Irina Scherbakowa erhält den Friedensnobelpreis und den Weimarer Menschenrechtspreis – Wir gratulieren!

Am 10. Dezember 2022, dem Tag der Menschenrechte, erhält Irina Scherbakowa, Gründungsmitglied der russischen Menschenrechtsorganisation MEMORIAL, den Weimarer Menschenrechtspreis und den Friedensnobelpreis. Wir möchten herzlich gratulieren! Ebenso gilt unsere Gratulation den anderen Preisträger*innen: Die Aktivistin Olga Karatch aus Belarus erhält den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar, der Friedensnobelpreis geht an den Rechtsanwalt Ales Bjaljazki (Belarus) und an das Zentrum für bürgerliche Freiheiten (Ukraine). Die Auszeichnung für Vorkämpfer*innen für Menschenrechte und Demokratie ist ein klares Signal für eine starke, resiliente Zivilgesellschaft, für Frieden in einem diktatorischen Gewaltregime.

Text von Pauline Hrubesch, Regina Sonk; Foto: Heinrich Böll Stiftung | Flickr

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Husky vs. Rentier – Sámi-Tourismus in Finnisch-Sápmi

Tourismus ist in Nordfinnland auf dem Vormarsch. Beworben als magische Landschaft der Nordlichter und des Weihnachtsmannes werden immer mehr Besucher*innen angezogen, die auf Huskysafaris die Wildnis erkunden und in Glasiglus schlafen wollen. Huskys und Glasiglus – klingt das nach Finnland? Wer hier stutzt, dem ist aufgefallen, dass das Tourismusmarketing es mit der örtlichen Kultur wohl nicht gerade genau nimmt. Die indigenen Sámi wehren sich gegen diesen Tourismus und wollen ihn mit eigenen Projekten umgestalten.

Von Theresa Luedtke; Foto: Nikola Johnny Mirkovic on Unsplash

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Die angeordnete Auflösung von Memorial International und dem Menschenrechtszentrum – was bedeutet das für die russische Zivilgesellschaft?

Am 28. Dezember 2021 fasste der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation das Urteil, Memorial International aufzulösen und nur ein Tag später beschied das Moskauer Stadtgericht, das Menschenrechtszentrum Memorial aufzulösen. Beide Urteile sind politische Urteile und zeigen, wie es um die Rechtsstaatlichkeit in Russland steht und in welcher Gefahr die demokratische Zivilgesellschaft heute ist.

Text und Foto: Ein Gastbeitrag von Christina Riek von Memorial Deutschland e.V.

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Russland: „Ich will essen“ – Warum mansische Kinder das Essen in ihrem Internat verweigern

Die Mansi sind zahlenmäßig klein, aber ihre Sprachen von unschätzbarer Vielfältigkeit. Um ihre Dialekte zu schützen, unterstützt Anna Voronkova Kinder in der Region Swerdlowsk ihre Sprachen zu erhalten. Doch bei ihrem letzte Besuch in einem Internat erlebt sie ein viel größeres Problem: Die Kinder vertragen das Essen nicht und es gibt keine Alternativen.

Ein Bericht von Anna Voronkova, übersetzt von Tjan Zaotschnaja, redigiert von Regina Sonk; Foto: Irina Kazanskaya | Flickr

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