Kolumbien: Grüne Energiewende auf Kosten der Wayúu

Ihre Vorfahren hätten immer gesagt: Die Wayúu seien nichts ohne ihr Land. Ohne ihr Land würde es niemals Frieden für sie geben, das erzählt mir Juana Rita Velázquez, oder „Tita“, als wir gemeinsam am Frühstückstisch ihrer Rancheria in La Guajira sitzen, einer von Sonne und Wind gezeichneten Halbwüste im Norden Kolumbiens.

Text und Fotos: Jan Königshausen, Referent für Indigene Völker und Natalia Otalora
Redaktion: Stefanie Grolig und Myriam Givens, Digitale Kommunikation

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Der Nationalpark Yasuní- Ein Paradies in Bedrohung

Am 20. August 2023 soll in Ecuador im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl erneut in einem Referendum und einer Volksbefragung darüber abgestimmt werden, Bergbauaktivitäten und die Gewinnung von Öl in mehreren Regionen des Landes freizugeben. Hiervon wären einige besondere Ökosysteme betroffen, beispielsweise der Choco Andino, der letzte Wald rund um die Hauptstadt Quito. Vor allem soll das Yasuní-ITT-Feld (Ishpingo, Tambococha, Tiputini) freigegeben werden, da hierunter 20% des Öls des Landes liegen. Die Ölgewinnung in diesem und anderen Gebieten stellt eine große Bedrohung für die Natur und die dort lebenden indigenen Gemeinschaften dar.

von Maya Erb; Foto: MattHewitt | CC BY 2.0

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Weshalb eine geplante Schnellstraße das Leben indigener Völker in Peru bedroht

Der geplante Bau einer Schnellstraße von Iquitos nach Putumayo bedroht die dort ansässigen indigenen Gemeinschaften der Murui, bzw. Huitoto, in ihrer Lebensgrundlage – das berichtete Arlen Ribeira, Präsident des Dachverbandes der indigenen Gemeinden von Putumayo in Peru.

Von Alexander von Kroge; Foto: Santiago La Rotta/flickr CC BY-NC 2.0

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Grüner Kolonialismus? Die Entdeckung riesiger Rohstoffvorkommen in Nordskandinavien trifft die indigenen Sámi der Arktis.

Der schwedische Bergbaukonzern LKAB gab Mitte Januar die Entdeckung des bisher größten Vorkommens Seltener Erden in Europa bekannt. Medienwirksam und nicht zufällig erfolgte die Ankündigung während des ersten Treffens der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft. Nicht nur hier, auch andernorts in Nordskandinavien, sollen Rohstoffe gefördert werden. Diese nördlichsten Gebiete Europas sind traditionelle Gebiete der indigenen Sámi.

Von Regina Sonk, Foto Laponia Nationalpark in Schweden, Ökologix/Wikipedia gemeinfrei

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