Autonome Region Kurdistan: Ein sicherer Hafen für Minderheiten?

Unser Autor war im Nordirak unterwegs, um mit den Menschen zu sprechen, deren Leben geprägt sind von Flucht und Leid.

Ein yezidischer Junge trägt in einer provisorischen Unterkunft seine kleine Schwester auf dem Arm. Foto: Jan Gehm

Oft hören wir in den Nachrichten von den Gräueltaten der Terrormiliz IS. Mittlerweile kommen auch immer wieder Berichte über den Krieg gegen den IS dazu. Doch was ist mit den Opfern des „Islamischen Staates“? Und was passiert, wenn die Städte und Dörfer wieder befreit wurden? Jan Gehm war mit weiteren Interessierten und Helfenden im Mai im Nordirak unterwegs, um sich ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen zu sprechen, deren Leben seit den Eroberungen des IS geprägt sind von Flucht und Leid.

Weiterlesen „Autonome Region Kurdistan: Ein sicherer Hafen für Minderheiten?“

Wie wird es weitergehen in Syrien?

Die von den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist gescheitert.

Foto: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tagt zur Lage in Syrien. © UN Photo/JC McIlwaine

In der nordsyrischen Stadt Aleppo wird wieder gekämpft. Die von den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist gescheitert. Das syrische System hat unterdessen angekündigt, durch eine Offensive auf Aleppo an, um die Stadt zurückzuerobern. Wie soll es jetzt weitergehen? GfbV-Nahostreferent Kamal Sido kommentiert.

Weiterlesen „Wie wird es weitergehen in Syrien?“

„Viele Kurden haben an diesem Tag gezittert“

Zur Situation in Nordsyrien nach dem Einmarsch der Türkei

Foto: Kurdishstruggle via Flickr [Symbolbild]

Mit dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien Ende August ist die Lage in dem seit fünf Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg noch komplizierter geworden. Was im ersten Moment wie der „Kampf gegen den Terror“ klingt, hat in der Realität ernsthafte Konsequenzen für die Minderheiten und das kurdische Projekt einer Autonomen Region in Nordsyrien. Welche das sind und was das für die Zukunft bedeuten könnte, darüber diskutierte der GfbV-Nahostreferent mit einem interessierten Publikum in Göttingen.

Weiterlesen „„Viele Kurden haben an diesem Tag gezittert““

Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere“

Eine ehemalige Gefangene der Terrororganisation „Islamischer Staat“ berichtet über die Gräueltaten, die ihr wiederfahren sind

Nadia Murad Basee Taha während der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu Menschenhandel in Konflikgebieten. Foto: UN Photo/Rick Bajornas

Sie ist der Hölle entkommen: Nadia Murad Basee Taha ist eine von tausenden yezidischen Frauen, die der „Islamische Staat“ (IS) verschleppte, als er die Dörfer von Yeziden, Christen und anderen Nicht-Muslimen im August 2014 überrannte. Insgesamt wurden inoffiziellen Berichten zufolge 5.000 Yezidinnen im Alter zwischen 13 und 56 Jahren entführt. Das Schicksal, das sie erwartete, ist kaum zu beschreiben: Sie wurden geschlagen, getreten und brutal vergewaltigt. Immer wieder. Drei Monate erlitt auch Nadia Murad als Sexsklavin die IS-Gefangenschaft.

Weiterlesen „Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere““

Frauen im Krieg – Krieg gegen Frauen

Erschreckende Bilanz nach 15 Jahre UN-Resolution 1325 zum Schutz von Frauen im Krieg.

Foto: Endre Vestvik via Flickr (zugeschnitten)

Am 31. Oktober 2000 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325. Sie fordert Akteure auf, die Rechte von Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten zu gewährleisten. Es war das erste Mal, dass im Rahmen der Vereinten Nationen Forderungen laut wurden, Frauen und Mädchen vor Vergewaltigung, Zwangsprostitution und anderen Formen sexualisierter Gewalt zu schützen. Auch sollen gemäß der Resolution mehr Frauen an Friedensverhandlungen beteiligt werden. Die Bilanz nach 15 Jahren sieht jedoch erschreckend aus.

Weiterlesen „Frauen im Krieg – Krieg gegen Frauen“

Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Die Verfolgung assyrischer Christen in Syrien

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling ist in einen Bürgerkrieg eskaliert. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

Foto: Ankawa.com

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling weitete sich zu einem Bürgerkrieg aus. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

Weiterlesen „Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Die Verfolgung assyrischer Christen in Syrien“

Yezidin Nehad Isa zu Gast bei der GfbV

von Laura Kraut

SAM_2590b
(V. r. n. l.) Unser Generalsekretär Tilman Zülch, die Yezidin Nehad Isa und unser Nahostreferent Kamal Sido beim Pressegespräch (Bild: Michaela Böttcher / GfbV)

„Frauen werden für drei Euro an Islamisten verkauft“. Nehad Isa, eine Yezidin aus Göttigen, war am 14.08. bei uns zu Gast und berichtete im Rahmen eines Pressegesprächs über das Schicksal ihrer Familie während der Katastrophe in Sinjar.

Extremisten der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) haben in den vergangenen Tagen das letzte Kerngebiet der Yeziden, die Region Sinjar im Nordwesten des Irak, überrannt und unter ihre Kontrolle gebracht.

Weiterlesen „Yezidin Nehad Isa zu Gast bei der GfbV“