„Wir sind im Krieg gegen einen sehr mächtigen Feind“

In einem Interview im Fernsehen vom 8. Oktober bezeichnete Sebastián Piñera, amtierender Präsident Chiles, sein Land „als wahre Oase mit einer stabilen Demokratie inmitten eines erschütterten Lateinamerikas“.[1] Nicht einmal zwei Wochen später spricht er von einem „Krieg gegen einen sehr mächtigen Feind“ angesichts der seit letzter Woche Montag andauernden Proteste. Was ist passiert in dieser südamerikanischen „Oase“ und was steckt hinter den Protesten? Ein Bericht über ein Land im Umbruch.

Von Fabian Brüning, lebt derzeit in Chile; Foto: Um ihre Unzufriedenheit auszudrücken, werden bei den Cacerolazos als Protestform lautstark auf Haushaltsgegenstände geklopft. RL GNZLZ (CC-BY-SA 2.0)

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Protect Defenders of Earth – Sergios Rojas Mord muss aufgeklärt werden

Am 18. März wurde Sergio Rojas in seiner Wohnung in seiner Gemeinde der Bribri Indigenen erschossen. Genau an dem Tag, an dem er Klage gegen die illegale Aneignung von indigenen Gebieten und die Zunahme der Drohung gegen die Bribri eingereicht hatte. (0) Wie kam es zu seiner Ermordung? Und wie geht es jetzt weiter?

von Regina Sonk und Theresa Meyer; Foto: Communicacion Sin Parades via Flickr (CC0 1.0)

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Jair Bolsonaro kündigt den nationalen Konsens für den Schutz von Umwelt und Minderheitenrechten auf

Seit dem 01. Januar ist Jair Bolsonaro Präsident Brasiliens und schon jetzt, gut fünf Monate danach, ist eines klar erkennbar: der Präsident kündigt in Sachen Schutz von Umwelt und Klima, Menschenrechten und indigenen Völkern einen in Jahrzehnten gewachsenen nationalen Konsens bedenkenlos auf. Vor Tabubruch scheut er nicht zurück. Das gilt auch auf internationaler Ebene. Die Mitgliedschaft Brasiliens beim Klimaabkommen von Paris stellt er infrage. Den Welt-Klimagipfel der UN 2019 lud er aus. Er findet im kommenden Dezember in Santiago de Chile statt.

von Yvonne Bangert; Foto: GfbV-Archiv

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Chile: Wenn die „Sprache der Erde“ verschwindet

Täglich benutzen wir sie, ohne uns dessen meist bewusst zu sein: unsere Muttersprache. Wir streiten und vertragen uns mit ihrer Hilfe, wir machen Witze und teilen uns unserer Umgebung mit. Doch nicht jeder Mensch auf der Welt hat das Glück, seine Muttersprache so selbstverständlich zu benutzen. So auch die indigenen Mapuche in Chile und Argentinien, die um den Erhalt ihrer Sprache kämpfen.

von Andrea Pagani Ábalos; Foto: emesilva via iStock

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Friedensvertrag in Kolumbien: Neuanfang für indigene Gemeinschaften?

6,4 Millionen Kolumbianer haben Anfang Oktober 2016 gegen den Friedensvertrag zwischen der Regierung und der Farc gestimmt. 6,3 Millionen dafür. Das Land verfiel in eine Schockstarre. Wie sollte es jetzt weitergehen? Besonders indigene Gemeinschaften hatten sich den Frieden gewünscht, da der Konflikt vor allem in ihren Gebieten ausgetragen wurde. Noch bleibt ihnen ein letztes bisschen Hoffnung.

von Giulietta Corti; Foto: pixabay.com

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