Autonome Region Kurdistan: Ein sicherer Hafen für Minderheiten?

Unser Autor war im Nordirak unterwegs, um mit den Menschen zu sprechen, deren Leben geprägt sind von Flucht und Leid.

Ein yezidischer Junge trägt in einer provisorischen Unterkunft seine kleine Schwester auf dem Arm. Foto: Jan Gehm

Oft hören wir in den Nachrichten von den Gräueltaten der Terrormiliz IS. Mittlerweile kommen auch immer wieder Berichte über den Krieg gegen den IS dazu. Doch was ist mit den Opfern des „Islamischen Staates“? Und was passiert, wenn die Städte und Dörfer wieder befreit wurden? Jan Gehm war mit weiteren Interessierten und Helfenden im Mai im Nordirak unterwegs, um sich ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen zu sprechen, deren Leben seit den Eroberungen des IS geprägt sind von Flucht und Leid.

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Wir müssen über Syrien reden!

Es reicht! Eine militärische Lösung in Syrien wird es nicht geben!

Foto: pixabay.com [Symbolbild]

Diese Woche löste ein mutmaßlicher Giftgasangriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun eine Welle des Schocks und der Empörung aus. Über 80 Menschen sollen bei diesem abscheulichen Angriff getötet worden sein, es gibt viele Verletzte, unter ihnen sind viele Kinder.

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Die syrischen Dom: Eine unbekannte Volksgruppe auf der Flucht

Hier weitgehend unbekannt, sind die syrischen Dom als Flüchtlinge in der Türkei von doppelter Diskriminierung betroffen.

Foto: idildemir via iStock [Symbolbild]

Fast täglich hören wir von syrischen Flüchtlingen. Sei es in Berichten über ihre Ankunft in Deutschland, in Nachrichten über Fluchtursachen und –wege oder im Zusammenhang mit dem sogenannten Flüchtlingsdeal mit der Türkei. Was dabei nicht beachtet wird ist, dass syrische Flüchtlinge keine homogene Gruppe darstellen. Unter ihnen sind viele Angehörige von Minderheiten: Christen, Yeziden, Assyrer/Aramäer/Chaldäer, Kurden. Und auch Dom.

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Von Wölfen umzingelt – Interview mit Salih Gado, einem syrisch-kurdischen Politiker

mehriran.de sprach mit dem syrisch-kurdischen Politiker Salih Gado aus der nord-syrischen Stadt Qamishli, der für ein föderales Syrien eintritt.

Straßenszene in Rojava. Foto: © Kamal Sido

Salih Gado[1], Mitglied der syrisch-kurdischen Allianz aus Qamishli, kommt regelmäßig seit 30 Jahren nach Europa, um von der Situation der Kurden in Nordsyrien, der Kornkammer Syriens, zu berichten und um Unterstützung bei der Umsetzung eines föderalen Systems, in dem alle Volksgruppen gleichberechtigt leben können, zu werben. Salih Gado hat ganz Syrien zu Fuß kennen gelernt und eine Zeit lang in Damaskus gelebt. Helmut Gabel von mehriran.de interviewte ihn mit sprachlicher Unterstützung des Nahostreferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido.

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Die kleinen Völker Syriens: Tscherkessen und Turkmenen

Auch die kleinen Völker könnten zwischen die Fronten der Konfliktparteien im Syrienkrieg geraten.

Foto: nathan.groth via Flickr

In Syrien leben einige kleinere Völker, von denen in den vergangenen Wochen und Monaten kaum jemand sprach. Auch sie könnten zwischen die Fronten der Konfliktparteien geraten. So auch die Tscherkessen und Turkmenen.

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Wie wird es weitergehen in Syrien?

Die von den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist gescheitert.

Foto: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen tagt zur Lage in Syrien. © UN Photo/JC McIlwaine

In der nordsyrischen Stadt Aleppo wird wieder gekämpft. Die von den Vereinigten Staaten und Russland ausgehandelte Waffenruhe ist gescheitert. Das syrische System hat unterdessen angekündigt, durch eine Offensive auf Aleppo an, um die Stadt zurückzuerobern. Wie soll es jetzt weitergehen? GfbV-Nahostreferent Kamal Sido kommentiert.

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„Die Vorräte sind aufgebraucht“

Interview: Nahost-Experte Kamal Sido wirft türkischem Präsidenten Instrumentalisierung der Flüchtlinge vor

Ein syrischer Junge kniet vor dem Zaun, der das Flüchtlingslager Atmeh im Nordwesten Syriens und die Türkei trennt. Foto: Joel Carillet/istock

Trotz Kälte und heranrückender syrischer Armee lässt die Türkei Zehntausende syrische Bürgerkriegsflüchtlinge aus Aleppo nicht ins Land. Die Menschen sind verzweifelt. Benedikt Dittrich von der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) sprach mit GfbV-Nahostreferent Kamal Sido.

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Wer für Syrien ist, muss gegen Putin sein

Aleppo scheint das gleiche Schicksal wie das tschetschenische Grosny zu ereilen.

Syrische Flüchtlinge, die in Istanbul leben, demonstrieren vor der Botschaft Syriens für Frieden und gegen das Assad-Regime. Foto: sadikgulec/istock

Seit Tagen fliegt die russische Luftwaffe Angriffe auf Aleppo. Die Bundeskanzlerin zeigte sich am Montag entsetzt über das neue Ausmaß an Leid in Syrien. GfbV-Referentin für die GUS sieht dabei erschreckende Parallelen zu Tschetschenien, in dem Aleppo ein neues Grosny werden könnte.

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Frauen im Krieg – Krieg gegen Frauen

Erschreckende Bilanz nach 15 Jahre UN-Resolution 1325 zum Schutz von Frauen im Krieg.

Foto: Endre Vestvik via Flickr (zugeschnitten)

Am 31. Oktober 2000 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1325. Sie fordert Akteure auf, die Rechte von Frauen in Kriegs- und Konfliktgebieten zu gewährleisten. Es war das erste Mal, dass im Rahmen der Vereinten Nationen Forderungen laut wurden, Frauen und Mädchen vor Vergewaltigung, Zwangsprostitution und anderen Formen sexualisierter Gewalt zu schützen. Auch sollen gemäß der Resolution mehr Frauen an Friedensverhandlungen beteiligt werden. Die Bilanz nach 15 Jahren sieht jedoch erschreckend aus.

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