Die kleinen Völker Syriens: Tscherkessen und Turkmenen

Auch die kleinen Völker könnten zwischen die Fronten der Konfliktparteien im Syrienkrieg geraten.

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In Syrien leben einige kleinere Völker, von denen in den vergangenen Wochen und Monaten kaum jemand sprach. Auch sie könnten zwischen die Fronten der Konfliktparteien geraten. So auch die Tscherkessen und Turkmenen.

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#‎янебоюсьсказать: Ein #Aufschrei geht durchs russischsprachige Internet

Frauen aus allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion schreiben in den Sozialen Medien über Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt.

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Tabus werden gebrochen, die Gesellschaften herausgefordert: Frauen aus allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion schreiben in den Sozialen Medien über Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt. Das Ausmaß ist entsetzlich groß. Durch die Veröffentlichungen entsteht erstmals ein Raum des Verständnisses und der Unterstützung der Frauen untereinander.

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Russland hat ein Rassismusproblem

Gewalt gegen Menschen mit schwarzer Hautfarbe und „nicht-slawischem“ Aussehen

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Der Artikel erschien zuerst in der Ausgabe „Wir sind schwarz, na und?“ (6/2012) der Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“. Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir ihn nochmal auf unserem Blog.

Die EM 2016 in Frankreich hatte gerade begonnen, als Ausschreitungen zwischen russischen und englischen Hooligans die Schlagzeilen füllten. Trotz Verwarnung der Uefa gab es in Russland kaum Kritik am Verhalten der Fans. Im Gegenteil:  „Tolle Kerle, habt richtig Courage gezeigt!“, schrieb beispielsweise ein Kommentator. Die Ausbrüche von Gewalt aber auch die Reaktionen darauf zeigen den gefährlichen Nationalismus, der sich in Russland entwickelt hat.

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Gerüchte oder Verzweiflung: Was steckt hinter dem Anstieg der Flüchtlingszahlen aus Tschetschenien?

In den kommenden Wochen und Monaten gilt es also, die Zahlen der Asylantragssteller genau zu beobachten.

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Ende Mai meldete die Zeitung „Die Welt“, dass die Flüchtlingszahlen aus Russland angestiegen seien: „Nach Zahlen des Bundesinnenministeriums gaben zwischen Januar und 23. Mai 82,3 Prozent der russischen Erstantragssteller unter ethnischer Zugehörigkeit „tschetschenisch“ an.“ Bei den Folgeanträgen lag der Anteil von Tschetschenen sogar bei 87,2 Prozent. Doch woran liegt der plötzliche Anstieg?

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“Eine Schande für Russland“: Tschetschenischer Regierungschef Kadyrow von Putins Gnaden

In Tschetschenien kann ein Instagram-Post zur Lebensgefahr für Aktivisten und Oppositionelle werden.

Foto: Instagram-Account von Magomed Daudov

Der Online-Dienst Instagram ist gewöhnlich ein Ort, in dem Katzenfotos geteilt werden oder neue Selfie-Trends entstehen. Nicht so jedoch in Tschetschenien, wo der Regierungschef Kadyrow martialische Drohungen gegen Aktivisten und Oppositionelle über Instagram verbreitet.

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Russland, Syrien und der vermeintliche Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Welche Reaktionen lösen die Bombenangriffe Russlands in Syrien unter den russischen Muslimen aus?

Foto: S Nazari via Flickr

Nicht mal einen Monat ist es her, dass Russland sich dem „Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘“ angeschlossen und mit Bombenangriffen auf Syrien begonnen hat. Der Militäreinsatz spaltet die russischen Muslime und wirft Fragen zum Umgang mit IS-Sympathisanten im eigenen Land auf. Das könnte Folgen für Wladimir Putin haben.

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70 Jahre Kriegsende und das sowjetische Erbe: Aus dem Sieger Russland wird der Besiegte

Am 9. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal. Während die ganze Welt den Opfern des Krieges gedenkt, stilisiert sich Russland zum alleinigen Sieger. Und beschwört dabei die Geister der Vergangenheit.

Illustration: Flickr/masha krasnova-shabaeva

Am 9. Mai jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 70. Mal. Während die ganze Welt den Opfern des Krieges gedenkt, stilisiert sich Russland zum alleinigen Sieger. Und beschwört dabei die Geister der Vergangenheit. Ein Kommentar von Alissa Rentowitsch.

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Mordfall Nemzow – Manipulationen aus Rücksichtnahme auf Ramzan Kadyrow und den FSB?

Der Hauptschuldige im Mordfall Nemzow zeigt starke Verletzungen auf. Die Ermittlungen verdecken die Spuren zum tschetschenischen Präsidenten Kadyrow. Alles weist darauf hin, dass der interne Kampf zwischen dem russischen Geheimdienst FSB und Ramzan Kadyrow zugunsten des letzteren ausgegangen ist.

Foto: Flickr/Evgeniy Isaev

Der Hauptschuldige im Mordfall Nemzow hat zahlreiche Verletzungen an seinem Körper. Die Ermittlungen verdecken die Spuren zum tschetschenischen Präsidenten Kadyrow. Alles weist darauf hin, dass der interne Kampf zwischen dem russischen Geheimdienst FSB und Ramzan Kadyrow zugunsten des letzteren ausgegangen ist.

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Russland: Arbeitsmigranten und Flüchtlinge werden zum Bauernopfer im Wahlkampf um das Moskauer Bürgermeisteramt

Während Edward Snowden als berühmtester Flüchtling der Welt im Transitbereich des Moskauer Scheremetjewo Flughafens  ein Land suchte, das ihm Asyl gewähren würde, wurden in Moskau Tausende so genannte illegale Arbeitsmigranten verhaftet.  Ende Juli waren es 1.400 Personen, Anfang August wieder 1.000 Personen. Das Katastrophenschutzministerium errichtete Zeltlager, wo die Menschen nun auf ihre Abschiebungen warten. Die russische Regierung plane den Bau von landesweit 100 Abschiebehaftanstalten, berichten die russischen Zeitungen. Zwei hochrangige Polizeioffiziere und ein Mitarbeiter des Föderalen Migrationsdienstes sollen ein System aufgebaut haben, das Menschen illegal nach Russland brachte, diese dort in die Arbeitssklaverei zwang. Weiterlesen „Russland: Arbeitsmigranten und Flüchtlinge werden zum Bauernopfer im Wahlkampf um das Moskauer Bürgermeisteramt“

Interview mit Larisa Khadipash – Aktivistin für die Aufnahme von Tscherkessen aus Syrien in Russland

Manarsha Isaeva, ehemalige Praktikantin der GfbV, die selbst aus Dagestan stammt,  führte in Moskau ein Gespräch mit Larisa Khadipash. Frau Khadipash organisiert mit anderen Freiwilligen Aktionen für die Sensibilisierung der öffenlichen Meinung für die Probleme der Tscherkessen, die aus dem syrischen Kriegsgebiet fliehen und in ihre historische Heimat im Nordkaukasus zurückkehren wollen. Diese Rückkehrerbewegung wird von der russischen Regierung nicht gerne gesehen. Obwohl sich tscherkessische Vereine und ganze von Tscherkessen bewohnte Dörfer in Syrien an die Russische Regierung wandten, gibt es keine positive Reaktion. Im Gegenteil  sorgte Ende Dezember 2012 die Stellungnahme des Direktors der Abteilung für Internationale Beziehungen, Alexander Zhuravskiy, aus dem Ministerium für Regionale Entwicklung für Empörung. Zhyravsky schrieb:  „Die Übertragung des im föderalem Gesetz definierten  Begriffs „Landesleute“ auf syrische Tscherkessen bedarf der  Rechtfertigung“. Weiterlesen „Interview mit Larisa Khadipash – Aktivistin für die Aufnahme von Tscherkessen aus Syrien in Russland“