Das Recht in Frieden zu leben

„El derecho de vivir en paz“ – „Das Recht in Frieden zu leben“. Der Song des während der Militärdiktatur ermordeten Victor Jara avanciert zur Hymne der sozialen Bewegung in Chile. Vorbeifahrende Autos und Orchester auf der Straße spielen ihn. Zu Beginn der Ausgangssperre beschallte er aus Lautsprechern die leergefegten Straßen. Bei den Protesten in Chile organisiert sich die Bevölkerung neu. Zugleich  kommt es weiter zu Plünderungen und Zerstörungen öffentlichen und privaten Eigentums, aber auch Menschenrechtsverletzungen werden tagtäglich durch Polizei und Militärs begangen. Am 28. Oktober soll die Armee endlich von den Straßen abgezogen werden. Eine überforderte Regierung versucht, erste Annäherungen an die Anliegen der Bevölkerung, aber das Vertrauen ist längst beschädigt, die Vorschläge gehen nicht weit genug. Der Wunsch nach einer neuen Verfassung wird lauter. Diese könnte auch die Rechte der indigenen Bevölkerung stärken. Ein Bericht über ein Land, das aufgewacht ist.

Von Fabian Brüning, ehem. Praktikant der GfbV, lebt derzeit in Chile; Foto: Guillermo Nuñey Herrera 2019

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„Wir sind im Krieg gegen einen sehr mächtigen Feind“

In einem Interview im Fernsehen vom 8. Oktober bezeichnete Sebastián Piñera, amtierender Präsident Chiles, sein Land „als wahre Oase mit einer stabilen Demokratie inmitten eines erschütterten Lateinamerikas“.[1] Nicht einmal zwei Wochen später spricht er von einem „Krieg gegen einen sehr mächtigen Feind“ angesichts der seit letzter Woche Montag andauernden Proteste. Was ist passiert in dieser südamerikanischen „Oase“ und was steckt hinter den Protesten? Ein Bericht über ein Land im Umbruch.

Von Fabian Brüning, lebt derzeit in Chile; Foto: Um ihre Unzufriedenheit auszudrücken, werden bei den Cacerolazos als Protestform lautstark auf Haushaltsgegenstände geklopft. RL GNZLZ (CC-BY-SA 2.0)

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Kein Platz für Frauenrechte im Iran

Im Iran protestieren wieder Menschen lautstark. Es sind die heftigsten Proteste seit der „Grünen Revolution“ 2009. Gründe für den Protest gibt es viele, doch schon jetzt ist eine Frau zum Symbol der Iran-Proteste geworden. Sie hatte ihr Kopftuch abgenommen und es wie eine Fahne geschwenkt. In den Sozialen Medien wird sie seitdem als Ikone gesehen, die sich gegen die anhaltende Diskriminierung der Frauen in der Islamischen Republik zur Wehr setzt. Denn dort ist bis heute kein Platz für Frauenrechte.

von Parvaneh Ghorishi

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Was ist eigentlich gerade in Weißrussland los?

In Weißrussland regt sich Protest. Tausende verzweifelte Menschen gehen auf die Straßen, mehr als 150 sind bereits verhaftete worden. Der Auslöser der Proteste ist längst einem generellen Luftmachen über die desaströse Lage gewichen. Wie es ausgeht, ist bisher ungewiss. Unsere GUS-Referentin kommentiert.

von Sarah Reinke; Foto: pixabay.com

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Protest in Berlin gegen Staudammprojekt Belo Monte im Amazonasgebiet Brasiliens

Aufruf zum Weltweiten Aktionstag
Mahnwachen in Berlin

22.August 2011

* am Montag, den 22. August 2011, Mahnwache in Berlin am Pariser Platz von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr

* anschließend Mahnwache vor der Botschaft Brasiliens in Berlin, Wallstraße 57 mit Übergabe einer Protestnote von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr.

Menschenrechtsorganisationen und Umweltgruppen werden in vielen Ländern der Welt am kommenden Montag (22.08.) gegen die Errichtung des Kraftwerks Belo Monte mit einem gigantischen Staudamm im brasilianischen Amazonasgebiet protestieren. In Deutschland organisieren die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Rettet den Regenwald und Survival International eine Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin gegen das zerstörerische Projekt. Weiterlesen »