Eiszeit in Finnland

Die indigene Gemeinschaft der Sami fühlt sich von der finnischen Regierung nicht ernst genommen.

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Die indigene Gemeinschaft der Sami in Finnland ist frustriert. Denn auch wenn es ihnen besser geht als vielen anderen indigenen Gruppen weltweit, ist ihre Situation alles andere als perfekt. Wirtschaftliches Interesse bedroht die Weideflächen ihrer Rentiere – und damit ihre Existenzgrundlage -, ihre Rechte als ethnische Minderheit werden von der finnischen Regierung nicht ernstgenommen und Kleinunternehmen schlagen Profit aus Produkten, die sie in einem schlechten Licht darstellen.

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„Wir kämpfen gegen den Klimawandel. Wir kämpfen für die ganze Welt!“

Indigene Umweltschützer fordern Climate Justice beim UN-Klimagipfel

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Indigene Völker sind die Ersten, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen. Ob sie in der Arktis leben oder in den heißen Gebieten Afrikas, ob auf einer Pazifikinsel, im Regenwald Südamerikas oder im hohen Norden Schwedens. Sie alle fühlen die Klimaveränderungen. Indigene Umweltschützer aus aller Welt haben deswegen Hilferufe ihrer Gemeinschaften zum UN-Klimagipfel nach Paris gebracht.

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Russland: Wie ein Gesetz grenzübergreifende Projekte in der Barents-Region zerstört

Vor fast drei Jahren sorgte ein neues Gesetz in Russland für internationales Aufsehen: Organisation, die politische Arbeit leisten und ihre Projekte aus dem Ausland finanziert bekommen, werden seitdem als „Ausländische Agenten“ eingestuft. Viele überregionale Kooperationen mussten daraufhin eingestellt werden. So auch in der Barents-Region, in der Umweltschutz und indigene Projekte vorrangig aus Norwegen, Schweden und Finnland gefördert wurden. Doch das scheint nun nicht mehr möglich.

Foto: Torbein Rønning/Flickr

Vor fast drei Jahren sorgte ein neues Gesetz in Russland für internationales Aufsehen: Organisation, die politische Arbeit leisten und ihre Projekte aus dem Ausland finanziert bekommen, werden seitdem als „Ausländische Agenten“ eingestuft. Viele überregionale Kooperationen mussten daraufhin eingestellt werden. So auch in der Barents-Region, in der Umweltschutz und indigene Projekte vorrangig aus Norwegen, Schweden und Finnland gefördert wurden. Doch das scheint nun nicht mehr möglich.

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Umea – Kulturhauptstadt Europas 2014 – Samische Kultur und Lebensweise in Gefahr

Umea in Nordschweden ist seit dem 1.1.2014 Kulturhauptstadt Europas. Die Stadt wirbt damit, das „Fenster zur Sami-Kultur“ zu sein. So orientieren sich die Veranstalter von Konzerten, Ausstellungen und Events in Umea am samischen Kalender, der nicht vier, sondern acht Jahreszeiten umfasst. Außerdem sollen aus dem Gesamtbudget von 410 Millionen schwedischen Kronen (etwa 46 Millionen Euro) 50 Millionen (etwa 5,6 Millionen Euro) für Veranstaltungen rund um die samische Kultur ausgegeben werden. Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt davor, dass die schwedische Urbevölkerung zu touristischen Zwecken ausgenutzt werden könnte – samische Kultur und samische Lebensweise sind mehr als Folklore! Um die Samen in Schweden zu schützen, müsse viel getan werden. Im vergangenen Jahr hat die Gefährdung der Samen durch brutalen Raubbau von Eisenerz und anderen Bodenschätzen international zu Protesten geführt. Darüber darf die Kulturhauptstadt Europas keinen Mantel des Schweigens hängen! Weiterlesen „Umea – Kulturhauptstadt Europas 2014 – Samische Kultur und Lebensweise in Gefahr“