80. Jahrestag der Deportation der Tschetschen*innen

Vor 80 Jahren, am 23. Februar 1944 wurde das Volk der Tschetschen*innen und Ingusch*innen kollektiv von der Roten Armee nach Zentralasien, besonders ins heutige Kasachstan deportiert. Mehr als die Hälfte der Deportierten kam während oder in den ersten Jahren nach der Deportation ums Leben. Eine tschetschenische Freundin der GfbV-Referentin Sarah Reinke, die als Migrantin im europäischen Ausland leben muss, hat diesen Text zum Jahrestag der Deportation verfasst.

Autor*in: Anonym
Foto: tjabeljan via Flickr (CC BY 2.0).

Weiterlesen »

Urum und Rumei – Griechische Minderheit im Krieg

„Wir sind nur rund 100 Personen in Kyiv, trotzdem versuchen wir jetzt, einen Verein zu gründen, denn unsere Minderheit ist wirklich so schlimm vom Krieg betroffen,“ berichtet Olga Tsuprykova, Griechin aus der Region Donezk, die als Binnenflüchtling mittlerweile in Kyiv lebt. Die Urum und Rumei sind zwei Minderheiten, die sich selbst als Griech*innen aus der Region Nordazov definieren. Sie sind orthodoxe Christ*innen, obwohl die Urum eine Turksprache sprechen. Beide Sprachen sind laut UNESCO gefährdet.

Text: Sarah Reinke, Teamleitung Menschenrechtsreferate

Foto:https://www.facebook.com/photo.phpfbid=6695277447197145&set=pb.100001448688701.-2207520000&type=3

Weiterlesen »

Heute vor 120 Jahren: Herero stehen gegen deutschen Kolonialismus auf – noch immer keine Wiedergutmachung für deutsche Gräueltaten

Am 12.01.1904 widersetzten sich die Herero gegen die deutsche koloniale Unterdrückung im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Deutsche Truppen schlugen den Aufstand unter Führung von Lothar von Trotha brutal nieder. Die Herero, darunter Frauen und Kinder, trieben sie in die Omaheke-Wüste und blockierten Wasserstellen. Bis 1908 setzte sich die Vernichtungspolitik gegen die Gemeinschaften der Herero, Nama und Damara in Konzentrationslagern fort. Das deutsche Kaiserreich konterte ihren Widerstand mit dem Völkermord. Deutschland erkennt die Gräueltaten der Vergangenheit nur teilweise an.

Text: Christoph Hahn, Referent Genozid-Prävention und Schutzverantwortung;

Weiterlesen »

Weihnachten in Haft

Die Tage über Weihnachten und Neujahr sind für viele von uns eine besondere Zeit im Jahr: Wir treffen uns mit Familie und Freunden, beschenken einander, halten inne. Vielleicht finden wir auch Geborgenheit im Glauben. Doch viele Menschen erleben diese Zeit im Jahr hinter Gittern, in Haftanstalten, in denen sie täglich gedemütigt, gefoltert und erniedrigt werden, obwohl sie unschuldig sind. Sie sitzen ein ohne rechtsstaatliche Verfahren. Stellvertretend für viele andere stellen wir Ihnen hier einige Personen vor, für die sich die GfbV einsetzt.

Von Sarah Reinke, Leitung der Menschenrechtsarbeit, Foto: zwiebackesser, Adobe Stock

Weiterlesen »

Maasai in Tansania: BMZ stoppt Gelder für umstrittene Projektmaßnahme im Serengeti-Ökosystem

Seit mehreren Jahren übt die tansanische Regierung Druck auf Maasai-Gemeinschaften im Norden Tansanias aus, die ihre angestammten Gebiete zugunsten des Naturschutzes räumen sollen. Im Juni 2022 wurden in dem Gebiet Loliondo Proteste der Maasai gegen eine Grenzpfostensetzung gewaltsam aufgelöst, seitdem wird der Fall auch vor Gericht verhandelt. Projektpartner der deutschen Entwicklungsarbeit waren an einem Flächennutzungsplan organisatorisch beteiligt, der die Annexion des umstrittenen Gebietes legitimiert hätte. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat nun bekannt gegeben, dass es die Beteiligung an diesen Plänen im Ngorongoro-Distrikt eingestellt hat.

Von Christoph Hahn, Foto: Cultura Allies

Weiterlesen »