Brasilianischer Kongress hebt Lulas Veto auf und schwächt die Rechte indigener Völker

Brasilien: Gestern, am 14. Dezember, hob der Kongress das Veto von Präsident Lula gegen den Gesetzesentwurf „Marco Temporal” auf. Dieser gewährt indigenen Völker in Brasilien nur Anspruch auf Demarkierung ihrer Gebiete, wenn sie diese nachweislich am 5. Oktober 1988 – dem Tag der Verfassungsverkündigung – besiedelt hatten. Allerdings haben die wenigsten Völker schriftliche Beweise für den Anspruch auf ihre Territorien.

Von Eliane Fernandes, Foto: Hellen Loures/Cimi, Flickr

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Diskriminierung per Gesetz – die Geschichte des kanadischen Indian Act (2/2)

Im zweiten Teil geht es um die Auswirkungen des Indian Act und welchen Einfluss er bis heute hat. Das Gesetz wurde zwar seit seiner ursprünglichen Entstehung 1867 viele Male verändert (siehe Teil 1 der Blogreihe), aber bestimmt noch heute, wer in Kanada überhaupt offiziell als indigen gilt und wie die Selbstverwaltung der Reservate organisiert wird. Von vielen indigenen Vertreter*innen wird der Indian Act daher als koloniales Überbleibsel und staatliche Bevormundung kategorisch abgelehnt.

Von Theresa Luedtke und Maren Thiel, Recherche Dana Dramsch; Foto: Lorie Shaull | Flickr

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Demarcaçao já! Demarkierung jetzt!

Die Guarani Kaiowá sind eines der größten indigenen Völker Brasiliens mit etwa 40.000 Menschen. Sie leben im Südosten des Landes im Bundesstaat Mato Grosso do Sul. Ihre Situation ist extrem prekär. Aus diesem Grund können sie ihre Kultur nicht ausleben, ihre politischen Rechte werden systematisch verletzt und ihre Unversehrtheit wird nicht gewährleistet. Allein 2020 wurden 34 Mitglieder ermordet. Die Situation hat sich 2022 noch weiter zugespitzt und den letzten Monaten mit mehreren Mordopfern einen neuen Höhepunkt erreicht.

Von Charlotte Kleine, Eliane Fernandes; Foto: Romerito Pontes | Flickr

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