Autonome Region Kurdistan: Ein sicherer Hafen für Minderheiten?

Unser Autor war im Nordirak unterwegs, um mit den Menschen zu sprechen, deren Leben geprägt sind von Flucht und Leid.

Ein yezidischer Junge trägt in einer provisorischen Unterkunft seine kleine Schwester auf dem Arm. Foto: Jan Gehm

Oft hören wir in den Nachrichten von den Gräueltaten der Terrormiliz IS. Mittlerweile kommen auch immer wieder Berichte über den Krieg gegen den IS dazu. Doch was ist mit den Opfern des „Islamischen Staates“? Und was passiert, wenn die Städte und Dörfer wieder befreit wurden? Jan Gehm war mit weiteren Interessierten und Helfenden im Mai im Nordirak unterwegs, um sich ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen zu sprechen, deren Leben seit den Eroberungen des IS geprägt sind von Flucht und Leid.

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Warum wird man IS-Kämpfer?

Hinter der religiösen Fassade der Organisation stecken häufig ganz andere Motivationen, sei es politischer, sozialer oder psychologischer Art.

Die Gründe, warum Menschen sich radikalislamistischen Gruppierungen wie dem IS anschließen, sind vielfältig. Denn hinter der religiösen Fassade der Organisation stecken häufig ganz andere Motivationen, sei es politischer, sozialer oder psychologischer Art.

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Wie wird es weitergehen in Syrien?

Die von den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist gescheitert.

Foto: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tagt zur Lage in Syrien. © UN Photo/JC McIlwaine

In der nordsyrischen Stadt Aleppo wird wieder gekämpft. Die von den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist gescheitert. Das syrische System hat unterdessen angekündigt, durch eine Offensive auf Aleppo an, um die Stadt zurückzuerobern. Wie soll es jetzt weitergehen? GfbV-Nahostreferent Kamal Sido kommentiert.

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„Kadyrow ist Putins Achillesferse“ – Ein Abend mit Ilja Jaschin

Auch einem Jahr nach dem Mord am russischen Oppositionspolitiker Boris Nemzow führen seine Freunde und Wegbegleiter seine Arbeit weiter. Einer von ihnen ist Ilja Jaschin

Foto: Anton Nossik via Wikimedia Commons

Vor einem Jahr, im Februar 2015, wurde der bekannte russische Oppositionspolitiker Boris Nemzow auf offener Straße in Moskau erschossen. Doch seine Freunde und Wegbegleiter führen seine Arbeit bis heute weiter. Einer von ihnen ist Ilja Jaschin, der gestern Abend seinen neuesten Bericht über Tschetschenien und die Auswirkungen auf Russland in Berlin vorgestellt hat. Unsere GUS-Referentin war dabei.

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Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere“

Eine ehemalige Gefangene der Terrororganisation „Islamischer Staat“ berichtet über die Gräueltaten, die ihr wiederfahren sind

Nadia Murad Basee Taha während der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu Menschenhandel in Konflikgebieten. Foto: UN Photo/Rick Bajornas

Sie ist der Hölle entkommen: Nadia Murad Basee Taha ist eine von tausenden yezidischen Frauen, die der „Islamische Staat“ (IS) verschleppte, als er die Dörfer von Yeziden, Christen und anderen Nicht-Muslimen im August 2014 überrannte. Insgesamt wurden inoffiziellen Berichten zufolge 5.000 Yezidinnen im Alter zwischen 13 und 56 Jahren entführt. Das Schicksal, das sie erwartete, ist kaum zu beschreiben: Sie wurden geschlagen, getreten und brutal vergewaltigt. Immer wieder. Drei Monate erlitt auch Nadia Murad als Sexsklavin die IS-Gefangenschaft.

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„Die türkische Regierung muss ihre feindselige Politik gegenüber uns Kurden beenden“

Interview mit der kurdischen Alawiten Hevi Ibrahim Mustafa, Präsidentin von Afrin, über die aktuelle Lage in Afrin und wie eine humanitäre Katastrophe abgewendet werden könnte.

Während der Kämpfe um die mehrheitlich kurdische Stadt Kobane im Norden Syriens flohen viele Kurden in die Türkei, so wie diese kurdische Frau und zwei Kinder im Flüchtlingslager Suruc. Foto: RadekProcyk/iStock [Symbolbild]

Seit Anfang Februar bestimmen die Kämpfe um Aleppo die Schlagzeilen. Seitdem sind tausende Menschen auf der Flucht. Viele harren an der türkischen Grenze aus, einige tausend sind mittlerweile aber im kurdischen Kanton Afrin im Nordwesten von Syrien als Flüchtlinge angekommen. Inzwischen greift das türkische Militär mit schwerer Artillerie dieses Gebiet an – darunter auch zivile Ziele.

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Frauen im Krieg – Krieg gegen Frauen

Erschreckende Bilanz nach 15 Jahre UN-Resolution 1325 zum Schutz von Frauen im Krieg.

Foto: Endre Vestvik via Flickr (zugeschnitten)

Am 31. Oktober 2000 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325. Sie fordert Akteure auf, die Rechte von Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten zu gewährleisten. Es war das erste Mal, dass im Rahmen der Vereinten Nationen Forderungen laut wurden, Frauen und Mädchen vor Vergewaltigung, Zwangsprostitution und anderen Formen sexualisierter Gewalt zu schützen. Auch sollen gemäß der Resolution mehr Frauen an Friedensverhandlungen beteiligt werden. Die Bilanz nach 15 Jahren sieht jedoch erschreckend aus.

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Russland, Syrien und der vermeintliche Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Welche Reaktionen lösen die Bombenangriffe Russlands in Syrien unter den russischen Muslimen aus?

Foto: S Nazari via Flickr

Nicht mal einen Monat ist es her, dass Russland sich dem „Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘“ angeschlossen und mit Bombenangriffen auf Syrien begonnen hat. Der Militäreinsatz spaltet die russischen Muslime und wirft Fragen zum Umgang mit IS-Sympathisanten im eigenen Land auf. Das könnte Folgen für Wladimir Putin haben.

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Eine ganze Welt nimmt Abschied: Die Beerdigung von Alan Kurdi

Journalist Ster Chalo vom Radiosender ARTAfm im GfbV-Interview über die Beerdigung von Aylan Kurdi und die aktuelle Lage in Kobani.

Foto: Radio ARTAfm

Das Bild des kleinen Flüchtlingsjungen Alan, der tot am Strand von Bodrum liegt, erzeugte eine Welle der Empörung und der Bestürzung. Heute wurde er im syrischen Kobanî beerdigt.

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Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Die Verfolgung assyrischer Christen in Syrien

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling ist in einen Bürgerkrieg eskaliert. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

Foto: Ankawa.com

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling weitete sich zu einem Bürgerkrieg aus. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

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