Paraguay: Aktuelle Dürre verschärft Landraub und Wassermangel bei Indigenen

Offiziell stehen die indigenen Territorien im Norden Paraguays unter Schutz, inoffiziell aber werden sie immer wieder Ziel von illegalen Abholzungen und Landraub durch Großgrundbesitzer*innen. Die
momentane extreme Dürre in der Region und die sich immer weiter ausbreitenden Waldbrände verstärken das Problem zusätzlich. Besonders der Wassermangel bedroht Kleinbäuer*innen und Indigene der Region existenziell.

Von Maren Thiel; Foto: Dürre im Chaco 2009, aufgenommen von der „EU Civil Protection and Humanitarian Aid“ Lizens Attribution-NonCommercial-NoDerivs 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0)

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Bolsonaro nutzt Krieg als Vorwand, um Bergbau auf indigenen Territorien zu genehmigen

Der Dachverband der indigenen Völker Brasiliens (APIB) warnt eindringlich vor Bolsonaros politischem Manöver zur Legalisierung des Bergbaus in indigenen Territorien. Dabei nutzen Bolsonaro und seine Unterstützer*innen das Argument, der Ukraine-Krieg würde den Handel mit Düngemitteln auf Kaliumbasis beeinträchtigen. So versuchen brasilianische Politiker*innen den Gesetzentwurf „PL 191“, auch bekannt als „Zerstörungspaket“, im brasilianischen Abgeordnetenhaus und Senat im Eilverfahren zu verabschieden, um u.a. Kaliumvorkommen in indigenen Territorien zu ermitteln und abzubauen.

Von Eliane Fernandes, Referentin für indigene Völker; Foto: Kika Gouvea/WRI Brasil

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Die lange Suche von Kindern und ihren Müttern

Chiles Diktatur wirkt nach: Tausende heute erwachsene Adoptivkinder suchen ihre Wurzeln im chilenischen Süden. Denn in den 1970er und 1980er Jahren wurden sie gestohlen, als Kleinkinder, oft im Säuglingsalter, gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben. Über Adoptionsagenturen wurden sie an Familien in Europa verkauft. Heute fordern Betroffene Aufklärung und juristische Aufarbeitung.

Von Regina Sonk in Gesprächen mit Alina Rodenkirchen und María Diemar; Foto: © Hijos y Madres del Silencio

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