Doğan Akhanlı: „Ich habe nicht geschwiegen und das hat den türkischen Staat geärgert“

Am Samstagmorgen wurde der deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli, der sich für die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern einsetzt, im spanischen Granada festgenommen. Die Türkei hat ihn mit einem Haftbefehl über Interpol suchen lassen. Es ist nicht die erste Festnahme des Schriftstellers. 1985 saß er bereits zwei Jahre im Gefängnis. 1991 floh er nach Deutschland ins Exil, nahm die deutsche Staatsbürgerschaft an. Dann wurde er 2010 bei der Einreise in die Türkei wieder verhaftet. Ein Urteil steht bis heute aus. Doch er lässt sich nicht einschüchtern. Michaela Böttcher interviewte ihn für die Ausgabe „100 Jahre Völkermord – 100 Jahre Leugnen“ (6/2014) der GfbV-Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“. Aus aktuellem Anlass stellen wir den Artikel jetzt kostenlos auf unserem Blog zur Verfügung.

von Michaela Böttcher; Foto: Manfred Wegener (zugeschnitten)

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Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere“

Sie ist der Hölle entkommen: Nadia Murad Basee Taha ist eine von tausenden yezidischen Frauen, die der „Islamische Staat“ (IS) verschleppte, als er die Dörfer von Yeziden, Christen und anderen Nicht-Muslimen im August 2014 überrannte. Insgesamt wurden inoffiziellen Berichten zufolge 5.000 Yezidinnen im Alter zwischen 13 und 56 Jahren entführt. Das Schicksal, das sie erwartete, ist kaum zu beschreiben: Sie wurden geschlagen, getreten und brutal vergewaltigt. Immer wieder. Drei Monate erlitt auch Nadia Murad als Sexsklavin die IS-Gefangenschaft.

von Kathrin Weckesser; Foto: UN Photo/Rick Bajornas

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Handspinnen für Frauen in Darfur

In Darfur leben immer noch viele Menschen in Flüchtlingslagern. Mit „HANDSPINNEN für bedrohte Völker“ unterstützt das langjährige GfbV-Mitglied Anke Culemann die vom Völkermord gebeutelten täglicher Gewalt ausgesetzten Frauen in Darfur. An den Förderverein der Gesellschaft für bedrohte Völker kann gespendet werden, wenn die hier eingestellte handgesponnene Wolle und andere textile Artikel gekauft oder gespendet werden. Dadurch wird den Kauf von Solarkochern finanziert, die es den Frauen ermöglichen, innerhalb der Lager die Mahlzeiten für die Familien zubereiten zu können. 20 Euro kostet ein Solarkocher und die Schulung für die Frauen. Anke Culemann hat mit ihrer Spendenaktion bereits Geld für 100 Solarkocher gesammelt, die dritte Spendenphase ist angelaufen. Das Ziel sind 50 weitere Kocher.