Die lange Suche von Kindern und ihren Müttern

Chiles Diktatur wirkt nach: Tausende heute erwachsene Adoptivkinder suchen ihre Wurzeln im chilenischen Süden. Denn in den 1970er und 1980er Jahren wurden sie gestohlen, als Kleinkinder, oft im Säuglingsalter, gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben. Über Adoptionsagenturen wurden sie an Familien in Europa verkauft. Heute fordern Betroffene Aufklärung und juristische Aufarbeitung.

Von Regina Sonk in Gesprächen mit Alina Rodenkirchen und María Diemar; Foto: © Hijos y Madres del Silencio

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Russland: „Ich will essen“ – Warum mansische Kinder das Essen in ihrem Internat verweigern

Die Mansi sind zahlenmäßig klein, aber ihre Sprachen von unschätzbarer Vielfältigkeit. Um ihre Dialekte zu schützen, unterstützt Anna Voronkova Kinder in der Region Swerdlowsk ihre Sprachen zu erhalten. Doch bei ihrem letzte Besuch in einem Internat erlebt sie ein viel größeres Problem: Die Kinder vertragen das Essen nicht und es gibt keine Alternativen.

Ein Bericht von Anna Voronkova, übersetzt von Tjan Zaotschnaja, redigiert von Regina Sonk; Foto: Irina Kazanskaya | Flickr

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Drastischer Rückgang der Geburtenrate in Ostturkestan – Ein System gezielter Geburtenkontrolle

Immer mehr ausgewertete Quellen und Daten belegen die systematische und diskriminierende Geburtenkontrollpolitik der chinesischen Führung gegenüber turkstämmigen Muslim*innen in Xinjiang/Ostturkestan. Sie umfasst strenge Geburtenquoten, Zwangsabtreibungen, das erzwungene Einsetzen von Intrauterinpessaren sowie Zwangsterilisationen. Zuletzt hat sich auch das Australian Strategic Policy Institute eingehend mit der Familienplanungsstrategie der chinesischen Führung beschäftigt und offenbart erschreckende Ergebnisse einer solchen Politik: „The crackdown has led to an unprecedented and precipitous drop in official birth-rates in Xinjiang since 2017“.

Von Pia Brunner; Foto: Michael Wong via flickr

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Premier Trudeau: „Sorry“ ist nicht genug!

Die täglich neuen Meldungen über Kindergräber, die auf dem Gelände von immer mehr Internatsschulen für indigene Kinder in Kanada entdeckt werden, wecken Abscheu und Entsetzen. Mit Recht. Die Überlebenden dieser Schulen sind ihr Leben lang traumatisiert und geben ihre Traumata an die nächsten Generationen weiter (das sog. transgenerationale Trauma). Die Gräuel in diesen Schulen waren jedoch schon lange bekannt.

Von Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker; Foto: Delusion23, Wikimedia Commons

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Verschwindenlassen: Familien bleiben in Machtlosigkeit und Angst zurück

Das deutsche Wort Verschwindenlassen (in Englisch: „enforced disappearance“) klingt harmloser, als es ist. Gemeint ist damit jedoch eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen, die es gibt. Menschen systematisch verschwinden zu lassen, ist eine politische Praxis, um Gruppen oder der ganzen Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit zu entziehen. Familien bleiben in Ungewissheit zurück und fühlen sich hilflos. Verschwindenlassen dient auch dazu, Macht zu demonstrieren und Gegner zum Schweigen zu bringen. Deshalb findet diese Methode in allen Teilen der Welt Anwendung.

Von Linda Fiene, GfbV-Referentin; Foto: Dying Regime via Flickr

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