Olympische Spiele in einer Diktatur – Sponsored by Allianz Versicherungen

Winterspiele im Land der Lager

Autorin: Esther Lichtenfeld, Praktikantin

Bild: Hanno Schedler/ GfbV 2021

Mit Millionensummen wird sich von multinationalen Unternehmen das Recht erkauft, die Olympischen Spiele finanziell zu unterstützen. Das Sportevent zieht immerhin, wenn nicht gerade eine weltweite Pandemie ist, Millionen von Zuschauer*innen in die Austragungsländer und die Übertragung wird von hunderten Millionen Menschen vor den Bildschirmen verfolgt.

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Hunderttausende Uigur*innen in Internierungslagern – für die BRD kein Genozid?

Autor: Jost Bruker, Praktikant

Bild: GfbV 2021

Im November 2019 gelangten die sogenannten China Cables an die Öffentlichkeit: Dokumente chinesischer Behörden, die die menschenrechtsverletzende Unterdrückung der Volksgruppe der Uigur*innen durch die chinesische Regierung gegen bestätigten. Neben den USA hat auch das kanadische und niederländische Parlament die Vorgehensweise der chinesischen Regierung als Genozid eingestuft. In Großbritannien und Australien wird ebenfalls über die Thematik debattiert – wann zieht die Bundesregierung nach?

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Junger Aktivismus im Internet: Mit Taktik unterwegs auf Tiktok

Autorin: Caroline Siems, Referentin für digitale Kommunikation

Die TikTokerin Feroza Aziz prangert in ihren Videos den Umgang Chinas mit Uigur*innen an. Getarnt ist ihre Botschaft als Schmink-Video, damit sie der chinesischen Zensur entgeht.
Foto: © Screenshot: Feroza Aziz/ TikTok

Jugendliche nutzen die Sozialen Medien vermehrt, um Politik zu gestalten: Sie stellen zum Beispiel Videos und Fotos ins Internet, um ihre Meinung auszudrücken und auf Unrecht aufmerksam zu machen. In Sekundenschnelle können sie so tausende von Menschen erreichen, Unterstützer*innen für eine Idee gewinnen. Dabei müssen sie zum Teil geschickt vorgehen, um Zensur zu entgehen.

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China: Kritik und Nachfragen unerwünscht!

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

„Fake News“ haben in Zeiten von Corona Hochkonjunktur: auch Staaten mischen eifrig dabei mit. Grund genug, wachsam zu sein. Die Europäische Union (EU) wollte es genau wissen und gab einen Bericht in Auftrag, der Missstände und Verantwortliche benennen sollte. Eigentlich sollte die Studie am Dienstag letzter Woche veröffentlicht werden. Doch daraus wurde nichts, denn die EU-Botschaft in Peking erhielt einen wütenden Anruf aus der chinesischen Staatsführung. Chinas Führung sei sehr verärgert, meinte der Anrufer nach Informationen der Nachrichtenagentur reuters und drohte bei Veröffentlichung mit ernsten Folgen für die Beziehungen zwischen der EU und China. 

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David gegen Goliath in München

Foto: World Uyghur Congress

Enver Can ist einer der Gründer des Uigurischen Weltkongresses, dem Dachverband der Exil-Uiguren. Seit Dezember 2013 protestiert er nun mit seinem Autoanhänger vor dem chinesischen Generalkonsulat in München. Die Straßenverkehrsordnung hilft ihm dabei.

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Solidarität mit den Uiguren: Ein Han-Chinese bezieht Stellung

Häufig lehnen es Hotelwirte in China ab, Zimmer an reisende Uiguren zu vermieten. Sie müssen sich regelmäßig demütigenden Kontrollen durch Sicherheitskräfte unterziehen. Yang Haipeng, Han-Chinese und Journalist aus Shanghai, zeigt jetzt in einer simplen wie aufsehenerregenden Aktion seine Solidarität mit den Uiguren: Er trägt eine „Doppa“, eine traditionelle uigurische Mütze und wird jetzt häufiger von Sicherheitskräften kontrolliert.

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Verschärfte Lage in Ostturkestan

In den vergangenen Tagen hat sich die Lage in der von Uiguren besiedelten Region Xinjang (Ostturkestan) in China weiter zugespitzt. Mindestens 33 Menschen kamen bei gewaltsamen Übergriffen ums Leben.
Doch was ist passiert? Die offiziellen Darstellungen des Geschehens in den staatlichen Medien sind widersprüchlich:
„Von den chinesischen Behörden werden immer Uiguren für die Gewalt verantwortlich gemacht“, erklärte GfbV-Asienreferent Ulrich Delius in einer Pressemitteilung der GfbV. Mal sind es Bomben, die von uigurischen Tätern abgeworfen wurden, mal sind sie mit Messern auf Passanten losgegangen oder mit einem Lastwagen gezielt in eine Menschenmenge gefahren. Manche Medien wechselten ihre Darstellungen des Geschehens innerhalb weniger Stunden. Das chinesische Regime wirft uigurischen Gruppen separatistische Bestrebungen und Terrorismus vor und behauptet, „Terroristen“ aus dem Ausland steckten dahinter. Weiterlesen „Verschärfte Lage in Ostturkestan“

Briefaktion für verschwundene Uiguren

Die Weltorganisation gegen Folter bittet um Mithilfe: Vier Uiguren wurden von chinesischen Sicherheitskräften verschleppt. Es handelt sich um Ershidin Israel, sein Bruder Shemshiden Israel, Abdusalam Nasir and Abdukerin Dihan aus der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang (Xinjiang Uyghur Autonomous Region, XUAR). Es steht zu befürchten, dass sie gefoltert werden.

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Auch Berlin trägt Verantwortung für Guantanamo-Häftlinge – Deutschland soll Uiguren Schutz gewähren!

Abdul Ghappar Turkistani wurde schon 2004 und 2005 von US- Militärs gesagt, dass er und die anderen 22 Uiguren unschuldig seien. Nun müssten sie eigentlich seit sieben Monate endgültig frei sein, nachdem ein US-Bundesrichter ihre Inhaftierung für gesetzwidrig erklärt und ihre Freilassung zur Ausreise in die USA angeordnet hat. Dennoch befinden sich alle uigurische Gefangene weiterhin in unbefristetem Militärgewahrsam im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba. Weiterlesen „Auch Berlin trägt Verantwortung für Guantanamo-Häftlinge – Deutschland soll Uiguren Schutz gewähren!“