Für die Freiheit politischer Gefangener

Autor*innen: Yvonne Bangert & Juliana Miyazaki, Referentinnen für Indigene Völker/ Kamal Sido, Referent für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten/ Anna Buhl, Praktikantin/ Hanno Schedler, Referent für Genozid-Prävention

Bild: Gefangener/BronzeWhx/flickr.com/CC.BY

Überall auf der Welt werden Menschen in Gefängnissen festgehalten, nur weil ihre politischen und gesellschaftlichen Überzeugungen nicht denen ihrer Regierung entsprechen. Der heutige „Internationale Tag der politischen Gefangenen“ macht auf die Situation all dieser Inhaftierten aufmerksam. Oft werden sie trotz mangelnder Beweislage eingesperrt und müssen Gerichtsverfahren durchlaufen, die nicht den internationalen Standards für faire Verfahren entsprechen.

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Buchrezension: Zwischen Du und Ich

Autorin: Caroline Siems, Referentin für Digitale Kommunikation

Zwischen Du und Ich ist der neue Roman der Autorin Mirna Funk. Die Hauptfigur Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Straße trägt Erinnerung für sie, auch schmerzhafte. Mirna Funk fragt in ihrem neusten Werk nach Identität und Vergangenheit. Und das gelingt ihr wahnsinnig gut.

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Schutz, aber vor wem?

COVID-Isolationszentren gegen Indigene im Norden Argentiniens

Autorin: Regina Sonk, Referentin für indigene Völker

Bild: Federico Valido 

In der Provinz Formosa an der Grenze zu Paraguay leben über 20.000 Indigene Wichí. Konflikte um Land, Zugang zu öffentlichen Gütern und täglich erfahrener Rassismus haben eine lange Tradition. Im Kontext der COVID-Pandemie spitzt sich die Behördenwillkür zu: In Isolationszentren werden Indigene gegen ihren Willen festgehalten und Proteste werden mit Polizeigewalt beantwortet. In ihrem Bericht „Nos pronunciamos y proponemos“ (dt. etwa: Wir erklären uns und reden mit), der die GfbV diese Woche erreichte, dokumentieren sie mindestens neun Fälle von Menschenrechtsverletzungen im Kontext der COVID-Pandemie.

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Anhaltende Konflikte in Syrien

Autor: Jasper Killewald, Praktikant

Foto: GfbV Archiv 2016

Am 4. März 2021 jährt sich der syrische Aufstand gegen Assad zum zehnten Mal. Daran beteiligt sind längst nicht mehr nur die Auslöser des Konflikts, sondern auch Großmächte wie Russland und die USA.

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Junger Aktivismus im Internet: Mit Taktik unterwegs auf Tiktok

Autorin: Caroline Siems, Referentin für digitale Kommunikation

Die TikTokerin Feroza Aziz prangert in ihren Videos den Umgang Chinas mit Uigur*innen an. Getarnt ist ihre Botschaft als Schmink-Video, damit sie der chinesischen Zensur entgeht.
Foto: © Screenshot: Feroza Aziz/ TikTok

Jugendliche nutzen die Sozialen Medien vermehrt, um Politik zu gestalten: Sie stellen zum Beispiel Videos und Fotos ins Internet, um ihre Meinung auszudrücken und auf Unrecht aufmerksam zu machen. In Sekundenschnelle können sie so tausende von Menschen erreichen, Unterstützer*innen für eine Idee gewinnen. Dabei müssen sie zum Teil geschickt vorgehen, um Zensur zu entgehen.

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Ein Schritt vorwärts, zwei zurück: Das Internationale Olympische Komitee und die Menschenrechtsfrage

Bild:  Protest of Civil Human Rights Front at 2008 Summer Olympics Torch in Tsim Sha TsuiHong Kong.

Autorin: Dörte Beuermann, Praktikantin

Frieden, Toleranz und Menschenwürde sind die grundlegenden Prinzipien der Olympischen Bewegung. Doch viel zu oft hat das IOC bei der Wahl der Austragungsorte seine eigenen Werte ignoriert. Es ist nur noch ein gutes Jahr, bis das Olympische Feuer für die Winterspiele 2022 in Peking entzündet wird. Im Angesicht der katastrophalen Menschenrechtslage im Land ist das kaum nachzuvollziehen. Der internationale Druck auf das Komitee wächst stetig und es verspricht sich zu verbessern, doch außer leeren Versprechungen ist bis jetzt nicht viel zu sehen.

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Der Fall Kabuga – Ein Erfolg für die Internationale Strafverfolgung

Autorin: Dörte Beuermann, Praktikantin im Bereich Genozidprävention

Nach über 20 Jahren auf der Flucht konnte einer der letzten mutmaßlichen Drahtzieher des Völkermords in Ruanda von internationalen Strafverfolgungsbehörden festgenommen werden. Im Mai 2020 wurde der ehemalige ruandische Unternehmer Félicien Kabuga in der Nähe von Paris gefasst. Der langersehnte Prozess gegen ihn wird mit Spannung erwartet. Neben Gerechtigkeit für die Opfer und Hinterbliebenen zeigt es auch den Willen der Internationalen Gemeinschaft, schlimmste Verbrechen nicht ungeahndet lassen zu wollen.

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Landraub bedroht indigene Völker in Costa Rica

Autorin: Paula Fischer, Praktikantin für Lobby- und Kommunikation

Costa Rica ist bei den meisten Menschen vor allem für seine wunderschönen Strände bekannt. Doch nur wenige wissen über die Diskriminierung Bescheid, der sich indigene Völker gegenübersehen. Zwar wird ihnen immer wieder von der Regierung Unterstützung zugesagt, jedoch kommt diese nur selten bei den indigenen Gemeinschaften an. Ein besonders großes Problem ist der Landraub, mit dem viele indigene Gruppen immer noch zu kämpfen haben. Dies geht häufig auch mit einer großen Gewaltbereitschaft der illegalen Siedler*innen einher und führt schlimmstenfalls zum Tod der indigenen Aktivst*innen.

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„Die Sommer“ von Ronya Othmann

Autorin: Caroline Siems, Referentin für digitale Kommunikation

Eine Buchempfehlung: „Das ergreifende Debüt der Gewinnerin des Publikumspreises des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (2019) über das Dasein zwischen zwei Welten“.

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Der Handel und die Menschenrechte: Die Forderungen der indigenen Bevölkerung zum EU-Mercosur-Abkommen

Autorin: Leonie Buß, Praktikantin

Bild: Hanno Schedler/ GfbV 2020

Vergiftungen durch Pestizide, illegale Landnahme, Menschenrechtsverletzungen, Entwaldung und Umweltzerstörung – all diese Probleme werden durch das EU-Mercosur-Abkommen zunehmen. Die indigene Bevölkerung hat daher Bedingungen für die Ratifizierung des Abkommens.

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