Heute vor 120 Jahren: Herero stehen gegen deutschen Kolonialismus auf – noch immer keine Wiedergutmachung für deutsche Gräueltaten

Am 12.01.1904 widersetzten sich die Herero gegen die deutsche koloniale Unterdrückung im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Deutsche Truppen schlugen den Aufstand unter Führung von Lothar von Trotha brutal nieder. Die Herero, darunter Frauen und Kinder, trieben sie in die Omaheke-Wüste und blockierten Wasserstellen. Bis 1908 setzte sich die Vernichtungspolitik gegen die Gemeinschaften der Herero, Nama und Damara in Konzentrationslagern fort. Das deutsche Kaiserreich konterte ihren Widerstand mit dem Völkermord. Deutschland erkennt die Gräueltaten der Vergangenheit nur teilweise an.

Text: Christoph Hahn, Referent Genozid-Prävention und Schutzverantwortung;

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Der Nationalpark Yasuní- Ein Paradies in Bedrohung

Am 20. August 2023 soll in Ecuador im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl erneut in einem Referendum und einer Volksbefragung darüber abgestimmt werden, Bergbauaktivitäten und die Gewinnung von Öl in mehreren Regionen des Landes freizugeben. Hiervon wären einige besondere Ökosysteme betroffen, beispielsweise der Choco Andino, der letzte Wald rund um die Hauptstadt Quito. Vor allem soll das Yasuní-ITT-Feld (Ishpingo, Tambococha, Tiputini) freigegeben werden, da hierunter 20% des Öls des Landes liegen. Die Ölgewinnung in diesem und anderen Gebieten stellt eine große Bedrohung für die Natur und die dort lebenden indigenen Gemeinschaften dar.

von Maya Erb; Foto: MattHewitt | CC BY 2.0

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Deutschland schweigt zu staatlichen Menschenrechtsverletzungen in Peru

In Peru verschärft sich im Rahmen der aktuellen Proteste insbesondere für die indigene
Bevölkerung trotz internationalen Anprangerns die Menschenrechtslage. Die deutsche
Bundesregierung entzieht sich weiterhin der Verantwortung einer öffentlichen
Positionierung und baut zugleich die wirtschaftlichen Beziehungen aus. Damit trägt sie zur
Legitimierung eines autoritären Regimes bei und behindert den Aufbau eines
demokratischen Prozesse.

Von Antje Kalbe; Foto: Presidencia la República del Perú | Facebook

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Unabhängiges Radio arta.fm in Amuda wird 10 Jahre alt!

„Als ich sah, dass Assad die syrische Stadt Amuda verlassen hatte, beschloss ich, in meine Heimat zurückzukehren. Nicht um dort dauerhaft zu leben, sondern um ein alternatives Radio zu gründen“, erinnert sich Sirwan Haji Barko, als er sich vor genau zehn Jahren entschloss, in seiner alten Heimat Amuda im Norden Syriens ein alternatives, freies Radio zu gründen.

Von Dr. Kamal Sido; Foto: Dr. Kamal Sido

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Weshalb eine geplante Schnellstraße das Leben indigener Völker in Peru bedroht

Der geplante Bau einer Schnellstraße von Iquitos nach Putumayo bedroht die dort ansässigen indigenen Gemeinschaften der Murui, bzw. Huitoto, in ihrer Lebensgrundlage – das berichtete Arlen Ribeira, Präsident des Dachverbandes der indigenen Gemeinden von Putumayo in Peru.

Von Alexander von Kroge; Foto: Santiago La Rotta/flickr CC BY-NC 2.0

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