Die angeordnete Auflösung von Memorial International und dem Menschenrechtszentrum – was bedeutet das für die russische Zivilgesellschaft?

Am 28. Dezember 2021 fasste der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation das Urteil, Memorial International aufzulösen und nur ein Tag später beschied das Moskauer Stadtgericht, das Menschenrechtszentrum Memorial aufzulösen. Beide Urteile sind politische Urteile und zeigen, wie es um die Rechtsstaatlichkeit in Russland steht und in welcher Gefahr die demokratische Zivilgesellschaft heute ist.

Text und Foto: Ein Gastbeitrag von Christina Riek von Memorial Deutschland e.V.

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Russland: „Ich will essen“ – Warum mansische Kinder das Essen in ihrem Internat verweigern

Die Mansi sind zahlenmäßig klein, aber ihre Sprachen von unschätzbarer Vielfältigkeit. Um ihre Dialekte zu schützen, unterstützt Anna Voronkova Kinder in der Region Swerdlowsk ihre Sprachen zu erhalten. Doch bei ihrem letzte Besuch in einem Internat erlebt sie ein viel größeres Problem: Die Kinder vertragen das Essen nicht und es gibt keine Alternativen.

Ein Bericht von Anna Voronkova, übersetzt von Tjan Zaotschnaja, redigiert von Regina Sonk; Foto: Irina Kazanskaya | Flickr

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Transnistrien & Russland: Zwischen Liebe und Verachtung

Zwischen Moldawien und der Ukraine befindet sich ein politisches Gebilde, welches alle Attribute eines Staates hat: Fahne, Regierung, Armee und Zentralbank. Transnistrien ist aber den meisten Menschen unbekannt. Dennoch ist dieses de-facto Regime von zentraler Bedeutung in der Einflussstrategie Russlands gegenüber den ehemaligen Satellitenstaaten der UdSSR in Osteuropa.

Von Thelma Divry; Foto: STRINGER / EPA/MAXPPP

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Mehr als eine Krankheit – COVID-19 bringt die Indigenen in Russlands Norden in Existenznot

Das COVID 19-Virus hat in den indigenen Gebieten Russlands relativ leichtes Spiel: Die Reformen des staatlichen Gesundheitssystems der vergangenen 15 Jahre führten insbesondere hier zur Schließung vieler kleinerer medizinischer Versorgungseinrichtungen. Das schon zuvor unterfinanzierte Gesundheitssystem Russlands war auf den Beginn der Corona Pandemie Ende März 2020 schlecht vorbereitet. Es fehlte an Basisversorgung mit Masken, Handschuhen und Intensivbetten. Das Pflegepersonal ist selbst nur unzureichend geschützt und unterbezahlt.

Von Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker; Foto: GfbV-Archiv

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