Brasilien: Ein Land befindet sich im religiösen Wandel

Autorin: Özge Özden, Praktikantin im Referat für Indigene Völker

Bild: Steve Martinez via Flickr.

Erneut sorgt Brasiliens Staatspräsident Jair Messias Bolsonaro für Schlagzeilen weltweit: Er ernannte vor kurzem den Anthropologen und evangelikalen Missionar Ricardo Lopes Dias zum neuen Leiter für den Bereich „Unkontaktierte Völker“ in der Indigenen-Behörde Funai. Demzufolge sollen über 100 freiwillig abschieden lebende indigene Völker Brasiliens unter seinem Schutz stehen. Dias arbeitete von 1997 bis 2007 für die „New Tribes Mission“.

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Brasilien: Eine Stimme der Vernunft im politischen Chaos

Ashaninka wollen gemeinsam mit nicht-indigenen Bewohnern ihrer Region eine bessere Zukunft gestalten

Foto: © Eliane Fernandes Ferreira

Im Land des Zuckerhuts brodelt es: Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist suspendiert, ein Minister nach dem anderen tritt zurück und Rio de Janeiro ruft kurz vor Beginn der Olympischen Spiel den Finanznotstand aus. Umso erfreulicher ist da die Ankündigung der Ashaninka im westlichen Brasilien, die ihr umweltpolitisches Engagement mit einem neuen Projekt verstärken wollen.

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Bilanz des Schreckens für die indigenen Völker Brasiliens

Das sonnige Land hat eine Schattenseite: Landkonflikte, Selbstmord und Mord bestimmen den Alltag von Indigenen.

Foto: Wilfried Paulse

Brasilien: Das ist Zuckerhut, Sonnenbaden an der Copacabana und Fussball. Doch der neue Bericht des Indigenenmissionsrats der Brasilianischen Bischofskonferenz CIMI zeichnet ein anderes Bild des südamerikanischen Landes: Landkonflikte, Selbstmord und Mord bestimmen den Alltag von Indigenen.

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Mord und Straflosigkeit: Der gefährliche Alltag der Guaraní-Kaiowá in Brasilien

Brasilien. Das Land des Fußballs und bald auch der Olympischen Spiele. Doch neben dem Sport gibt es in Brasilien eine Schattenseite, die vor allem die indigenen Gemeinschaften ertragen müssen. So auch die Guaraní-Kaiowá, die für ihr Recht auf Land kämpfen und dabei tagtäglich ihr Leben riskieren. Antonio ist einer von ihnen.

Foto: Ninja Midia/Flickr

Brasilien. Das Land des Fußballs und bald auch der Olympischen Spiele. Doch neben dem Sport gibt es in Brasilien eine Schattenseite, die vor allem die indigenen Gemeinschaften ertragen müssen. So auch die Guaraní-Kaiowá, die für ihr Recht auf Land kämpfen und dabei tagtäglich ihr Leben riskieren. Antonio ist einer von ihnen.

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„Unser Traum wird leben“ – Ashaninka-Gemeinde in Peru bekommt Landrecht anerkannt

„Manchmal wird man von Entscheidungen überrascht, an die man schon fast nicht mehr geglaubt hat.“ Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, über die Anerkennung der Landrechte der Ashaninka-Gemeinschaft Soweto in Peru.

Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, über die Anerkennung der Landrechte der Ashaninka-Gemeinschaft in Peru.

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Kolumbustag: Es gibt nichts zu feiern

Vor 522 Jahren „entdeckte“ Kolumbus die Amerikas. Dem Ereignis sind die Feierlichkeiten des 12. Oktobers gewidmet, der in Spanien Nationalfeiertag ist und auch in vielen weiteren Ländern in Lateinamerika zelebriert wird.

Vor 522 Jahren „entdeckte“ Kolumbus die Amerikas. Dem Ereignis sind die Feierlichkeiten des 12. Oktobers gewidmet, der in Spanien Nationalfeiertag ist und auch in vielen weiteren Ländern in Lateinamerika zelebriert wird.

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Count – Down am Xingu IV

Der neue Dokumentarfilm von Martin Keßler – 2014

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Das Belo Monte Staudammprojekt am Rio Xingu in Brasiliens Amazonasstaat Pará gehört wohl zu den umstrittensten Großprojekten mit deutscher Beteiligung in diesem Land. Obwohl mehrere Einsprüche noch nicht entschieden sind wird gebaut, werden Tatsachen geschaffen, die den indigenen und nicht-indigenen Flussanrainern die Existenz rauben. Über deren gescheiterten Widerstand gegen den Baubeginn, über die gebrochenen Versprechungen für Wiedergutmachung an die Umsiedler, deren Land im Stausee verschwinden wird und über die ungeachtet dessen nicht verstummenden Proteste berichtet der Filmemacher Martin Keßler in seiner Langzeit-Dokumentation „Count-Down am Xingu“, deren 4. Teil im Mai 2014 Premiere hat.

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Protest in Berlin gegen Staudammprojekt Belo Monte im Amazonasgebiet Brasiliens

Aufruf zum Weltweiten Aktionstag
Mahnwachen in Berlin

22.August 2011

* am Montag, den 22. August 2011, Mahnwache in Berlin am Pariser Platz von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr

* anschließend Mahnwache vor der Botschaft Brasiliens in Berlin, Wallstraße 57 mit Übergabe einer Protestnote von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr.

Menschenrechtsorganisationen und Umweltgruppen werden in vielen Ländern der Welt am kommenden Montag (22.08.) gegen die Errichtung des Kraftwerks Belo Monte mit einem gigantischen Staudamm im brasilianischen Amazonasgebiet protestieren. In Deutschland organisieren die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Rettet den Regenwald und Survival International eine Mahnwache am Brandenburger Tor in Berlin gegen das zerstörerische Projekt. Weiterlesen „Protest in Berlin gegen Staudammprojekt Belo Monte im Amazonasgebiet Brasiliens“

Isoliert lebende Indigene an der Grenze Brasilien-Peru bedroht

Am Montag, 8. August 2011, meldete die brasilianische Menschenrechtsorganisation CIMI, dass am Wochenende zuvor ein Wachtposten der brasilianischen Indianerbehörde FUNAI, die für den Schutz in freiwilliger Isolation lebender Indianer im Bundesstaat Acre im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Peru verantwortlich ist, von aus Peru kommenden bewaffneten Männern, vermutlich Drogenschmugglern, überfallen worden sei. Weiterlesen „Isoliert lebende Indigene an der Grenze Brasilien-Peru bedroht“