Peru: Aufschwung mit zwei Gesichtern

Was wird die peruanische Regierung alles für ihren Zukunftstraum opfern?

Foto: pixabay.com

Wirtschaftsaufschwung für die kommende Generation – das ist das Ziel der peruanischen Regierung. Mithilfe von Investoren möchte der Staat 17 Megaprojekte bis zum Jahr 2021 finanzieren. Der Ausbau von Straßen, Minen und Wasserkraftwerken soll die Wirtschaft ankurbeln. Dabei werden allerdings meist indigene Gebiete und deren Schutz nicht berücksichtigt.

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Peru: Rückkehr einer Schreckensherrschaft für Indigene?

Die Tochter des ehemaligen Diktators Alberto Fujimori kandidiert mit guten Chancen am kommenden Sonntag für die Präsidentschaft.

„Hunderttausende indigene Frauen und Männer ließ die peruanische Regierung in den Neunziger-Jahren zwangssterilisieren. Diese werden sich nie mehr an Nachwuchs erfreuen können.“ Foto: Knut-Erik Helle via Flickr

Während der zehnjährigen Präsidentschaft Alberto Fujimoris fielen mehr als 300.000 indigene Frauen und Männer Zwangssterilisierungen zum Opfer. Der dafür verantwortliche Ex-Diktator Fujimori sitzt mittlerweile in Haft. Seine Tochter Keiko aber kandidiert am 10. April mit guten Chancen für die Präsidentschaft. Sie leugnet die Schuld ihres Vaters an dem grauenhaften Genozid.

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Peru: Indigene kämpfen mit bloßen Händen gegen Öl-Katastrophe im Amazonas

Bei zwei Pipeline-Unfällen verseuchten 5.000 Barrel Öl den Rio Chiriaco in Peru. Der verantwortliche Konzern Petroperú weist die Schuld von sich.

Das peruanische Paradies im Amazonas wurde durch 3.000 Barrel Öl verseucht. Die am Fluss Rio Chiriaco lebenden indigenen Gemeinschaften sind verzweifelt. Foto: mariusz kluzniak via Flickr

Leonardo DiCaprio ist für sein Engagement als Umweltschützer bekannt. Er plädierte in seiner Oscar-Rede für mehr Umweltschutz und twittert immer wieder über das Thema. So machte er kürzlich über den Online-Dienst auf die Pipeline-Unfälle im peruanischen Amazonas-Gebiet aufmerksam. Cian Hartung aus dem GfbV-Referat für indigene Völker erklärt, was dort passiert ist.

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„Wir kämpfen gegen den Klimawandel. Wir kämpfen für die ganze Welt!“

Indigene Umweltschützer fordern Climate Justice beim UN-Klimagipfel

Foto: Breno Machado via unsplash

Indigene Völker sind die Ersten, die die Folgen des Klimawandels zu spüren bekommen. Ob sie in der Arktis leben oder in den heißen Gebieten Afrikas, ob auf einer Pazifikinsel, im Regenwald Südamerikas oder im hohen Norden Schwedens. Sie alle fühlen die Klimaveränderungen. Indigene Umweltschützer aus aller Welt haben deswegen Hilferufe ihrer Gemeinschaften zum UN-Klimagipfel nach Paris gebracht.

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Chotas Traum

Zum World Humanitarian Day erinnern wir an Edwin Chota, der sein Leben geopfert hat für die Anerkennung der Landrechte seiner Asháninka-Gemeinde in Peru.

Foto: Tomás Muñita/International Rivers/Flickr

2009 haben die Vereinten Nationen zum ersten Mal den World Humanitarian Day eingeführt. Seitdem wird jedes Jahr am 19. August den Menschen gedacht, die ihr Leben dafür nutzen, sich für andere einzusetzen. So wie Edwin Chota, der sein Leben geopfert hat für die Anerkennung der Landrechte seiner Asháninka-Gemeinde in Peru.

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„Unser Traum wird leben“ – Ashaninka-Gemeinde in Peru bekommt Landrecht anerkannt

„Manchmal wird man von Entscheidungen überrascht, an die man schon fast nicht mehr geglaubt hat.“ Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, über die Anerkennung der Landrechte der Ashaninka-Gemeinschaft Soweto in Peru.

Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker bei der Gesellschaft für bedrohte Völker, über die Anerkennung der Landrechte der Ashaninka-Gemeinschaft in Peru.

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Kolumbustag: Es gibt nichts zu feiern

Vor 522 Jahren „entdeckte“ Kolumbus die Amerikas. Dem Ereignis sind die Feierlichkeiten des 12. Oktobers gewidmet, der in Spanien Nationalfeiertag ist und auch in vielen weiteren Ländern in Lateinamerika zelebriert wird.

Vor 522 Jahren „entdeckte“ Kolumbus die Amerikas. Dem Ereignis sind die Feierlichkeiten des 12. Oktobers gewidmet, der in Spanien Nationalfeiertag ist und auch in vielen weiteren Ländern in Lateinamerika zelebriert wird.

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Isoliert lebende Indigene an der Grenze Brasilien-Peru bedroht

Am Montag, 8. August 2011, meldete die brasilianische Menschenrechtsorganisation CIMI, dass am Wochenende zuvor ein Wachtposten der brasilianischen Indianerbehörde FUNAI, die für den Schutz in freiwilliger Isolation lebender Indianer im Bundesstaat Acre im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Peru verantwortlich ist, von aus Peru kommenden bewaffneten Männern, vermutlich Drogenschmugglern, überfallen worden sei. Weiterlesen „Isoliert lebende Indigene an der Grenze Brasilien-Peru bedroht“

Exportweltmeister Deutschland trägt zur Regenwaldzerstörung bei

Während unser smarter Wirtschaftsminister Guttenberg seinen Mitarbeitern gelegentlich Schweiß auf die Stirn treibt, weil er sich hin und wieder mal positiv über Menschenrechte äußert, singt er dennoch häufig – wie viele andere auch – das hohe Lied des Freihandels. Das ist doch klar, will Deutschland seinen Titel als Exportweltmeister halten. Eigentlich auch sehr nachvollziehbar in Zeiten der Weltwirtschaftskrise, wo es um Millionen Jobs geht. Darum verhandelt die deutsche Bundesregierung auch mit anderen EU-Vertretern über ein Freihandelsabkommen mit Peru. Doch deren Polizei geht brutal gegen jene vor, die im Zuge dieses angestrebten Freihandelsabkommens von ihrem angestammten Land vertrieben werden sollen: die indigenen Völker Perus. Dutzende Ureinwohner wurden bisher bei Demonstrationen von der Polizei und Paramilitärs getötet, Hunderte verletzt.

Perus katastrophale Wirtschaftspolitik, gerade bei der Nutzung des Regenalds, führt zu Vertreibung und Verfolgung der dort lebenden Völker, deren Existenzgrundlage bedroht ist. Und warum? Weil sich die EU-Staaten, Deutschland an vorderster Front, in Peru neue Absatzmärkte und den Zugang zu Rohstoffen sichern wollen, um den ständig wachsenden Energiehunger der Industrie zu stillen. Peru möchte mit dieser Politik zu Lasten des Regenwaldes das eigene Wirtschaftswachstum ankurbeln und ausländische Investoren anlocken. All das nur, um die „Wirtschaftsentwicklung“ voranzutreiben? Wie sagt dieses fast schon klassisch anzumutende Indianer-Sprichwort: „Erst wenn der letzte Baum gefällt und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann!“ In diesem Sinne viel Spaß bei der Zerstörung des Regenwaldes!

Ach ja, wer dann doch was dagegen machen möchte, kann sich am folgenden online-Appell von ProRegenwald beteiligen….Umweltschutz und Menschenrechtsarbeit gehen halt doch häufig Hand in Hand.