Olympische Spiele in einer Diktatur – Sponsored by Allianz Versicherungen

Winterspiele im Land der Lager

Autorin: Esther Lichtenfeld, Praktikantin

Bild: Hanno Schedler/ GfbV 2021

Mit Millionensummen wird sich von multinationalen Unternehmen das Recht erkauft, die Olympischen Spiele finanziell zu unterstützen. Das Sportevent zieht immerhin, wenn nicht gerade eine weltweite Pandemie ist, Millionen von Zuschauer*innen in die Austragungsländer und die Übertragung wird von hunderten Millionen Menschen vor den Bildschirmen verfolgt.

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Die Bahá’í – Verfolgt von Anfang an

Autorin: Katharina Poschkamp, Praktikantin

Baháʼí Gärten in Haifa, Israel. Friedenssymbol, Ort der Ruhe und UNESCO Weltkulturerbe.
Auf der Anlage befindet sich das administrative und geistige Weltzentrum der Bahai (Baháʼí World Centre). Seit 2001 auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Verfolgungsgeschichte der Bahá’í reicht eben so weit zurück wie ihre Entstehung. Während die Bahá’í an die Einheit der Menschheit und der Religionen glauben und nach dem Weltfrieden streben, werden sie von Teilen der muslimischen Mehrheit im Iran seit jeher als Abtrünnige angesehen und verfolgt. Bereits im 19. und 20. Jhd. wurden sie immer wieder Opfer gezielter Angriffe und systematischer Diskriminierung.

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Der Fall Kabuga – Ein Erfolg für die Internationale Strafverfolgung

Autorin: Dörte Beuermann, Praktikantin im Bereich Genozidprävention

Nach über 20 Jahren auf der Flucht konnte einer der letzten mutmaßlichen Drahtzieher des Völkermords in Ruanda von internationalen Strafverfolgungsbehörden festgenommen werden. Im Mai 2020 wurde der ehemalige ruandische Unternehmer Félicien Kabuga in der Nähe von Paris gefasst. Der langersehnte Prozess gegen ihn wird mit Spannung erwartet. Neben Gerechtigkeit für die Opfer und Hinterbliebenen zeigt es auch den Willen der Internationalen Gemeinschaft, schlimmste Verbrechen nicht ungeahndet lassen zu wollen.

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Doğan Akhanlı: „Ich habe nicht geschwiegen und das hat den türkischen Staat geärgert“

Der Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Doğan Akhanlı im Gespräch

Foto: Manfred Wegener (zugeschnitten)

Am Samstagmorgen wurde der deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli, der sich für die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern einsetzt, im spanischen Granada festgenommen. Die Türkei hat ihn mit einem Haftbefehl über Interpol suchen lassen. Es ist nicht die erste Festnahme des Schriftstellers. 1985 saß er bereits zwei Jahre im Gefängnis. 1991 floh er nach Deutschland ins Exil, nahm die deutsche Staatsbürgerschaft an. Dann wurde er 2010 bei der Einreise in die Türkei wieder verhaftet. Ein Urteil steht bis heute aus. Doch er lässt sich nicht einschüchtern. Michaela Böttcher interviewte ihn für die Ausgabe !100 Jahre Völkermord – 100 Jahre Leugnen“ (6/2014) der GfbV-Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“. Aus aktuellem Anlass stellen wir den Artikel jetzt kostenlos auf unserem Blog zur Verfügung.

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Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere“

Eine ehemalige Gefangene der Terrororganisation „Islamischer Staat“ berichtet über die Gräueltaten, die ihr wiederfahren sind

Nadia Murad Basee Taha während der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu Menschenhandel in Konflikgebieten. Foto: UN Photo/Rick Bajornas

Sie ist der Hölle entkommen: Nadia Murad Basee Taha ist eine von tausenden yezidischen Frauen, die der „Islamische Staat“ (IS) verschleppte, als er die Dörfer von Yeziden, Christen und anderen Nicht-Muslimen im August 2014 überrannte. Insgesamt wurden inoffiziellen Berichten zufolge 5.000 Yezidinnen im Alter zwischen 13 und 56 Jahren entführt. Das Schicksal, das sie erwartete, ist kaum zu beschreiben: Sie wurden geschlagen, getreten und brutal vergewaltigt. Immer wieder. Drei Monate erlitt auch Nadia Murad als Sexsklavin die IS-Gefangenschaft.

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Handspinnen für Frauen in Darfur

In Darfur leben immer noch viele Menschen in Flüchtlingslagern. Mit „HANDSPINNEN für bedrohte Völker“ unterstützt das langjährige GfbV-Mitglied Anke Culemann die vom Völkermord gebeutelten täglicher Gewalt ausgesetzten Frauen in Darfur. An den Förderverein der Gesellschaft für bedrohte Völker kann gespendet werden, wenn die hier eingestellte handgesponnene Wolle und andere textile Artikel gekauft oder gespendet werden. Dadurch wird den Kauf von Solarkochern finanziert, die es den Frauen ermöglichen, innerhalb der Lager die Mahlzeiten für die Familien zubereiten zu können. 20 Euro kostet ein Solarkocher und die Schulung für die Frauen. Anke Culemann hat mit ihrer Spendenaktion bereits Geld für 100 Solarkocher gesammelt, die dritte Spendenphase ist angelaufen. Das Ziel sind 50 weitere Kocher.