Infrastrukturprojekte im Amazonas – Eisenbahnen, Bergbau, Wärmekraftwerke, Gaspipelines, Wasserwege

Bild: via Flickr, CC by Lucia Barreiros

Autorin: Telma Monteiro, übersetzt von Juliana Miyazaki

In Fortsetzung des Gesprächszyklus in Partnerschaft mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die ihren Sitz in der Schweiz und in Deutschland hat, folgt eine Zusammenfassung der dritten Gesprächsrunde, diesmal mit dem deutschen Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Sitz in Berlin. Das BMZ ist mit guter Regierungsarbeit, der Achtung der Menschenrechte und dem Kampf gegen Korruption verbunden.

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Brasilien: Eine Stimme der Vernunft im politischen Chaos

Ashaninka wollen gemeinsam mit nicht-indigenen Bewohnern ihrer Region eine bessere Zukunft gestalten

Foto: © Eliane Fernandes Ferreira

Im Land des Zuckerhuts brodelt es: Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist suspendiert, ein Minister nach dem anderen tritt zurück und Rio de Janeiro ruft kurz vor Beginn der Olympischen Spiel den Finanznotstand aus. Umso erfreulicher ist da die Ankündigung der Ashaninka im westlichen Brasilien, die ihr umweltpolitisches Engagement mit einem neuen Projekt verstärken wollen.

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Exportweltmeister Deutschland trägt zur Regenwaldzerstörung bei

Während unser smarter Wirtschaftsminister Guttenberg seinen Mitarbeitern gelegentlich Schweiß auf die Stirn treibt, weil er sich hin und wieder mal positiv über Menschenrechte äußert, singt er dennoch häufig – wie viele andere auch – das hohe Lied des Freihandels. Das ist doch klar, will Deutschland seinen Titel als Exportweltmeister halten. Eigentlich auch sehr nachvollziehbar in Zeiten der Weltwirtschaftskrise, wo es um Millionen Jobs geht. Darum verhandelt die deutsche Bundesregierung auch mit anderen EU-Vertretern über ein Freihandelsabkommen mit Peru. Doch deren Polizei geht brutal gegen jene vor, die im Zuge dieses angestrebten Freihandelsabkommens von ihrem angestammten Land vertrieben werden sollen: die indigenen Völker Perus. Dutzende Ureinwohner wurden bisher bei Demonstrationen von der Polizei und Paramilitärs getötet, Hunderte verletzt.

Perus katastrophale Wirtschaftspolitik, gerade bei der Nutzung des Regenalds, führt zu Vertreibung und Verfolgung der dort lebenden Völker, deren Existenzgrundlage bedroht ist. Und warum? Weil sich die EU-Staaten, Deutschland an vorderster Front, in Peru neue Absatzmärkte und den Zugang zu Rohstoffen sichern wollen, um den ständig wachsenden Energiehunger der Industrie zu stillen. Peru möchte mit dieser Politik zu Lasten des Regenwaldes das eigene Wirtschaftswachstum ankurbeln und ausländische Investoren anlocken. All das nur, um die „Wirtschaftsentwicklung“ voranzutreiben? Wie sagt dieses fast schon klassisch anzumutende Indianer-Sprichwort: „Erst wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!“ In diesem Sinne viel Spaß bei der Zerstörung des Regenwaldes!

Ach ja, wer dann doch was dagegen machen möchte, kann sich am folgenden online-Appell von ProRegenwald beteiligen….Umweltschutz und Menschenrechtsarbeit gehen halt doch häufig Hand in Hand.

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