Grüner Kolonialismus? Die Entdeckung riesiger Rohstoffvorkommen in Nordskandinavien trifft die indigenen Sámi der Arktis.

Der schwedische Bergbaukonzern LKAB gab Mitte Januar die Entdeckung des bisher größten Vorkommens Seltener Erden in Europa bekannt. Medienwirksam und nicht zufällig erfolgte die Ankündigung während des ersten Treffens der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft. Nicht nur hier, auch andernorts in Nordskandinavien, sollen Rohstoffe gefördert werden. Diese nördlichsten Gebiete Europas sind traditionelle Gebiete der indigenen Sámi.

Von Regina Sonk, Foto Laponia Nationalpark in Schweden, Ökologix/Wikipedia gemeinfrei

Weiterlesen »

Umweltzerstörung und Indigene in Brasilien – „Der Fluss ist unser Leben“

Flüsse sind für Indigene Teil ihrer Gemeinschaft: Sie gehören zur Grundlage des Lebens und sind heilige Orte ihrer Rituale. Der Rio Paraopeba ist durch den Dammbruch bei Brumadinho vergiftet worden – ein schwerer Verlust für die Indigenen. Dennoch versuchen die Pataxó-Hã-hã-hãe, an seinem verseuchten Ufer weiterzuleben.

Von Eliane Fernandes Ferreira und Regina Sonk, Foto: Eliane Fernandes Ferreira/GfbV

Weiterlesen »

Gesundheitsnotstand im Yanomami-Schutzgebiet: Ehemaliger Regierung unter Bolsonaro wird Völkermord vorgeworfen

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva besuchte am Samstag gemeinsam mit Sônia Guajajara, (Ministerin für indigene Völker) und Joênia Wapichana (Präsidentin der indigenen Behörde FUNAI) das indigene Volk der Yanomami im nördlichen Bundesstaat Roraima, um einen Eindruck von der gesundheitlichen Lage vor Ort zu bekommen. Kurz zuvor hatte das brasilianische Gesundheitsministerium den Gesundheitsnotstand für das Yanomami-Schutzgebiet – das größte indigene Reservat des Landes mit etwa 29.000 dort lebenden Indigenen – ausgerufen.1

Von Madlen Körneke, Eliane Fernandes; Foto: Foto Alejandro Zambrana/Sesai, Flickr

Weiterlesen »

Der Wächter des Sees: Sergej Kechimov

Sergej Kechimov ist Schamane. Es ist seine Aufgabe, auf den heiligen See Imlor aufzupassen, ihn zu schützen und ihn sauber zu halten. Doch der russische Ölkonzern Surgutneftegas wittert ein Milliardengeschäft mit den eine Million Tonnen Öl unter dem See. Schon heute verdrängt die Ölförderung die lokale Bevölkerung in der Umgebung. Doch Sergej Kechimov bleibt und kann sich bisher den Versuchen, ihn zu verdrängen, widersetzen. Nun wurde er zu sechs Monaten Freiheitsentzug verurteilt.

Von Regina Sonk; Foto: ©Denis Sinyakov / Greenpeace

Weiterlesen »