Geflüchtete im Sudan: Von der Welt vergessen

Im Sudan findet gerade die größte Vertreibungskrise der Welt statt. Schon vor dem aktuellen Konflikt lebten viele Menschen als Binnenvertriebene oder Geflüchtete. 28 Prozent der Menschen, die vor April 2023 bereits vertrieben waren, mussten erneut fliehen [1]. Sie kommen in Unterkünften innerhalb und außerhalb des Sudans unter. Über die Erlebnisse von Geflüchteten, vor allem Frauen und Mädchen, haben wir mit einer der Gründerinnen der Bana Group, einer sudanesischen Hilfsorganisation gesprochen.

Text: Paula Fischer, Praktikantin im Menschenrechtsreferat
Symbolfoto: Darfur 2015, Hamid Abdulsalam/Unamid

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„Keine Entscheidungen über uns – ohne uns“

Reisebericht Namibia

„Es ist Zeit, dass wir Nama für unsere Rechte einstehen!“ Der ältere Herr, der seinen Redebeitrag soeben mit dieser Forderung abgeschlossen hat, klappt seinen Konferenzstuhl wieder nach unten und setzt sich hin. Die anwesenden Nama-Vertreter*innen reagieren mit Applaus oder zustimmenden Rufen. Es ist Tag zwei des Workshops „Indigenous Reflections on Green Hydrogen Production in Southern Namibia“ (deutsch: Indigene Reflektionen über die Produktion von grünem Wasserstoff im südlichen Namibia) und wir sind mitten in den Diskussionen über das, was wir bisher gehört haben.

Text: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

Fotos: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

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Heute vor 120 Jahren: Herero stehen gegen deutschen Kolonialismus auf – noch immer keine Wiedergutmachung für deutsche Gräueltaten

Am 12.01.1904 widersetzten sich die Herero gegen die deutsche koloniale Unterdrückung im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Deutsche Truppen schlugen den Aufstand unter Führung von Lothar von Trotha brutal nieder. Die Herero, darunter Frauen und Kinder, trieben sie in die Omaheke-Wüste und blockierten Wasserstellen. Bis 1908 setzte sich die Vernichtungspolitik gegen die Gemeinschaften der Herero, Nama und Damara in Konzentrationslagern fort. Das deutsche Kaiserreich konterte ihren Widerstand mit dem Völkermord. Deutschland erkennt die Gräueltaten der Vergangenheit nur teilweise an.

Text: Christoph Hahn, Referent Genozid-Prävention und Schutzverantwortung;

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Maasai in Tansania: BMZ stoppt Gelder für umstrittene Projektmaßnahme im Serengeti-Ökosystem

Seit mehreren Jahren übt die tansanische Regierung Druck auf Maasai-Gemeinschaften im Norden Tansanias aus, die ihre angestammten Gebiete zugunsten des Naturschutzes räumen sollen. Im Juni 2022 wurden in dem Gebiet Loliondo Proteste der Maasai gegen eine Grenzpfostensetzung gewaltsam aufgelöst, seitdem wird der Fall auch vor Gericht verhandelt. Projektpartner der deutschen Entwicklungsarbeit waren an einem Flächennutzungsplan organisatorisch beteiligt, der die Annexion des umstrittenen Gebietes legitimiert hätte. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat nun bekannt gegeben, dass es die Beteiligung an diesen Plänen im Ngorongoro-Distrikt eingestellt hat.

Von Christoph Hahn, Foto: Cultura Allies

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Frieden für den Sudan! 𝐒𝐮𝐝𝐚𝐧 𝐏𝐥𝐚𝐭𝐟𝐨𝐫𝐦 𝐟𝐨𝐫 𝐂𝐢𝐯𝐢𝐥 𝐀𝐝𝐯𝐨𝐜𝐚𝐜𝐲 (𝐒𝐏𝐂𝐀) gegründet und Resolution verabschiedet.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker unterstützte Anfang Dezember einen Workshop von Sudanesinnen und Sudanesen, der von der Bana Group for Peace and Development sowie der Kurve Wustrow organisiert wurde. Teilnehmende kamen aus unterschiedlichen Staaten der EU und aus Großbritannien. Im Ergebnis gründeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die „Sudan Platform for Civil Advocacy“ und verabschiedeten eine Resolution, die ihre Inhalte und Ziele definiert.

Von Sarah Reinke und Mai Shatta; Foto: Sudan Platform for Civil Advocacy

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