Belohnung für Kriegsverbrecher in Afghanistan

Northern Alliance troops under General Dostum’s command in Mazar-e Sharif take a break on a wall in the median of the town’s busiest street. Image: http://www.defenseimagery.mil/imagery.html#guid=eb4cc318bb6063f82960219bc71d7eff4fe0c486

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

Mit viel Druck aus dem Ausland haben die USA am letzten Wochenende eine Lösung im Machtkampf in Afghanistan zwischen dem amtierenden Staatspräsidenten Aschraf Ghani und seinem Rivalen Abdullah Abdullah erzwungen. Die nun erzielte Machtteilung soll den innenpolitischen Streit beilegen. Seit den Wahlen vor acht Monaten rangen die Kontrahenten um die Macht und beanspruchten beide das Präsidentenamt. Eine absurde Situation, die den geplanten Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land gefährdete.

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Delphine Horvilleurs Überlegungen zur Frage des Antisemitismus

Autorin: Hannah Mohr, GfbV-Praktikantin in der digitalen Kommunikation

Bild: Deutschlandfunk Kultur

Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hegt jede vierte deutsche Person antisemitische Gedanken. Die Befragung, die kurz vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 stattfand, macht klar: Die Thematik des Essays ist aktueller denn je und greift auf, was heute oftmals als vergangene Geschichte stigmatisiert wird. Antisemitismus ist allgegenwärtig und keineswegs Vergangenheit aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Wie also die Balance finden zwischen ständigem Hochholen vergangener Ereignisse und dem Vergessen? 

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Brasilien: Ein Land befindet sich im religiösen Wandel

Autorin: Özge Özden, Praktikantin im Referat für Indigene Völker

Bild: Steve Martinez via Flickr.

Erneut sorgt Brasiliens Staatspräsident Jair Messias Bolsonaro für Schlagzeilen weltweit: Er ernannte vor kurzem den Anthropologen und evangelikalen Missionar Ricardo Lopes Dias zum neuen Leiter für den Bereich „Unkontaktierte Völker“ in der Indigenen-Behörde Funai. Demzufolge sollen über 100 freiwillig abschieden lebende indigene Völker Brasiliens unter seinem Schutz stehen. Dias arbeitete von 1997 bis 2007 für die „New Tribes Mission“.

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Smog in Sarajevo: Wenn das Atmen zur gesundheitlichen Gefahr wird

Autorin: Lena Röseler, Praktikantin im Referat für Genozidprävention und Schutzverantwortung

Die Meldungen über die starke Luftverschmutzung im Winter in Sarajevo werden mittlerweile zur traurigen Tradition: Trotz Warnungen der Vereinten Nationen (UN) geschieht nur wenig in Bosnien und Herzegowina, um der hohen Feinstaubbelastung entgegen zu wirken. Und das, obwohl die Lebenserwartung der Bevölkerung aufgrund der schlechten Werte bereits um 1,3 Jahre gesunken ist.

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Das Gedenken der Herero in Namibia im Lichte internationaler Verhandlungen

Bild: Victor Paereli via Flickr.

Autorin: Antonia März

Tausende Menschen werden sich zum jährlichen Herero Day in Namibia versammeln, der am 25. August beginnt. In Okahandja, wo sich die Gräber der Hereroanführer befinden, gedenken sie ihrer Ahnen und erhalten die Erinnerung an die Kriegsjahre aufrecht.

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Der Dialog ist der Schlüssel #germandream

Quelle: Hanno Schedler/ GfbV

Autorin: Maira Haroon

Schlagzeilen wie „Demokratie auf dem Rückzug“ oder Videos wie vom Youtuber Rezo „Die Zerstörung der CDU“ sprechen vor allem die Jugend in Deutschland an. Sie können sich immer weniger mit Parteien identifizieren, die wesentliche Kernelemente unserer Demokratie sind. Die Schere zwischen Regierungspolitik und Jugendlichen wird immer größer- genau da setzt die Initiative #germandream an.

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Wahlen zum Europaparlament: Minderheiten reden mit!


Autor: Jan Diedrichsen

Vor über einer Woche war die EU-Wahl: Es gab viele Neuigkeiten und spannende Entwicklungen. Doch was das für Minderheiten innerhalb der Europäischen Union heißt, haben wir uns mal genauer angeschaut.

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Chile: Wenn die „Sprache der Erde“ verschwindet

In Chile kämpfen die indigenen Mapuche für den Erhalt ihrer Sprache Mapuzungun.

Foto: emesilva via iStock

Täglich benutzen wir sie, ohne uns dessen meist bewusst zu sein: unsere Muttersprache. Wir streiten und vertragen uns mit ihrer Hilfe, wir machen Witze und teilen uns unserer Umgebung mit. Doch nicht jeder Mensch auf der Welt hat das Glück, seine Muttersprache so selbstverständlich zu benutzen. So auch die indigenen Mapuche in Chile und Argentinien, die um den Erhalt ihrer Sprache kämpfen.

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Von Wölfen umzingelt – Interview mit Salih Gado, einem syrisch-kurdischen Politiker

mehriran.de sprach mit dem syrisch-kurdischen Politiker Salih Gado aus der nord-syrischen Stadt Qamishli, der für ein föderales Syrien eintritt.

Straßenszene in Rojava. Foto: © Kamal Sido

Salih Gado[1], Mitglied der syrisch-kurdischen Allianz aus Qamishli, kommt regelmäßig seit 30 Jahren nach Europa, um von der Situation der Kurden in Nordsyrien, der Kornkammer Syriens, zu berichten und um Unterstützung bei der Umsetzung eines föderalen Systems, in dem alle Volksgruppen gleichberechtigt leben können, zu werben. Salih Gado hat ganz Syrien zu Fuß kennen gelernt und eine Zeit lang in Damaskus gelebt. Helmut Gabel von mehriran.de interviewte ihn mit sprachlicher Unterstützung des Nahostreferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido.

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„Liebste Heimat, sie nehmen dich mir weg“

Brief einer jungen Alevitin an ihre Heimat, die Türkei

Die Autorin in ihrer Heimat 2015. Foto: privat

Die Türkei hat eins ihrer wohl bewegendsten Wochenenden hinter sich. Ein versuchter Militärputsch und Ausschreitungen forderten dabei leider auch Todesopfer; Angst und Unsicherheit prägen momentan den Alltag. Vor allem Aleviten und Angehörige anderer Minderheit in der Türkei sorgen sich vor einer stetigen Islamisierung ihres Landes. Eine von ihnen ist Eda Pekinsoy, eine in Deutschland geborene Alevitin mit Familie in der Türkei. In einem Brief an ihre Heimat beschreibt sie ihre Gefühle und spricht dabei vielen Aleviten aus dem Herzen.

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