30 Jahre Srebrenica – Gedenkveranstaltungen

Der Völkermord in Srebrenica gilt als der schlimmste Massenmord in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem Westbalkan herrscht auch 30 Jahre nach den Gräueltaten eine Atmosphäre der Leugnung des Genozids an den Bosniak*innen (bosnischen Muslim*innen). Mehr als 8732 Menschen sind in den wenigen Tagen im Juli 1995 ermordet worden. Die Anzahl der Ermordeten im Bosnienkrieg 1992-1995 beläuft sich auf mehr als 100.000 Menschen.

Text und Fotos: Stefanie Grolig, Referentin für Digitale Kommunikation
Redaktion: Jasna Causevic, Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung und Myriam Givens, Digitale Kommunikation

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Kolumbien: Grüne Energiewende auf Kosten der Wayúu

Ihre Vorfahren hätten immer gesagt: Die Wayúu seien nichts ohne ihr Land. Ohne ihr Land würde es niemals Frieden für sie geben, das erzählt mir Juana Rita Velázquez, oder „Tita“, als wir gemeinsam am Frühstückstisch ihrer Rancheria in La Guajira sitzen, einer von Sonne und Wind gezeichneten Halbwüste im Norden Kolumbiens.

Text und Fotos: Jan Königshausen, Referent für Indigene Völker und Natalia Otalora
Redaktion: Stefanie Grolig und Myriam Givens, Digitale Kommunikation

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Geflüchtete im Sudan: Von der Welt vergessen

Im Sudan findet gerade die größte Vertreibungskrise der Welt statt. Schon vor dem aktuellen Konflikt lebten viele Menschen als Binnenvertriebene oder Geflüchtete. 28 Prozent der Menschen, die vor April 2023 bereits vertrieben waren, mussten erneut fliehen [1]. Sie kommen in Unterkünften innerhalb und außerhalb des Sudans unter. Über die Erlebnisse von Geflüchteten, vor allem Frauen und Mädchen, haben wir mit einer der Gründerinnen der Bana Group, einer sudanesischen Hilfsorganisation gesprochen.

Text: Paula Fischer, Praktikantin im Menschenrechtsreferat
Symbolfoto: Darfur 2015, Hamid Abdulsalam/Unamid

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„Keine Entscheidungen über uns – ohne uns“

Reisebericht Namibia

„Es ist Zeit, dass wir Nama für unsere Rechte einstehen!“ Der ältere Herr, der seinen Redebeitrag soeben mit dieser Forderung abgeschlossen hat, klappt seinen Konferenzstuhl wieder nach unten und setzt sich hin. Die anwesenden Nama-Vertreter*innen reagieren mit Applaus oder zustimmenden Rufen. Es ist Tag zwei des Workshops „Indigenous Reflections on Green Hydrogen Production in Southern Namibia“ (deutsch: Indigene Reflektionen über die Produktion von grünem Wasserstoff im südlichen Namibia) und wir sind mitten in den Diskussionen über das, was wir bisher gehört haben.

Text: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

Fotos: Michaela Böttcher, stellv. Bundesvorsitzende der GfbV

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