistische Verunglimpfung indigener Frauen verwendet.

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