Seite an Seite – Montags gegen Antisemitismus

Autor: Niels Keilhack, Online-Redakteur der GfbV

Als wir vor bald einem Jahr mit unserer Reihe #MontagsgegenAntisemitismus begonnen haben, war die Idee, nicht nur über Jüdinnen und Juden bzw. Judentum im Kontext der Schoah oder antisemitischer Angriffe zu schreiben. Vielmehr sollte die Vielfalt jüdischen Lebens (in Deutschland) und jüdische Traditionen im Zentrum stehen und ein lebendiges Bild des Judentums jenseits der Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden als bloße „Opfer“ zeichnen.
Doch körperliche und verbale Angriffe auf Jüdinnen und Juden reißen nicht ab. Es sind zu viele und mittlerweile schon zu alltäglich, als dass wir es unerwähnt lassen können. Vor einem Jahr der Angriff auf die Synagoge in Halle, nun am vergangenen Sonntag ein gewaltsamer Angriff auf einen jüdischen Studenten in Hamburg, der gerade aus der Synagoge kam und durch seine Kippa als Jude zu erkennen war.

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Delphine Horvilleurs Überlegungen zur Frage des Antisemitismus

Autorin: Hannah Mohr, GfbV-Praktikantin in der digitalen Kommunikation

Bild: Deutschlandfunk Kultur

Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hegt jede vierte deutsche Person antisemitische Gedanken. Die Befragung, die kurz vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 stattfand, macht klar: Die Thematik des Essays ist aktueller denn je und greift auf, was heute oftmals als vergangene Geschichte stigmatisiert wird. Antisemitismus ist allgegenwärtig und keineswegs Vergangenheit aus Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Wie also die Balance finden zwischen ständigem Hochholen vergangener Ereignisse und dem Vergessen? 

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