Rede von Menschenrechtler Oleg Orlov

Oleg Orlov, Mitgründer der russischen Menschenrechtsorganisation Memorial, Träger des Friedensnobelpreises 2022 und des Viktor Gollancz Preises der GfbV 2009 ist im Zuge des Gefangenenaustausches zwischen Russland, den USA und Deutschland am 2. August 2024 aus der Haft freigekommen und befindet sich jetzt in Deutschland. Er hat sich vorgenommen, von Deutschland gegen Russlands Krieg in der Ukraine sowie die Einhaltung von Menschenrechten in Russland zu kämpfen.

Am 26. Oktober 2024 war er bei unserer diesjährigen Jahreshauptversammlung zu Gast und hat sich im Rahmen seines Besuchs ins Goldene Buch der Stadt Göttingen eingetragen. Außerdem hielt er eine bedeutsame Rede, die hier in voller Länge gelesen werden kann.

Aus dem Russischen übersetzt von Sarah Reinke, Geschäftsleitung der Menschenrechtsreferate
Foto: Johanna Fischotter, Redakteurin der Zeitschrift Für Vielfalt

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Wenn tibetische Dörfer zugunsten einer Staudamm-Flutung umgesiedelt werden, ist oft unklar, ob ihre Bewohner im Gegenzug ein Gebiet erhalten, auf dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Foto: Tenace10/Wikipedia CC BY-SA 4.0

„Wer auch nur ein Foto vom Inneren Tibets rausschickt, riskiert Freiheit und Leben“

Besuch des Präsidenten der tibetischen Exilregierung in Berlin

Zurzeit weilt Sikyong Penpa Tsering, Vorsitzender der tibetischen Exilregierung [1], in Europa. Er wurde 2021 von den Tibeter*innen im Exil demokratisch zu ihrem Präsidenten gewählt. Im Rahmen seines Besuchs empfingen er und sein Team in Berlin Vertreter*innen unserer Organisation. Während des Treffens berichtete Sikyong Penpa Tsering über die tibetischen Proteste im Bezirk Derge im Februar sowie darüber, welche Auswirkungen diese auf die Meinungsfreiheit haben könnten.

Text: Salome Müller, Mitarbeiterin bei der Zeitschrift „Für Vielfalt“

Foto: Wenn tibetische Dörfer zugunsten einer Staudamm-Flutung umgesiedelt werden, ist oft unklar, ob ihre Bewohner im Gegenzug ein Gebiet erhalten, auf dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Tenace10/Wikipedia CC BY-SA 4.0

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„Keine Entscheidungen über uns – ohne uns“

Reisebericht Namibia

„Es ist Zeit, dass wir Nama für unsere Rechte einstehen!“ Der ältere Herr, der seinen Redebeitrag soeben mit dieser Forderung abgeschlossen hat, klappt seinen Konferenzstuhl wieder nach unten und setzt sich hin. Die anwesenden Nama-Vertreter*innen reagieren mit Applaus oder zustimmenden Rufen. Es ist Tag zwei des Workshops „Indigenous Reflections on Green Hydrogen Production in Southern Namibia“ (deutsch: Indigene Reflektionen über die Produktion von grünem Wasserstoff im südlichen Namibia) und wir sind mitten in den Diskussionen über das, was wir bisher gehört haben.

Text: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

Fotos: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

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Völkerrechtliche Analyse und persönliche Erzählungen zum Jahrestag der türkischen Besetzung von Afrin

„Ich werde das Dorf meines Vaters nie wieder sehen“ – Dr. Kamal Sido

„Die Zeit arbeitet gegen die Menschen in Afrin“, sagt Dr. Kamal Sido. Seit 2018 ist die Region von der Türkei besetzt, viele Menschen sind seitdem geflohen, die Bevölkerung wird immer älter. Wie geht es den Menschen aus Afrin in Nordsyrien heute? Hat die Türkei mit der Besetzung durch die „Operation Olivenzweig“ das Völkerrecht gebrochen? Und welche Optionen haben Opfer, um Gerechtigkeit zu bekommen? Diese Fragen diskutierten der Jurist Kendal Moussa und Dr. Kamal Sido, Nahost-Experte bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am 18. März bei einem Vortrag in Göttingen.

Text: Dr. Kamal Sido, Referent für Ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten und Sarah Neumeyer, Referentin für Presse und Kommunikation

Foto: Myriam Givens, Mitarbeiterin im Referat Digitale Kommunikation

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