Menschenrechtsverletzungen der Türkei endlich offen benennen – ein Überblick über die Lage der Christ*innen in Afrin

Autorin: Laura Bentz, Praktikantin

Bild: Newroz Reso

Drei Jahre nach der völkerrechtswidrigen Besatzung Afrins durch die Türkei schreitet der Ethnozid fort – alles ohne ein aktives Einschreiten der internationalen Staatengemeinschaft.

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Autonome Region Kurdistan: Ein sicherer Hafen für Minderheiten?

Unser Autor war im Nordirak unterwegs, um mit den Menschen zu sprechen, deren Leben geprägt sind von Flucht und Leid.

Ein yezidischer Junge trägt in einer provisorischen Unterkunft seine kleine Schwester auf dem Arm. Foto: Jan Gehm

Oft hören wir in den Nachrichten von den Gräueltaten der Terrormiliz IS. Mittlerweile kommen auch immer wieder Berichte über den Krieg gegen den IS dazu. Doch was ist mit den Opfern des „Islamischen Staates“? Und was passiert, wenn die Städte und Dörfer wieder befreit wurden? Jan Gehm war mit weiteren Interessierten und Helfenden im Mai im Nordirak unterwegs, um sich ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen zu sprechen, deren Leben seit den Eroberungen des IS geprägt sind von Flucht und Leid.

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Verhaftete Bürgermeister in der Türkei: „Wir sollten ihnen Halt und Kraft geben“

Ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover ruft zur Solidarität mit inhaftierten Volksvertretern auf

Foto: pixabay.com (bearbeitet)

Anfang November wurden Selahattin Demirtas, Chef der prokurdischen Oppositionspartei HDP und einer der populärsten Politiker der Türkei, und viele andere seiner Parteikolleginnen und Kollegen, die durch demokratische Wahlen ins türkische Parlament gewählt worden sind, verhaftet. Es war ein weiterer Schlag Erdogans gegen demokratisch gewählte kurdische Repräsentanten. Der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Hannover will das nicht einfach so hinnehmen.

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Türkei: Heilige Orte fördern Zusammenhalt in Dersim

In Dersim, einer gebirgigen Landschaft im nördlichen Türkisch-Kurdistan, werden alte religiöse Traditionen noch immer gepflegt.

In Dersim gibt es viele Orte, die den alevitischen Kurden heilig sind. Foto: Miriam Stanke

An einem Tag wie heute im Jahre 1937 ließen die Machthaber der Türkei den Anführer der alevitischen Kurden in Dersim hinrichten. Es war der Beginn eines Massakers, bei dem über 70.000 Menschen, darunter Frauen, Kinder und Ältere, getötet wurden. Das Trauma sitzt bis heute tief bei den Nachfahren aus Dersim. Benjamin Raßbach und Miriam Stanke haben diese vor Ort besucht.

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„Stille Nacht“ im Flüchtlingslager

Bei Pastor Hagop Shahinians Gottesdiensten wird Vielfalt gelebt. Verbunden werden die Flüchtlinge durch das, wonach sie in Deutschland suchen.

Foto: © Sandy Naake für GfbV

Bei Pastor Hagop Shahinians Gottesdiensten wird Vielfalt gelebt. Syrer und Pakistaner, Araber und Kurden, Christen und Muslime treffen sich hier. Doch ungeachtet dieser Unterschiede verbindet sie das, wonach sie in Deutschland suchen.

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Wenn Wände reden könnten: Die armenische Kirche in Diyarbakir

Interview mit dem Aufseher der neu restaurierten armenischen “Surp Giragos” Kirche in Diyarbakir

Foto: Julia Buzaud via Flickr

Am 15. September 2015 wurde ein Anschlag auf die neu restaurierte armenische “Surp Giragos” Kirche in Diyarbakir (Amed), der heimlichen Hauptstadt der Kurden in der Türkei, verübt. Es ist ein Rückschlag in einem langsamen Prozess, der eigentlich Hoffnung auf Versöhnung geben soll. Denn die Kirche war 2012 nach ihrer Restaurierung für Besucher und die armenische Gemeinde vor Ort wieder geöffnet wurden. Bei seinem Besuch in Diyarbakir Anfang des Jahres sprach GfbV-Nahostreferent Kamal Sido mit dem Aufseher Behçet Çiftçi der Kirche über das Gotteshaus, den Völkermord und das Verhältnis zwischen Kurden und Armeniern.

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Genf II: Friedenskonferenz zur Lage Syriens nicht mit allen Repräsentanten der syrischen Bevölkerung.

Heute, am 22. Januar 2014, begann in Montreux, Schweiz die zweite internationale Friedenskonferenz zur Situation in Syrien „Genf II“. Über dreißig Delegationen nehmen an den Gesprächen teil, bevor ab Freitag die Gespräche nach Genf verlegt werden und nur zwischen der syrischen Regierung und Teilen der Oppositionsgruppen mit Hilfe eines UN-Vermittlers weiter geführt werden.

Nachdem die im Juni 2012 abgehaltene erste Genfer Konferenz in ihren Beschlüssen nicht umgesetzt wurde, liegt nun die Hoffnung darin, dass in den nächsten Tagen eine Lösung oder Schritte in Richtung dieser gefunden werden, um die Situation der Bevölkerung zu verbessern. Doch inwiefern sind die teilnehmenden Parteien in der Lage über die Interessen der syrischen Bevölkerung zu entscheiden?

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Vortrag in Hamburg : Christen in Syrien und im Irak

Die Regionalgruppe Hamburg der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) lädt herzlich ein zu der Vortragsveranstaltung

Christen in Syrien und im Irak vor dem Hintergrund des ‚Arabischen Frühlings‘

Termin: Freitag, 26. Oktober 2012, 19.30 Uhr
W3 – Werkstatt für Internationale Kultur und Politik e.V.
Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Referent: Dr. Kamal Sido, GfbV-Nahostreferent

Durch die Zeitläufte hindurch war die Situation von Minderheiten im Nahen Osten von einem stetigen Auf und Ab, von hoher Toleranz ihnen gegenüber oder schwerer Verfolgung geprägt. Heute sehen sich insbesondere die religiösen Minderheiten zum größten Teil einem starken Druck ausgesetzt. Weiterlesen „Vortrag in Hamburg : Christen in Syrien und im Irak“

Vermittlungsversuch Annans neue Chance für Syrien

Der frühere UNO-Generalsekretär Kofi Annan ist zum Syrien-Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga ernannt worden. „Ziemlich bald“ werde er nach Damaskus reisen, um mit dem Regime zu verhandeln. Er will auf ein sofortiges Ende der Gewalt drängen und sich für eine friedliche Lösung stark machen. Ob das Regime zu Verhandlungen bereit ist oder es sogar zu einem Treffen mit Assad kommt, ist noch unklar. In den vergangenen Tagen verstärkte es seine Angriffe auf Homs und andere Städte des Widerstandes. Weiterlesen „Vermittlungsversuch Annans neue Chance für Syrien“