Indigene Kandidat*innen bei der US-Wahl 2020 (Teil 2)

Autorin: Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker

Bild: https://indiancountrytoday.com/news/native-candidates-light-up-state-local-ballots-9vXRbpqwokaIHTxpl4RFmQ

Kandidat*innen der Native Americans haben bei den Wahlen am 3. November Geschichte geschrieben. Erfolgreich konnten sie eine Vielzahl von Mandaten auf Bundesebene, in den Staatenparlamenten und auf lokaler Ebene erringen. Allein 13 Kandiat*innen aus acht Staaten bewarben sich, teils gegeneinander, um elf Sitze im Repräsentantenhaus. Sechs von ihnen setzten sich durch. Nie zuvor hatte diese Kammer des Kongresses so viele indigene Abgeordnete.

Wiedergewählt wurden Deb Haaland, Laguna und Jemez Pueblo, und Sharice Davis, Ho-Chunk. Sie waren 2018 als erste indigene Frauen in das Repräsentantenhaus eingezogen. Im Amt bestätigt wurden ebenso Tom Cole, Chickasaw und Markwayne Mullin, Cherokee.

Christina Haswood, Navajo, beat out two other Democrats and faces no Republican candidate to represent District 10 in Kansas' House of Representatives. (Photo courtesy of Haswood campaign)
Bild: Christina Haswood, Navajo (Photo courtesy of Haswood campaign)

Bei den Parlamenten der Bundesstaaten kandidierten weitere 50 Native Americans für ein Repräsentantenhaus, 23 für einen Senatsposten. Und auch auf lokaler Ebene gab es noch neun indigene Bewerbungen für Posten wie z.B. Friedensrichter. Als jüngste Abgeordnete konnte sich z.B. die Diné Christina Haswood (26) gleich bei ihrer ersten Kandidatur im Repräsentantenhaus von Kansas durchsetzen. Gleich zum sechsten Mal konnte Ponka-We Victors, Tohono O’dham und Ponca, einen Platz in diesem Gremium erringen. So gut wie sicher hatte ihren Sitz bei Erscheinen dieser Bilanz der Zeitung Indian Copuntry Today am 5.11.2020, auch Stephanie Byers, Chickasaw. Sie wäre die erste indigene Transgender im Repräsentantenhaus von Kansas.

Auch bei wählbaren Gerichtsposten waren Indigene erfolgreich. Raquel Montoya-Lewis, Isleta Pueblo, hat beste Chancen, ihren Posten am Obersten Gericht von Washington State zu behalten, auf den sie durch den Gouverneur des Bundesstaates berufen worden war, um einen Richter zu ersetzen, der in den Ruhestand gegangen war. Noch nicht endgültig bestätigt ist der Sitz für Katherine Mary Nepton, Pekuakamiulnuatsh First Nation, im Obersten Gericht des Staates Michigan. Sie ist die erste Indigene in diesem Staat, die für einen solchen Posten nominiert wurde.

ICT listet Bundesstaat für Bundesstaat alle indigenen Kandiddat*innen mit ihren Ergebnissen soweit am 5.11.2020 schon bekannt und den Parteien auf, für die sie ins Rennen gingen. Auffällig dabei die Resultate für den auch zwischen Biden und Trump umkämpften Bundesstaat Arizona. Hier werden künftig sieben Indigene im Repräsentantenhaus und drei im Senat vertreten sein. Im Nachbarstaat New Mexiko werden künftig fünf indigene Abgeordnete im Repräsentantenhaus und ebenfalls drei im Senat vertreten sein. Indigene kandidierten dabei auf allen Ebenen für Demokraten und Republikaner.

Alle Ergebnisse sind nachzulesen bei:

https://indiancountrytoday.com/news/native-candidates-light-up-state-local-ballots-9vXRbpqwokaIHTxpl4RFmQ

Autor: GfbV Online

Hinter GfbV Online versteckt sich das Onlineteam der international tätigen Menschenrechtsorganisation "Gesellschaft für bedrohte Völker e.V".

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