Syrien: Befürchtungen der Minderheiten bewahrheiten sich

Mehr und mehr bewahrheitet sich im syrischen Bürgerkrieg, was einige Vertreter der ethnischen und religiösen Minderheiten des Landes seit Beginn der Militarisierung des Aufstandes befürchtet hatten: radikal-islamistische, arabisch-nationalistische Kräfte gewinnen an Bedeutung in der Opposition und dies könnte fatale Folgen haben für ein Syrien nach Assad.

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Türkei: Kurden boykottieren Moscheen für das Recht auf ihre Muttersprache

Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) jetzt erfahren hat, kündigte der Präsident des türkischen Amtes für Religionsangelegenheit (Diyanet), Mehmet Gormez an, dass seine Behörde die Freitagsgebete, die in den historischen Istanbuler Moscheen gehalten werden, für ausländische Touristen ins Englische übersetzt werden: „Es ist wichtig, dass die Touristen wissen, was in den Moscheen auf Türkisch gesagt wird“. Diyanet kontrolliert den islamischen Glauben und verwaltet alle ihm unterliegenden Moscheen, auch die in Deutschland.

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Türkei: Versöhnung zwischen Türken und Kurden wahrnehmen!

Mehrfach wurden in vergangener Zeit in den kurdischen Gebieten der Türkei Massengräber aufgefunden, in denen die kurdischen Opfer des von 1984-1999 währenden Bürgerkrieges vergraben wurden. Zu Zeiten des bewaffneten Konflikts zwischen der türkischen Zentralregierung und den kurdischen Untergrundgruppen der PKK jagten die türkische Polizei und Armee oppositionelle Kurden rücksichtslos: Politiker, Schriftsteller, Journalisten und jeder, der prokurdische Ansichten ausdrückte, wurde verschleppt, misshandelt, ermordet. Rund 17.000 Menschen, überwiegend Kurden, sind während des Bürgerkriegs verschwunden, und gelten größtenteils noch heute als vermisst. Der GfbV liegt eine Liste von 818 Namen kurdischer Staatsbürgern aus der Türkei vor, welche im Zeitraum von 1980 bis zum Jahre 2000 verschwunden sind. Diese Menschen hinterlassen Angehörige, die bis heute keine Erklärung für die Todesfälle ihrer Familienmitglieder erfahren konnten. Während die türkischen Behörden die Suche nach den Vermissten lange Zeit verhindern konnte, werden die Spuren der Verbrechen inzwischen Schritt für Schritt aufgedeckt.

Foto: Massengräber in der Türkei. Quelle: GfbV-Archiv

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Hessen wählt türkische Partnerregion – Positives Zeichen für die Kurdenfrage?

Heute, am 14.09.2010, soll in Wiesbaden bekannt gegeben werden, mit welcher türkischen Region eine Kooperation mit dem Bundesland Hessen vereinbart werden soll. Hessen könnte damit in der Kurdenfrage ein

Zeichen für den Frieden setzen, für den sich auch die Europäische Union und der Europarat einsetzen. So wurde neben der Stadt Izmir an der Ägäis auch die Stadt Diyarbakir in Südostanatolien vorgeschlagen. Die Stadt Diyarbakir ist das ökonomische und politische Zentrum der etwa 15 Millionen Kurden in der Türkei. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bereits im November 2009, die Initiative des Landes Hessen, eine Partnerschaft mit einer Region in der Türkei einzugehen begrüßt und sich für die Stadt Diyarbakir wegen ihrer Bedeutung für die Kurdenfrage in der Türkei ausgesprochen. Auch für die in der kurdischsprachigen Region ansässigen Christen könnte eine solche Partnerschaft hilfreich sein.

Foto: Die Wappen von Hessen und Diyarbakir

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