Peru: Rückkehr einer Schreckensherrschaft für Indigene?

Die Tochter des ehemaligen Diktators Alberto Fujimori kandidiert mit guten Chancen am kommenden Sonntag für die Präsidentschaft.

„Hunderttausende indigene Frauen und Männer ließ die peruanische Regierung in den Neunziger-Jahren zwangssterilisieren. Diese werden sich nie mehr an Nachwuchs erfreuen können.“ Foto: Knut-Erik Helle via Flickr

Während der zehnjährigen Präsidentschaft Alberto Fujimoris fielen mehr als 300.000 indigene Frauen und Männer Zwangssterilisierungen zum Opfer. Der dafür verantwortliche Ex-Diktator Fujimori sitzt mittlerweile in Haft. Seine Tochter Keiko aber kandidiert am 10. April mit guten Chancen für die Präsidentschaft. Sie leugnet die Schuld ihres Vaters an dem grauenhaften Genozid.

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Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere“

Eine ehemalige Gefangene der Terrororganisation „Islamischer Staat“ berichtet über die Gräueltaten, die ihr wiederfahren sind

Nadia Murad Basee Taha während der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu Menschenhandel in Konflikgebieten. Foto: UN Photo/Rick Bajornas

Sie ist der Hölle entkommen: Nadia Murad Basee Taha ist eine von tausenden yezidischen Frauen, die der „Islamische Staat“ (IS) verschleppte, als er die Dörfer von Yeziden, Christen und anderen Nicht-Muslimen im August 2014 überrannte. Insgesamt wurden inoffiziellen Berichten zufolge 5.000 Yezidinnen im Alter zwischen 13 und 56 Jahren entführt. Das Schicksal, das sie erwartete, ist kaum zu beschreiben: Sie wurden geschlagen, getreten und brutal vergewaltigt. Immer wieder. Drei Monate erlitt auch Nadia Murad als Sexsklavin die IS-Gefangenschaft.

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Erinnerung und Anerkennung – Tscherkessen zwischen Gestern und Morgen

Die Erinnerung an die Deportationen der Tscherkessen im russischen Zarenreich des 19. Jahrhunderts wird im heutigen Russland zum Politikum.

Foto: Wikimedia Commons

Tscherkessen. Wenn jemand von diesem kaukasischen Volk gehört hat, dann wahrscheinlich während der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Dort war einst ihre Heimat, aus der sie im 19. Jahrhundert deportiert wurden. Bis heute kämpfen die Nachfahren der Vertriebenen um Anerkennung der Verbrechen. Doch das Erinnern wird in Russland zum politischen Tauziehen.

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