Mehr als 600 geografische Standorte in den USA werden umbenannt und ersetzen einen abfälligen Begriff für indigene Frauen, der seit Jahrzehnten verwendet wird

Autorin: Sara Smart, CNN (übersetzt von Yvonne Bangert)

Bild: Twitter @DebHaalandNM

Seit November 2021 gilt eine Anordnung von US-Innenministerin Deb Haaland für die Entfernung und Ersetzung eines auch in Europa vielfach verwendeten abfälligen Begriffs für indigene Frauen, den Begriff der „Squaw“. Er wurde in der Vergangenheit als beleidigende ethnische, rassische und sexistische Verunglimpfung indigener Frauen verwendet.

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Bei der Übersetzung indigener Sprachen gehen mehr als nur Worte verloren

Sprachen in den Philippinen

Autorin: Lena Muhs, Friedensfachkraft beim forumZFD

Die Gemeindehalle, die direkt am Flussufer gebaut wurde.
Foto: © forumZFD

Gerade in indigenen Sprachen tragen einzelne Wörter häufig mehr als nur eine Bedeutung: sie sind Ausdruck von Kultur und indigenen Wissenssystemen. Sie zu übersetzen funktioniert daher oft nicht. Die deutsche Friedensorganisation forumZFD unterstützt im Süden der Philippinen indigene Gemeinschaften bei der Bearbeitung von Konflikten. Im Austausch mit ihrer indigenen Partnerorganisation haben sie sich mit der Schwierigkeit von Übersetzungen auseinandergesetzt.

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Kämpfende Königinnen und Schwarze Pharaonen

Die vergessenen Reiche Nubiens

Autor: Kári Weiner, Praktikant


Die Pyramiden von Meroë. Quelle: Valerian Guillot

Die präkoloniale Geschichte des afrikanischen Kontinents wird in den Medien leider oft übergangen. Zum Abschluss des Black History Months möchten wir einen weiteren interessanten Aspekt afrikanischer Geschichte vorstellen: Die Reiche Nubiens, die in der Wissenschaft lange im Schatten Ägyptens standen.

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Die angeordnete Auflösung von Memorial International und dem Menschenrechtszentrum – was bedeutet das für die russische Zivilgesellschaft?

Ein Gastbeitrag von Christina Riek von Memorial Deutschland e.V.

Bild: Memorial International

Am 28. Dezember 2021 fasste der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation das Urteil, Memorial International aufzulösen und nur ein Tag später beschied das Moskauer Stadtgericht, das Menschenrechtszentrum Memorial aufzulösen. Beide Urteile sind politische Urteile und zeigen, wie es um die Rechtsstaatlichkeit in Russland steht und in welcher Gefahr die demokratische Zivilgesellschaft heute ist.

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Mansa Musa und das goldene Zeitalter Timbuktus

Autor: Kári Weiner, Praktikant

Abbildung Mansa Musas in einem katalanischen Atlas des 14. Jahrhunderts.
Quelle: Wikipedia

Die präkoloniale Geschichte des afrikanischen Kontinents wird in den Medien leider oft übergangen. Im Black History Month möchten wir deshalb in unserem Blog einige interessante Episoden afrikanischer Geschichte vorstellen. Eine davon ist die Herrschaft Mansa Musas in Mali, bekannt als einer der reichsten Menschen der Geschichte.

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Waris Dirie Wüstenblume – Rezension

Autorin: Myriam Givens, Mitarbeiterin digitale Kommunikation

Am Internationalen Tag (6.2.) gegen weibliche Genitalverstümmelung möchten wir mit der Schilderung einer Betroffenen für dieses Thema sensibilisieren. Der Bestseller von Waris Dirie schildert eindrücklich ihre Erfahrungen. Myriam hat das Buch für uns rezensiert.

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Kampf gegen die Kriminalisierung von Indigenen in Brasilien

Autorin: Eliane Fernandes, Referentin für indigene Völker

Brasilianische Indigenen entwickeln Plattform, um Informationen über Kriminalisierungsfälle von indigenen Völkern in Brasilien zu erhalten und zu systematisieren.

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Weitere Einschränkung des Schutzes von indigenen Gebieten in Brasilien

Autorin: Eliane Fernandes

Bild: Manuel Terceros via Unsplash

Brasilianische Behörde für Indigene Angelegenheiten FUNAI gibt den Schutz von einem Drittel der indigenen Gebiete auf, wo auch in freiwilliger Isolation lebenden Indigenen leben.

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Die lange Suche von Kindern und ihren Müttern

Chile: Illegale Adoptionen von indigenen Kindern

Autor*innen: Regina Sonk in Gesprächen mit Alina Rodenkirchen und María Diemar

Die chilenische Organisation „Hijos y Madres del Silencio“ (deutsch etwa: Kinder und Mütter der Stille) hilft Müttern und Kindern bei der Suche nacheinander. Bereits mehr als 250 Familien konnte sie zusammenbringen. Kontakt: hmdelsilencio@gmail.com
Foto: © Hijos y Madres del Silencio

Chiles Diktatur wirkt nach: Tausende heute erwachsene Adoptivkinder suchen ihre Wurzeln im chilenischen Süden. Denn in den 1970er und 1980er Jahren wurden sie gestohlen, als Kleinkinder, oft im Säuglingsalter, gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben. Über Adoptionsagenturen wurden sie an Familien in Europa verkauft. Heute fordern Betroffene Aufklärung und juristische Aufarbeitung.

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Wenn der Zweck die Mittel heiligt: 30 by 30 und das neokoloniale Problem

Umweltschutz vs. Menschenrechte

Autor*innen: Nadja Grossenbacher und Christoph Hahn

Angehende Ranger*innen des Southern African Wildlife College, vor den Toren des Great Limpopo Transfrontier Parks.
Foto: Media Club/Flickr CC BY-SA 2.0

Bis 2030 sollen 30 Prozent der Erdoberfläche als Naturschutzgebiete ausgewiesen werden – klingt gut, ist es aber nicht. Denn dabei bleiben die Menschenrechte gerade derer auf der Strecke, die Naturschutz schon heute beispiellos leben. Lokale Bevölkerungen bekommen es stattdessen mit Waffengewalt zu tun. Dabei sind andere Wege möglich.

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