Schutz, aber vor wem? | COVID-Isolationszentren gegen Indigene im Norden Argentiniens

In der Provinz Formosa an der Grenze zu Paraguay leben über 20.000 Indigene Wichí. Konflikte um Land, Zugang zu öffentlichen Gütern und täglich erfahrener Rassismus haben eine lange Tradition. Im Kontext der COVID-Pandemie spitzt sich die Behördenwillkür zu: In Isolationszentren werden Indigene gegen ihren Willen festgehalten und Proteste werden mit Polizeigewalt beantwortet. In ihrem Bericht „Nos pronunciamos y proponemos“ (dt. etwa: Wir erklären uns und reden mit), der die GfbV diese Woche erreichte, dokumentieren sie mindestens neun Fälle von Menschenrechtsverletzungen im Kontext der COVID-Pandemie.

Von Regina Sonk, Referentin für indigene Völker; Foto: Federico Valido 

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Mehr als eine Krankheit – COVID-19 bringt die Indigenen in Russlands Norden in Existenznot

Das COVID 19-Virus hat in den indigenen Gebieten Russlands relativ leichtes Spiel: Die Reformen des staatlichen Gesundheitssystems der vergangenen 15 Jahre führten insbesondere hier zur Schließung vieler kleinerer medizinischer Versorgungseinrichtungen. Das schon zuvor unterfinanzierte Gesundheitssystem Russlands war auf den Beginn der Corona Pandemie Ende März 2020 schlecht vorbereitet. Es fehlte an Basisversorgung mit Masken, Handschuhen und Intensivbetten. Das Pflegepersonal ist selbst nur unzureichend geschützt und unterbezahlt.

Von Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker; Foto: GfbV-Archiv

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