„Hau ab, es ist genug! Wir werden die Türkei schon irgendwie unterstützen!“

Eine literarische Darstellung des Gespräches zwischen Trump und Erdogan in Paris von einem Kurden aus Afrin.

Foto: The White House via Flickr

Donald Trumps und Recep Tayyip Erdogan trafen am Rande der Zeremonie zum Ende des Ersten Weltkrieges in Paris am 11. November 2018 aufeinander. Shekho Bello, ein Kurde aus Afrin, inspirierte dieses Treffen zu einem literarischen Ausflug. Er stellte sich vor, wie das Gespräch zwischen den beiden Präsidenten verlief.

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Doğan Akhanlı: „Ich habe nicht geschwiegen und das hat den türkischen Staat geärgert“

Der Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Doğan Akhanlı im Gespräch

Foto: Manfred Wegener (zugeschnitten)

Am Samstagmorgen wurde der deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli, der sich für die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern einsetzt, im spanischen Granada festgenommen. Die Türkei hat ihn mit einem Haftbefehl über Interpol suchen lassen. Es ist nicht die erste Festnahme des Schriftstellers. 1985 saß er bereits zwei Jahre im Gefängnis. 1991 floh er nach Deutschland ins Exil, nahm die deutsche Staatsbürgerschaft an. Dann wurde er 2010 bei der Einreise in die Türkei wieder verhaftet. Ein Urteil steht bis heute aus. Doch er lässt sich nicht einschüchtern. Michaela Böttcher interviewte ihn für die Ausgabe !100 Jahre Völkermord – 100 Jahre Leugnen“ (6/2014) der GfbV-Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“. Aus aktuellem Anlass stellen wir den Artikel jetzt kostenlos auf unserem Blog zur Verfügung.

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Wir müssen über Syrien reden!

Es reicht! Eine militärische Lösung in Syrien wird es nicht geben!

Foto: pixabay.com [Symbolbild]

Diese Woche löste ein mutmaßlicher Giftgasangriff auf die syrische Stadt Chan Scheichun eine Welle des Schocks und der Empörung aus. Über 80 Menschen sollen bei diesem abscheulichen Angriff getötet worden sein, es gibt viele Verletzte, unter ihnen sind viele Kinder.

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Verhaftete Bürgermeister in der Türkei: „Wir sollten ihnen Halt und Kraft geben“

Ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover ruft zur Solidarität mit inhaftierten Volksvertretern auf

Foto: pixabay.com (bearbeitet)

Anfang November wurden Selahattin Demirtas, Chef der prokurdischen Oppositionspartei HDP und einer der populärsten Politiker der Türkei, und viele andere seiner Parteikolleginnen und Kollegen, die durch demokratische Wahlen ins türkische Parlament gewählt worden sind, verhaftet. Es war ein weiterer Schlag Erdogans gegen demokratisch gewählte kurdische Repräsentanten. Der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Hannover will das nicht einfach so hinnehmen.

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Türkei: Heilige Orte fördern Zusammenhalt in Dersim

In Dersim, einer gebirgigen Landschaft im nördlichen Türkisch-Kurdistan, werden alte religiöse Traditionen noch immer gepflegt.

In Dersim gibt es viele Orte, die den alevitischen Kurden heilig sind. Foto: Miriam Stanke

An einem Tag wie heute im Jahre 1937 ließen die Machthaber der Türkei den Anführer der alevitischen Kurden in Dersim hinrichten. Es war der Beginn eines Massakers, bei dem über 70.000 Menschen, darunter Frauen, Kinder und Ältere, getötet wurden. Das Trauma sitzt bis heute tief bei den Nachfahren aus Dersim. Benjamin Raßbach und Miriam Stanke haben diese vor Ort besucht.

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„Viele Kurden haben an diesem Tag gezittert“

Zur Situation in Nordsyrien nach dem Einmarsch der Türkei

Foto: Kurdishstruggle via Flickr [Symbolbild]

Mit dem Einmarsch der Türkei in Nordsyrien Ende August ist die Lage in dem seit fünf Jahren andauernden syrischen Bürgerkrieg noch komplizierter geworden. Was im ersten Moment wie der „Kampf gegen den Terror“ klingt, hat in der Realität ernsthafte Konsequenzen für die Minderheiten und das kurdische Projekt einer Autonomen Region in Nordsyrien. Welche das sind und was das für die Zukunft bedeuten könnte, darüber diskutierte der GfbV-Nahostreferent mit einem interessierten Publikum in Göttingen.

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Es reicht!

Ein junger Deutschkurde aus Bremen klagt über die Hetze türkischer Nationalisten im schulischen Alltag

Der Kurdenkonflikt beschränkt sich seit einiger Zeit nicht mehr nur ausschließlich auf die Türkei. Mittlerweile müssen Kurden und Angehörige von anderen Minderheiten sich auch in Deutschland Parolen von türkischen Nationalisten gefallen lassen. Dem jungen Deutschkurden Hakki Bayrak aus Bremen reicht es.

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„Liebste Heimat, sie nehmen dich mir weg“

Brief einer jungen Alevitin an ihre Heimat, die Türkei

Die Autorin in ihrer Heimat 2015. Foto: privat

Die Türkei hat eins ihrer wohl bewegendsten Wochenenden hinter sich. Ein versuchter Militärputsch und Ausschreitungen forderten dabei leider auch Todesopfer; Angst und Unsicherheit prägen momentan den Alltag. Vor allem Aleviten und Angehörige anderer Minderheit in der Türkei sorgen sich vor einer stetigen Islamisierung ihres Landes. Eine von ihnen ist Eda Pekinsoy, eine in Deutschland geborene Alevitin mit Familie in der Türkei. In einem Brief an ihre Heimat beschreibt sie ihre Gefühle und spricht dabei vielen Aleviten aus dem Herzen.

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