30 Jahre Srebrenica – Gedenkveranstaltungen

Der Völkermord in Srebrenica gilt als der schlimmste Massenmord in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem Westbalkan herrscht auch 30 Jahre nach den Gräueltaten eine Atmosphäre der Leugnung des Genozids an den Bosniak*innen (bosnischen Muslim*innen). Mehr als 8732 Menschen sind in den wenigen Tagen im Juli 1995 ermordet worden. Die Anzahl der Ermordeten im Bosnienkrieg 1992-1995 beläuft sich auf mehr als 100.000 Menschen.

Text und Fotos: Stefanie Grolig, Referentin für Digitale Kommunikation
Redaktion: Jasna Causevic, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung und Myriam Givens, Digitale Kommunikation

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„Keine Entscheidungen über uns – ohne uns“

Reisebericht Namibia

„Es ist Zeit, dass wir Nama für unsere Rechte einstehen!“ Der ältere Herr, der seinen Redebeitrag soeben mit dieser Forderung abgeschlossen hat, klappt seinen Konferenzstuhl wieder nach unten und setzt sich hin. Die anwesenden Nama-Vertreter*innen reagieren mit Applaus oder zustimmenden Rufen. Es ist Tag zwei des Workshops „Indigenous Reflections on Green Hydrogen Production in Southern Namibia“ (deutsch: Indigene Reflektionen über die Produktion von grünem Wasserstoff im südlichen Namibia) und wir sind mitten in den Diskussionen über das, was wir bisher gehört haben.

Text: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

Fotos: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

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Heute vor 120 Jahren: Herero stehen gegen deutschen Kolonialismus auf – noch immer keine Wiedergutmachung für deutsche Gräueltaten

Am 12.01.1904 widersetzten sich die Herero gegen die deutsche koloniale Unterdrückung im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Deutsche Truppen schlugen den Aufstand unter Führung von Lothar von Trotha brutal nieder. Die Herero, darunter Frauen und Kinder, trieben sie in die Omaheke-Wüste und blockierten Wasserstellen. Bis 1908 setzte sich die Vernichtungspolitik gegen die Gemeinschaften der Herero, Nama und Damara in Konzentrationslagern fort. Das deutsche Kaiserreich konterte ihren Widerstand mit dem Völkermord. Deutschland erkennt die Gräueltaten der Vergangenheit nur teilweise an.

Text: Christoph Hahn, Referent Genozid-Prävention und Schutzverantwortung;

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Menschen aus Arzach berichten

Im Folgenden lesen Sie von Menschen, die seit Jahren in verschiedenen Regionen von Arzach/Bergkarabach ansässig waren. Sie wurden im September 2023 aus Arzach vertrieben, als Aserbaidschan einen Großangriff auf ihre Heimat startete. Jetzt leben diese Zeitzeuginnen und Zeitzeugen im Lager Siranusch in der Provinz Wajoz Dsor. Dr. Harutjun Harutjunjan, Leiter des Flüchtlingshilfsprojekts im Lager Siranusch, hat die Texte zusammengestellt, Dr. Tessa Hofmann hat sie übersetzt.

Foto: Die Stadt Schuscha in der Republik Armenien vor Ausbruch des Krieges 2023. Lily A, Flickr

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