Die syrischen Dom: Eine unbekannte Volksgruppe auf der Flucht

Hier weitgehend unbekannt, sind die syrischen Dom als Flüchtlinge in der Türkei von doppelter Diskriminierung betroffen.

Foto: idildemir via iStock [Symbolbild]

Fast täglich hören wir von syrischen Flüchtlingen. Sei es in Berichten über ihre Ankunft in Deutschland, in Nachrichten über Fluchtursachen und –wege oder im Zusammenhang mit dem sogenannten Flüchtlingsdeal mit der Türkei. Was dabei nicht beachtet wird ist, dass syrische Flüchtlinge keine homogene Gruppe darstellen. Unter ihnen sind viele Angehörige von Minderheiten: Christen, Yeziden, Assyrer/Aramäer/Chaldäer, Kurden. Und auch Dom.

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Die unbekannten Grausamkeiten zwischen Afrika und dem Nahen Osten

Die Sinai-Halbinsel ist ein Schauplatz schwerwiegender Menschenrechtsverletzungen: Tausende Flüchtlinge werden Opfer von Menschenhandel, Entführungen, Erpressungen und Folter.

Foto: pixabay.vom

Zwischen Afrika und dem Nahen Osten liegt für Flüchtlinge aus Eritrea und dem Sudan die Hölle: Menschenhändler entführen und foltern sie, die ägyptischen Behörden schauen weg oder sind teils sogar aktiv beteiligt an dem grausamen Handel und die israelischen Behörden wollen die Flüchtlinge nur wieder loswerden. Die Sinai-Wüste scheint ein Ort zu sein, an dem internationales Recht nicht gilt.

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Yezidin in IS-Gefangenschaft: „Wir waren nicht mal so viel Wert wie Tiere“

Eine ehemalige Gefangene der Terrororganisation „Islamischer Staat“ berichtet über die Gräueltaten, die ihr wiederfahren sind

Nadia Murad Basee Taha während der Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu Menschenhandel in Konflikgebieten. Foto: UN Photo/Rick Bajornas

Sie ist der Hölle entkommen: Nadia Murad Basee Taha ist eine von tausenden yezidischen Frauen, die der „Islamische Staat“ (IS) verschleppte, als er die Dörfer von Yeziden, Christen und anderen Nicht-Muslimen im August 2014 überrannte. Insgesamt wurden inoffiziellen Berichten zufolge 5.000 Yezidinnen im Alter zwischen 13 und 56 Jahren entführt. Das Schicksal, das sie erwartete, ist kaum zu beschreiben: Sie wurden geschlagen, getreten und brutal vergewaltigt. Immer wieder. Drei Monate erlitt auch Nadia Murad als Sexsklavin die IS-Gefangenschaft.

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Mit dem Wind fliehen – Roman aus Sri Lanka


In diesem Blog ging ich immer wieder auf das Ende des tamilischen Bürgerkriegs in Sri Lanka ein (z.B. hier und hier). Nun las ich dieser Tage mit großer Neugierde Ranjith Henayakas Roma „Mit dem Wind fliehen“. Es ist ein bemerkenswerter Roman mit vielen persönlichen Farbtupfern, den ich an dieser Stelle nicht einfach nur besprechen, sondern nachdrücklich empfehlen kann:

Denn hier beschreibt jemand seinen Lebenswerk. Der Protagonist gerät während des Bürgerkrieges zwischen die Fronten, wird gefoltert – und dem dann dank guter Freunde die Flucht nach Deutschland gelingt. Doch damit ist er noch immer nicht in Sicherheit – denn Neonazis machen gegen Flüchtlinge mobil. Ranjith Henayaka beschreibt ein Leben, das viele von uns so nicht kennen, ein Leben jenseits der Kriminalitätsstatistik rechtsextremer Staftaten, jenseits von Medienberichten. Henayaka gelingt es, uns Wohlstanddeutschen zu zeigen, was es heißt, aus seiner geliebten Heimat fliehen und auch in seiner neuen Heimat um Leib und Leben fürchten zu müssen. Weiterlesen „Mit dem Wind fliehen – Roman aus Sri Lanka“