Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Die Verfolgung assyrischer Christen in Syrien

Seit 2011 wird in Syrien gekämpft. Der Arabische Frühling weitete sich zu einem Bürgerkrieg aus. Mit dem Aufkommen der Terrororganisation „Islamischer Staat“ hat sich seit 2014 die Lage der Minderheiten in Syrien – und im Irak – dramatisch verschlechtert. Yeziden kämpfen um ihr Leben, kurdische Kämpfer erobern Zentimeter für Zentimeter ihr Land zurück und mehr als 200.000 assyrische Christen sind auf der Flucht vor den Extremisten. Dabei geht es in Syrien mittlerweile sogar um die pure Existenz christlichen Lebens.

von Wiebke Höner; Foto: Ankawa.com

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Brief der Dagestaner aus Syrien an den Russischen Präsidenten

Wir veröffentlichen hier einen Offenen Brief aus dem Dorf DeirFoul in Syrien, wo etwa 5.000 Menschen aus Dagestan leben. Sie wenden sich an den russischen Präsidenten Putin sowie an den Präsidenten der Republik Dagestan, Magomendow:

Sehr geehrter Herr Präsident,

wie Sie wissen, durchlebt Syrien eine schwere Zeit der Konfrontation zwischen der Regierung und der Opposition, die zu massiver Gewalt geführt hat. Schwere Zerstörungen, der Tod von Zivilisten und katastrophale soziale Umstände sind die Folgen. Vor der Eskalation des Konfliktes lebte eine große Zahl an dagestanischen Familien in Bayada, dem Nachbarort von Homs. Nachdem massive Bombardierungen ihre Häuser zerstört hatten, flohen die Familien in andere Orte in Syrien und in seine Nachbarländer. Im Dorf DeirFoul lebte die größte Diasporagemeinde Syriens, 5.000 Menschen. DeirFoul liegt im Distrikt Rastan, wo es in den letzten Monaten die schlimmsten Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Opposition gab. Die Einwohner DeirFouls fühlten sich von aller Welt verlassen, viele Familien mussten fliehen, verloren Angehörige. Nach den schlimmen Bombenangriffen, haben wir nun eine massive humanitäre Krise. Weiterlesen »