Nach vielen Jahren zurück in Syrien: Ein persönlicher Bericht

Nach vielen Jahren bin ich heimlich zurückgekehrt – nach Afrîn, in meine Heimat in Nordsyrien. Aus Angst vor Verfolgung und Verhaftung konnte ich nur zwei Tage bleiben. In dieser Region, wo ich geboren und aufgewachsen bin, wo mich jeder Baum, jeder Stein, jedes Haus an meine Familie und meine Freunde erinnert, kann ich mich nicht mehr frei bewegen. Ich kann dort nicht alle Menschen treffen, die mir am Herzen liegen, weil ich sie dadurch zusätzlich in Gefahr bringen würde.

Text und Fotos: Kamal Sido, Referent für ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten
Redaktion: Inse Geismar, Stefanie Grolig und Myriam Givens, Kommunikation

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Café Kyiv 2025: Krimtatar*innen im Fokus

Am 11. März lud die Konrad-Adenauer-Stiftung zum Café Kyiv ein – eine der wichtigsten internationalen Plattformen zur Unterstützung der Ukraine. Auch wir waren als Partner*innen vor Ort in Berlin und luden zu einer hochkarätig besetzte Diskussionsrunde zur Situation der Krimtatar*innen ein. Zudem wurde unser Buchprojekt „Die Krimtataren – Geschichte, Kultur, Politik“ vorgestellt.

Text: Gerrit Jan Hofert, Praktikant im Menschenrechtsreferat
Fotos: Sarah Neumeyer, Referentin für Presse und Kommunikation und Stefanie Grolig, Referentin Digitale Kommunikation

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Völkerrechtliche Analyse und persönliche Erzählungen zum Jahrestag der türkischen Besetzung von Afrin

„Ich werde das Dorf meines Vaters nie wieder sehen“ – Dr. Kamal Sido

„Die Zeit arbeitet gegen die Menschen in Afrin“, sagt Dr. Kamal Sido. Seit 2018 ist die Region von der Türkei besetzt, viele Menschen sind seitdem geflohen, die Bevölkerung wird immer älter. Wie geht es den Menschen aus Afrin in Nordsyrien heute? Hat die Türkei mit der Besetzung durch die „Operation Olivenzweig“ das Völkerrecht gebrochen? Und welche Optionen haben Opfer, um Gerechtigkeit zu bekommen? Diese Fragen diskutierten der Jurist Kendal Moussa und Dr. Kamal Sido, Nahost-Experte bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am 18. März bei einem Vortrag in Göttingen.

Text: Dr. Kamal Sido, Referent für Ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten und Sarah Neumeyer, Referentin für Presse und Kommunikation

Foto: Myriam Givens, Mitarbeiterin im Referat Digitale Kommunikation

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80. Jahrestag der Deportation der Tschetschen*innen

Vor 80 Jahren, am 23. Februar 1944 wurde das Volk der Tschetschen*innen und Ingusch*innen kollektiv von der Roten Armee nach Zentralasien, besonders ins heutige Kasachstan deportiert. Mehr als die Hälfte der Deportierten kam während oder in den ersten Jahren nach der Deportation ums Leben. Eine tschetschenische Freundin der GfbV-Referentin Sarah Reinke, die als Migrantin im europäischen Ausland leben muss, hat diesen Text zum Jahrestag der Deportation verfasst.

Autor*in: Anonym
Foto: tjabeljan via Flickr (CC BY 2.0).

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