Kolumbien: Grüne Energiewende auf Kosten der Wayúu

Ihre Vorfahren hätten immer gesagt: Die Wayúu seien nichts ohne ihr Land. Ohne ihr Land würde es niemals Frieden für sie geben, das erzählt mir Juana Rita Velázquez, oder „Tita“, als wir gemeinsam am Frühstückstisch ihrer Rancheria in La Guajira sitzen, einer von Sonne und Wind gezeichneten Halbwüste im Norden Kolumbiens.

Text und Fotos: Jan Königshausen, Referent für Indigene Völker und Natalia Otalora
Redaktion: Stefanie Grolig und Myriam Givens, Digitale Kommunikation

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Brasilianischer Kongress hebt Lulas Veto auf und schwächt die Rechte indigener Völker

Brasilien: Gestern, am 14. Dezember, hob der Kongress das Veto von Präsident Lula gegen den Gesetzesentwurf „Marco Temporal” auf. Dieser gewährt indigenen Völker in Brasilien nur Anspruch auf Demarkierung ihrer Gebiete, wenn sie diese nachweislich am 5. Oktober 1988 – dem Tag der Verfassungsverkündigung – besiedelt hatten. Allerdings haben die wenigsten Völker schriftliche Beweise für den Anspruch auf ihre Territorien.

Von Eliane Fernandes, Foto: Hellen Loures/Cimi, Flickr

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Den Graden auf der Spur

In diesem Herbst werden Feldarbeiten in Peru durchgeführt, bei denen die GPS-Koordinaten zweier indigener Gebiete erfasst werden: Die Asháninka-Gemeinschaften Dulce Gloria und Sawawo sind beteiligt. Unsere Referentin Eliane Fernandes war bis Ende Oktober vor Ort, um die Arbeiten zu begleiten. Eine Bildergalerie

Text: Eliane Fernandes, Fotos: Upper Amazon Conservancy

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Fall Saweto, Peru: Gericht hebt Urteile gegen Holzfäller auf, die der Ermordung von vier Asháninka beschuldigt werden

Schlechte Nachrichten aus Peru, die uns im Mark erschüttern, erreichten uns heute. Eine Berufungskammer des Gerichtshofs der Region Ucayali erklärte das erstinstanzliche Urteil an den Mördern im Fall Saweto für nichtig. Damit ist das Urteil von 28 Jahren, 3 Monaten Haft für die Holzfäller Hugo Soria Flores und José Estrada Huayta als Drahtzieher der Ermordung von vier Asháninka-Anführern im Jahr 2014 ungültig.

Text: Eliane Fernandes; Foto: Mordopfer Edwin Chota, (c) Eliane Fernandes

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Der Nationalpark Yasuní- Ein Paradies in Bedrohung

Am 20. August 2023 soll in Ecuador im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl erneut in einem Referendum und einer Volksbefragung darüber abgestimmt werden, Bergbauaktivitäten und die Gewinnung von Öl in mehreren Regionen des Landes freizugeben. Hiervon wären einige besondere Ökosysteme betroffen, beispielsweise der Choco Andino, der letzte Wald rund um die Hauptstadt Quito. Vor allem soll das Yasuní-ITT-Feld (Ishpingo, Tambococha, Tiputini) freigegeben werden, da hierunter 20% des Öls des Landes liegen. Die Ölgewinnung in diesem und anderen Gebieten stellt eine große Bedrohung für die Natur und die dort lebenden indigenen Gemeinschaften dar.

von Maya Erb; Foto: MattHewitt | CC BY 2.0

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