Der halbierte Amazonas

Autorin: Telma Monteiro, übersetzt und redigiert von Regina Sonk

Hafenanlagen des brasilianischen Transport- und Logistikunternehmens Hidrovias do Brasil bei Miritituba, am Fluss Tapajós. Foto by Hidrovias do Brasil, CC

Flüsse werden ausgebaggert, Staudämme errichtet und eine 1000 Kilometer lange Eisenbahnstrecke soll neben einer bereits existierenden Bundesstraße den Amazonas durchqueren. Die Brasilianische Regierung will ein Infrastrukturprojekt der Megaklasse. Mit Telma Monteiro, Expertin für Genehmigungsverfahren für solche Megaprojekte, sprachen wir mit Deutschen Unternehmen wie der Deutschen Bank über Investitionsrisiken und Menschenrechtsverletzungen.

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Peru: Aufschwung mit zwei Gesichtern

Was wird die peruanische Regierung alles für ihren Zukunftstraum opfern?

Foto: pixabay.com

Wirtschaftsaufschwung für die kommende Generation – das ist das Ziel der peruanischen Regierung. Mithilfe von Investoren möchte der Staat 17 Megaprojekte bis zum Jahr 2021 finanzieren. Der Ausbau von Straßen, Minen und Wasserkraftwerken soll die Wirtschaft ankurbeln. Dabei werden allerdings meist indigene Gebiete und deren Schutz nicht berücksichtigt.

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Peru: Indigene kämpfen mit bloßen Händen gegen Öl-Katastrophe im Amazonas

Bei zwei Pipeline-Unfällen verseuchten 5.000 Barrel Öl den Rio Chiriaco in Peru. Der verantwortliche Konzern Petroperú weist die Schuld von sich.

Das peruanische Paradies im Amazonas wurde durch 3.000 Barrel Öl verseucht. Die am Fluss Rio Chiriaco lebenden indigenen Gemeinschaften sind verzweifelt. Foto: mariusz kluzniak via Flickr

Leonardo DiCaprio ist für sein Engagement als Umweltschützer bekannt. Er plädierte in seiner Oscar-Rede für mehr Umweltschutz und twittert immer wieder über das Thema. So machte er kürzlich über den Online-Dienst auf die Pipeline-Unfälle im peruanischen Amazonas-Gebiet aufmerksam. Cian Hartung aus dem GfbV-Referat für indigene Völker erklärt, was dort passiert ist.

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Ecuador: Wo es Erdöl gibt, gibt es keine Menschenrechte

Im Osten von Ecuador liegt ein Paradies, dass die ecuadorianische Regierung zerstören will: Das Amazonasgebiet soll nach und nach für Ölförderungen freigegeben werden.

Foto: Flickr/Sara y Tzunki (Cecilia e Francesco)

Im Osten von Ecuador liegt ein Paradies, dass die ecuadorianische Regierung zerstören will: Das Amazonasgebiet soll nach und nach für Ölförderungen freigegeben werden. Diesmal trifft es voraussichtlich Campo Armadillo, auch als Block 55 bekannt. In dem Gebiet, das im Waorani-Territorium liegt, befinden sich unter anderem auch Indigene der Tagaeri-Taromenane, die freiwillig in Abgeschiedenheit leben. Ihre Existenz ist gefährdet. Eduardo Pichilingue von der Nichtregierungsorganisation CDES aus Ecuador hat auf Spanisch einen Aufruf gestartet, um Campo Armadillo zu retten. Christina Korak, Menschenrechtsaktivistin aus Graz, hat ihn übersetzt.

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Exportweltmeister Deutschland trägt zur Regenwaldzerstörung bei

Während unser smarter Wirtschaftsminister Guttenberg seinen Mitarbeitern gelegentlich Schweiß auf die Stirn treibt, weil er sich hin und wieder mal positiv über Menschenrechte äußert, singt er dennoch häufig – wie viele andere auch – das hohe Lied des Freihandels. Das ist doch klar, will Deutschland seinen Titel als Exportweltmeister halten. Eigentlich auch sehr nachvollziehbar in Zeiten der Weltwirtschaftskrise, wo es um Millionen Jobs geht. Darum verhandelt die deutsche Bundesregierung auch mit anderen EU-Vertretern über ein Freihandelsabkommen mit Peru. Doch deren Polizei geht brutal gegen jene vor, die im Zuge dieses angestrebten Freihandelsabkommens von ihrem angestammten Land vertrieben werden sollen: die indigenen Völker Perus. Dutzende Ureinwohner wurden bisher bei Demonstrationen von der Polizei und Paramilitärs getötet, Hunderte verletzt.

Perus katastrophale Wirtschaftspolitik, gerade bei der Nutzung des Regenalds, führt zu Vertreibung und Verfolgung der dort lebenden Völker, deren Existenzgrundlage bedroht ist. Und warum? Weil sich die EU-Staaten, Deutschland an vorderster Front, in Peru neue Absatzmärkte und den Zugang zu Rohstoffen sichern wollen, um den ständig wachsenden Energiehunger der Industrie zu stillen. Peru möchte mit dieser Politik zu Lasten des Regenwaldes das eigene Wirtschaftswachstum ankurbeln und ausländische Investoren anlocken. All das nur, um die „Wirtschaftsentwicklung“ voranzutreiben? Wie sagt dieses fast schon klassisch anzumutende Indianer-Sprichwort: „Erst wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!“ In diesem Sinne viel Spaß bei der Zerstörung des Regenwaldes!

Ach ja, wer dann doch was dagegen machen möchte, kann sich am folgenden online-Appell von ProRegenwald beteiligen….Umweltschutz und Menschenrechtsarbeit gehen halt doch häufig Hand in Hand.

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