Doğan Akhanlı: „Ich habe nicht geschwiegen und das hat den türkischen Staat geärgert“

Der Schriftsteller und Menschenrechtsaktivist Doğan Akhanlı im Gespräch

Foto: Manfred Wegener (zugeschnitten)

Am Samstagmorgen wurde der deutsche Schriftsteller Dogan Akhanli, der sich für die Anerkennung des Völkermords an den Armeniern einsetzt, im spanischen Granada festgenommen. Die Türkei hat ihn mit einem Haftbefehl über Interpol suchen lassen. Es ist nicht die erste Festnahme des Schriftstellers. 1985 saß er bereits zwei Jahre im Gefängnis. 1991 floh er nach Deutschland ins Exil, nahm die deutsche Staatsbürgerschaft an. Dann wurde er 2010 bei der Einreise in die Türkei wieder verhaftet. Ein Urteil steht bis heute aus. Doch er lässt sich nicht einschüchtern. Michaela Böttcher interviewte ihn für die Ausgabe !100 Jahre Völkermord – 100 Jahre Leugnen“ (6/2014) der GfbV-Zeitschrift „bedrohte Völker – pogrom“. Aus aktuellem Anlass stellen wir den Artikel jetzt kostenlos auf unserem Blog zur Verfügung.

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Erinnerung und Anerkennung – Tscherkessen zwischen Gestern und Morgen

Die Erinnerung an die Deportationen der Tscherkessen im russischen Zarenreich des 19. Jahrhunderts wird im heutigen Russland zum Politikum.

Foto: Wikimedia Commons

Tscherkessen. Wenn jemand von diesem kaukasischen Volk gehört hat, dann wahrscheinlich während der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014. Dort war einst ihre Heimat, aus der sie im 19. Jahrhundert deportiert wurden. Bis heute kämpfen die Nachfahren der Vertriebenen um Anerkennung der Verbrechen. Doch das Erinnern wird in Russland zum politischen Tauziehen.

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