Diskriminierung per Gesetz – die Geschichte des kanadischen Indian Act (2/2)

Im zweiten Teil geht es um die Auswirkungen des Indian Act und welchen Einfluss er bis heute hat. Das Gesetz wurde zwar seit seiner ursprünglichen Entstehung 1867 viele Male verändert (siehe Teil 1 der Blogreihe), aber bestimmt noch heute, wer in Kanada überhaupt offiziell als indigen gilt und wie die Selbstverwaltung der Reservate organisiert wird. Von vielen indigenen Vertreter*innen wird der Indian Act daher als koloniales Überbleibsel und staatliche Bevormundung kategorisch abgelehnt.

Von Theresa Luedtke und Maren Thiel, Recherche Dana Dramsch; Foto: Lorie Shaull | Flickr

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Demarcaçao já! Demarkierung jetzt!

Die Guarani Kaiowá sind eines der größten indigenen Völker Brasiliens mit etwa 40.000 Menschen. Sie leben im Südosten des Landes im Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Ihre Situation ist extrem prekär. Aus diesem Grund können sie ihre Kultur nicht ausleben, ihre politischen Rechte werden systematisch verletzt und ihre Unversehrtheit wird nicht gewährleistet. Allein 2020 wurden 34 Mitglieder ermordet. Die Situation hat sich 2022 noch weiter zugespitzt und den letzten Monaten mit mehreren Mordopfern einen neuen Höhepunkt erreicht.

Von Charlotte Kleine; Foto: Romerito Pontes | Flickr

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Türkischer Drohnenkrieg gegen Kurd*innen – mit deutscher Unterstützung?

„Die Sicherheit wird (…) bei allen Bestrebungen im Vordergrund stehen (…)“, schreibt die Bundesregierung zu UAS[1] (Unmanned Aircraft Systems) – und lässt dennoch zu, dass deutsche Rüstungsunternehmen Technologie für die türkischen Kampfdrohnen liefern, die in kriegerischen Auseinandersetzungen eingesetzt werden.

Von Alicia Kupka; Foto: Das türkische Aushängeschild: Die Kampfdrohne Bayraktar TB2

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Zum Verhältnis von Politik & Fußball

Das scheinbar nichtexistierende Verhältnis von Fußball und Politik ist präsenter als je zuvor. Eine Trennung lässt sich nicht mehr aufrechterhalten, die Grenzen sind fließend. Es stellt sich die Frage, ob der Sport nicht zweckentfremdet wird, da er für (politische) Zwecke genutzt wird, die weit über den Sport hinausgehen.

Text von Hubeyb Yöntem; Foto: Finalspiel der Weltmeisterschaft 1974 in München, Westdeutschland gegen die Niederlande. Foto: Alfvanbeem via Wikimedia

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