Der Preis der Neutralität: Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Olympischen Werte verkauft

Im Februar 2022 werden die Olympischen Winterspiele in Peking ausgetragen: Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren. Doch Peking ist weder ein Wintersportgebiet noch ist der Bau der Sportstätten umweltfreundlich – ganz im Gegenteil. Die chinesische Regierung unterdrückt seit Jahrzehnten systematisch Uigur*innen, Kasach*innen, Tibeter*innen, Mongol*innen, Christ*innen im Land; die Liste ließe sich noch lange fortführen. Die Olympische Idee steht für Frieden, Toleranz und Menschenwürde. Warum also, hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) ausgerechnet China als Gastgeber gewählt? Ein Blick auf die Geschichte des IOC verrät, dass die Achtung dieser Werte selten an oberster Stelle stand. 

Von Dörte Beuermann; Foto: https://openclipart.org/detail/216060/ioc-and-human-rights
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China: Schöne neue Welt

Wer Berliner Hinterhöfe kennt, weiß was Vielfalt bedeutet: Von üppigen Gärten bis zu Orten der Begegnung der Nachbarschaft bieten sie ein breites Spektrum.  Gerade wegen ihrer Vielfältigkeit sind sie auch beliebt bei Menschen, die Berlin besuchen. Auch in den Städten in Xinjiang / Ostturkestan im Nordwesten Chinas waren die Hinterhöfe wegen ihres versteckten Charmes beliebt. Doch dies ist nun Vergangenheit, denn Chinas Behörden haben ein neues Programm lanciert zur einheitlichen Gestaltung und Optimierung aller Hinterhöfe.  

Von Ulrich Delius, GfbV-Direktor; Bild: Matthias Ripp via Flickr

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Wo „Big Brother“ alles über Dich weiß

Dass in China regierungskritische Personen und ihre Kontakte systematisch erfasst und überwacht werden, ist nicht neu. So berichtete die nach jahrelangem Hausarrest nach Deutschland abgeschobene chinesische Künstlerin Liu Xia über Videokameras vor ihrer Wohnung, die jeden Besuch festhielten. Chinas Staatssicherheit wollte ganz genau wissen, wer Kontakt mit der Ehefrau des in der Haft verstorbenen Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo aufnimmt.

Von Ulrich Delius, GfbV-Direktor; Foto: GfbV-Archiv

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China: Kritik und Nachfragen unerwünscht!

„Fake News“ haben in Zeiten von Corona Hochkonjunktur: auch Staaten mischen eifrig dabei mit. Grund genug, wachsam zu sein. Die Europäische Union (EU) wollte es genau wissen und gab einen Bericht in Auftrag, der Missstände und Verantwortliche benennen sollte. Eigentlich sollte die Studie am Dienstag letzter Woche veröffentlicht werden. Doch daraus wurde nichts, denn die EU-Botschaft in Peking erhielt einen wütenden Anruf aus der chinesischen Staatsführung. Chinas Führung sei sehr verärgert, meinte der Anrufer nach Informationen der Nachrichtenagentur reuters und drohte bei Veröffentlichung mit ernsten Folgen für die Beziehungen zwischen der EU und China. 

Von Ulrich Delius, GfbV-Direktor; Foto: Tomas Roggero Flickr CC BY 2.0

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