Menschenrechtsverletzungen der Türkei endlich offen benennen – ein Überblick über die Lage der Christ*innen in Afrin

Autorin: Laura Bentz, Praktikantin

Bild: Newroz Reso

Drei Jahre nach der völkerrechtswidrigen Besatzung Afrins durch die Türkei schreitet der Ethnozid fort – alles ohne ein aktives Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft.

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Buchrezension – Das Lied der Arktis: Ein Kampf ums Überleben

Autorin: Caroline Siems, Referentin für digitale Kommunikation

Die junge Inuit Uqsuralik lebt mit ihrer Familie in der Arktis. Sie ist noch sehr jung, als sie plötzlich ganz auf sich allein gestellt ist. Denn in einer Nacht bricht das Eis – Uqsuralik befindet sich auf der einen Eisscholle, ihre Famlie auf der anderen. In letzter Sekunde wirft ihr Vater ihr noch ein Bärenfell und eine Waffe zum Jagen zu.

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Kurdische Kultur – Wie wir uns kleiden

Autorin: Ronya Othmann

Bild: Kamal Sido/ GfbV

Die kurdische Kleidung gibt es nicht – und trotzdem ist kurdische Kleidung schnell politisch, steht für Identität, Widerstand, Emanzipation, Tradition und Moderne. Die verschiedenen Bedeutungen verdeutlicht am Beispiel einer Hose und eines Hemds.

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Und dann ging alles plötzlich ganz schnell – Bundestag verabschiedet Gesetz zur Ratifizierung der Konvention 169 der ILO

Autorin: Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker

Anja Esch, Brot für die Welt (l) und Yvonne Bangert, GfbV (r) in Berlin

Manchmal mag ich die Sinnsprüche meiner Großmutter richtig gern, zum Beispiel diesen: Was lange währt, wird endlich gut. Ganz besonders gilt dies zurzeit für das jahrzehntelange zähe Ringen um die Ratifizierung des „Übereinkommen Nr. 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) vom 27. Juni 1989 über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern“, wie dieses Dokument offiziell heißt. Mehrfach wurden Anträge unterschiedlicher Fraktionen an die aufeinander folgenden Regierungskoalitionen abgelehnt oder an die Ausschüsse überwiesen. Fast schien es wie eine never ending story. Doch der lange Atem sympathisierender Parlamentarier*innen und der Lobbyist*innen des Koordinationskreises ILO 169 zahlte sich aus. Plötzlich ging alles ganz schnell. Am 15. April 2021 kurz vor Ende der laufenden Legislaturperiode hat der Bundestag mit der Verabschiedung des entsprechenden Gesetzes die Ratifizierung die Konvention 169 der ILO möglich gemacht.

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Die Bahá’í – Menschenrechte im 21. Jahrhundert

Autorin: Katharina Poschkamp, Praktikantin

„Bald wird die heutige Ordnung aufgerollt und eine neue an ihrer Statt entfaltet werden.“ [Bahá’u’lláh]


Etwa 8 Millionen Anhänger*innen in fast 200 Ländern. Die Bahá’í-Gemeinschaft ist trotz aller Widrigkeiten schnell gewachsen und hat sich über die ganze Welt verbreitet. Obwohl sie mit rund 300.000 Anhänger*innen heute die größte religiöse Minderheit in der Islamischen Republik Iran stellen, sind sie in ihrem Entstehungsland bis heute nicht als schützenswerte religiöse Minderheit anerkannt.

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Die Bahá’í – Verfolgt von Anfang an

Autorin: Katharina Poschkamp, Praktikantin

Baháʼí Gärten in Haifa, Israel. Friedenssymbol, Ort der Ruhe und UNESCO Weltkulturerbe.
Auf der Anlage befindet sich das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai (Baháʼí World Centre). Seit 2001 auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Verfolgungsgeschichte der Bahá’í reicht eben so weit zurück wie ihre Entstehung. Während die Bahá’í an die Einheit der Menschheit und der Religionen glauben und nach dem Weltfrieden streben, werden sie von Teilen der muslimischen Mehrheit im Iran seit jeher als Abtrünnige angesehen und verfolgt. Bereits im 19. und 20. Jhd. wurden sie immer wieder Opfer gezielter Angriffe und systematischer Diskriminierung.

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Samische Rentierhirt*innen zahlen für unsere grüne Wende

Autorin: Julia Gouffin, Praktikantin

Bild: Helene Lind Jensen/Flickr CC BY-ND 2.0 „Rein ved Repparfjorden“

Im äußersten Norden Norwegens in der Region Finnmark plant das norwegische Bergbauunternehmen Nussir ASA Kupfer abzubauen. Auf einem wichtigen Weidegebiet der samischen Rentierhirt*innen soll die Mine angesiedelt werden. Der Abfall – bis zu zwei Millionen Tonnen pro Jahr – soll in einem Lachsfjord entsorgt werden. Trotz Einwänden von Umweltorganisationen, Umweltämtern und dem Samiparlament hat die norwegische Regierung das scharf kritisierte Projekt genehmigt. Im August 2020 schloss der deutsche Konzern Aurubis AG ein Abkommen mit Nussir ab, das ihm zum einzigen Abnehmer des Kupfers macht. Mit einem Vertragsumfang von rund 927 Millionen Euro ist es der größte Kupfervertrag in der Geschichte Norwegens.

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Hunderttausende Uigur*innen in Internierungslagern – für die BRD kein Genozid?

Autor: Jost Bruker, Praktikant

Bild: GfbV 2021

Im November 2019 gelangten die sogenannten China Cables an die Öffentlichkeit: Dokumente chinesischer Behörden, die die menschenrechtsverletzende Unterdrückung der Volksgruppe der Uigur*innen durch die chinesische Regierung gegen bestätigten. Neben den USA hat auch das kanadische und niederländische Parlament die Vorgehensweise der chinesischen Regierung als Genozid eingestuft. In Großbritannien und Australien wird ebenfalls über die Thematik debattiert – wann zieht die Bundesregierung nach?

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Für die Freiheit politischer Gefangener

Autor*innen: Yvonne Bangert & Juliana Miyazaki, Referentinnen für Indigene Völker/ Kamal Sido, Referent für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten/ Anna Buhl, Praktikantin/ Hanno Schedler, Referent für Genozid-Prävention

Bild: Gefangener/BronzeWhx/flickr.com/CC.BY

Überall auf der Welt werden Menschen in Gefängnissen festgehalten, nur weil ihre politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen nicht denen ihrer Regierung entsprechen. Der heutige „Internationale Tag der politischen Gefangenen“ macht auf die Situation all dieser Inhaftierten aufmerksam. Oft werden sie trotz mangelnder Beweislage eingesperrt und müssen Gerichtsverfahren durchlaufen, die nicht den internationalen Standards für faire Verfahren entsprechen.

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Buchrezension: Zwischen Du und Ich

Autorin: Caroline Siems, Referentin für Digitale Kommunikation

Zwischen Du und Ich ist der neue Roman der Autorin Mirna Funk. Die Hauptfigur Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Straße trägt Erinnerung für sie, auch schmerzhafte. Mirna Funk fragt in ihrem neusten Werk nach Identität und Vergangenheit. Und das gelingt ihr wahnsinnig gut.

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