Autonome Region Kurdistan: Ein sicherer Hafen für Minderheiten?

Unser Autor war im Nordirak unterwegs, um mit den Menschen zu sprechen, deren Leben geprägt sind von Flucht und Leid.

Ein yezidischer Junge trägt in einer provisorischen Unterkunft seine kleine Schwester auf dem Arm. Foto: Jan Gehm

Oft hören wir in den Nachrichten von den Gräueltaten der Terrormiliz IS. Mittlerweile kommen auch immer wieder Berichte über den Krieg gegen den IS dazu. Doch was ist mit den Opfern des „Islamischen Staates“? Und was passiert, wenn die Städte und Dörfer wieder befreit wurden? Jan Gehm war mit weiteren Interessierten und Helfenden im Mai im Nordirak unterwegs, um sich ein Bild vor Ort zu machen und mit den Menschen zu sprechen, deren Leben seit den Eroberungen des IS geprägt sind von Flucht und Leid.

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Von Wölfen umzingelt – Interview mit Salih Gado, einem syrisch-kurdischen Politiker

mehriran.de sprach mit dem syrisch-kurdischen Politiker Salih Gado aus der nord-syrischen Stadt Qamishli, der für ein föderales Syrien eintritt.

Straßenszene in Rojava. Foto: © Kamal Sido

Salih Gado[1], Mitglied der syrisch-kurdischen Allianz aus Qamishli, kommt regelmäßig seit 30 Jahren nach Europa, um von der Situation der Kurden in Nordsyrien, der Kornkammer Syriens, zu berichten und um Unterstützung bei der Umsetzung eines föderalen Systems, in dem alle Volksgruppen gleichberechtigt leben können, zu werben. Salih Gado hat ganz Syrien zu Fuß kennen gelernt und eine Zeit lang in Damaskus gelebt. Helmut Gabel von mehriran.de interviewte ihn mit sprachlicher Unterstützung des Nahostreferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido.

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Warum wird man IS-Kämpfer?

Hinter der religiösen Fassade der Organisation stecken häufig ganz andere Motivationen, sei es politischer, sozialer oder psychologischer Art.

Die Gründe, warum Menschen sich radikalislamistischen Gruppierungen wie dem IS anschließen, sind vielfältig. Denn hinter der religiösen Fassade der Organisation stecken häufig ganz andere Motivationen, sei es politischer, sozialer oder psychologischer Art.

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„Stille Nacht“ im Flüchtlingslager

Bei Pastor Hagop Shahinians Gottesdiensten wird Vielfalt gelebt. Verbunden werden die Flüchtlinge durch das, wonach sie in Deutschland suchen.

Foto: © Sandy Naake für GfbV

Bei Pastor Hagop Shahinians Gottesdiensten wird Vielfalt gelebt. Syrer und Pakistaner, Araber und Kurden, Christen und Muslime treffen sich hier. Doch ungeachtet dieser Unterschiede verbindet sie das, wonach sie in Deutschland suchen.

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Russland, Syrien und der vermeintliche Kampf gegen den „Islamischen Staat“

Welche Reaktionen lösen die Bombenangriffe Russlands in Syrien unter den russischen Muslimen aus?

Foto: S Nazari via Flickr

Nicht mal einen Monat ist es her, dass Russland sich dem „Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘“ angeschlossen und mit Bombenangriffen auf Syrien begonnen hat. Der Militäreinsatz spaltet die russischen Muslime und wirft Fragen zum Umgang mit IS-Sympathisanten im eigenen Land auf. Das könnte Folgen für Wladimir Putin haben.

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Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Die Verfolgung assyrischer Christen in Syrien

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling ist in einen Bürgerkrieg eskaliert. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

Foto: Ankawa.com

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling weitete sich zu einem Bürgerkrieg aus. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

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IS entführt und versklavt zahlreiche Mädchen und Frauen

Die Schreckensnachrichten aus dem Irak nehmen nicht ab. Der Islamische Staat (IS) überrennt Dörfer und tötet dabei yezidische Männer. Die jungen Mädchen und Frauen erleiden ein schreckliches Schicksal.

Foto: Düzen Tekkal

Die Schreckensnachrichten aus dem Irak nehmen nicht ab. Der Islamische Staat (IS) überrennt Dörfer und tötet dabei yezidische Männer. Die jungen Mädchen und Frauen erleiden dabei ein besondersschreckliches Schicksal.

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Yezidin Nehad Isa zu Gast bei der GfbV

von Laura Kraut

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(V. r. n. l.) Unser Generalsekretär Tilman Zülch, die Yezidin Nehad Isa und unser Nahostreferent Kamal Sido beim Pressegespräch (Bild: Michaela Böttcher / GfbV)

„Frauen werden für drei Euro an Islamisten verkauft“. Nehad Isa, eine Yezidin aus Göttigen, war am 14.08. bei uns zu Gast und berichtete im Rahmen eines Pressegesprächs über das Schicksal ihrer Familie während der Katastrophe in Sinjar.

Extremisten der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) haben in den vergangenen Tagen das letzte Kerngebiet der Yeziden, die Region Sinjar im Nordwesten des Irak, überrannt und unter ihre Kontrolle gebracht.

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Vortrag in Hamburg : Christen in Syrien und im Irak

Die Regionalgruppe Hamburg der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) lädt herzlich ein zu der Vortragsveranstaltung

Christen in Syrien und im Irak vor dem Hintergrund des ‚Arabischen Frühlings‘

Termin: Freitag, 26. Oktober 2012, 19.30 Uhr
W3 – Werkstatt für Internationale Kultur und Politik e.V.
Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg
Referent: Dr. Kamal Sido, GfbV-Nahostreferent

Durch die Zeitläufte hindurch war die Situation von Minderheiten im Nahen Osten von einem stetigen Auf und Ab, von hoher Toleranz ihnen gegenüber oder schwerer Verfolgung geprägt. Heute sehen sich insbesondere die religiösen Minderheiten zum größten Teil einem starken Druck ausgesetzt. Weiterlesen „Vortrag in Hamburg : Christen in Syrien und im Irak“

Irak: Deutschland darf Aufnahme verfolgter Christen nicht stoppen

Appell-Übergabe an Jürgen Trittin (li.): "Mehr Irak-Flüchtlinge aufnehmen!"

Auf Grundlage eines Beschlusses der EU-Innenminister im November 2008 verpflichtete sich die Bundesregierung, 2.500 irakische Flüchtlinge aus Syrien und Jordanien aufzunehmen. Inzwischen ist dieses Kontingent ausgeschöpft: Am 27. April 2010 landeten die letzten 181 Flüchtlinge aus Syrien in Hannover. Wie auch alle anderen Neuankömmlinge zuvor, wurden die 181 Flüchtlinge für die ersten beiden Wochen ins Grenzdurchgangslager Friedland gebracht. Anschließend wurden sie zu Integrationskursen auf die Bundesländer verteilt. Einige Flüchtlinge verblieben zunächst noch im Krankenhaus in Hannover, um medizinisch versorgt zu werden. Weiterlesen „Irak: Deutschland darf Aufnahme verfolgter Christen nicht stoppen“