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10 Wege, die #NODAPL-Bewegung zu unterstützen

Immer wieder gibt es Aufrufe, die Protectors – Native Americans, Indigene verschiedenster Gemeinschaften sowie Klimaaktivisten – in Standing Rock zu unterstützen. Viele möchten das auch gerne tun, aber nicht allen ist es möglich, ins Camp zu reisen und vor Ort den Protest gegen die Dakota Access Pipeline (DAPL) zu unterstützen. Daher stellen wir euch zehn Wege vor, wie ihr euch aus der Ferne für die #NODAPL-Bewegung einsetzen könnt.

Von Giulietta Corti; Foto: Wokandapix via pixabay.com

1. Petitionen unterschreiben

Es gibt diverse Petitionen. So haben beispielsweise Bobbi Jean Three Legs and the Oceti Sakowin Youth eine Petition bei Change.org gestartet, in der die Unterzeichner Präsident Obama auffordern, den Pipelinebau zu stoppen. Diese Petition macht auch nach dem (historischen) Wahlabend Sinn, denn Obama ist noch bis zum 20. Januar 2017 im Amt.

Hier könnt ihr die Petition unterschreiben: Stop the Dakota Access Pipeline

Außerdem hat Standing Rock Sioux Chairman David Archambault II, der durch seine Rede bei der UN bekannt wurde, eine Petition bei MoveOn.org ins Leben gerufen, in der an den  U.S. Army Corps of Engineers appelliert wird, die Baubewilligung zurückziehen.

Die Petition könnt ihr hier unterschreiben: Stop the Dakota Access Pipeline once and for all – #NoDAPL

Die Schauspielerin Susan Sarandon hat auf Care2 auch eine Petition gestartet. Die Unterzeichner fordern darin die beteiligten Banken auf, sich aus der Finanzierung der Pipeline zurückzuziehen.

Auch diese Petition könnt ihr unterschreiben: #BankExit – Tell Big Banks to Stop the Dakota Access Pipeline

2. Solidarität zeigen

In Deutschland gibt es mittlerweile viele Solidaritätskundgebungen und #NoDAPL-Aktionen. Schließt euch doch einer in eurer Nähe an. Die Homepage vom Tokata-LPSG RheinMain e.V. informiert immer über aktuelle Veranstaltungen. Klickt euch einfach mal durch: http://www.leonardpeltier.de/

3. Aufmerksamkeit schaffen

Nutz eure Social Media- Accounts wie Facebook, Twitter oder Instagram. Teilt mit euren Freunden Infos über die Lage vor Ort, aktuelle Entwicklungen oder Tipps, wie sie selbst aktiv werden können (so wie diese hier – denn Sharing is Caring)!

4. Spendet!

Das Camp und der Standing Rock Sioux Tribe haben mittlerweile eine Spendenkampagne ins Leben gerufen. Das eingenommene Geld wird vor allem für Anwaltshonorare (für Anwälte, die den Natives zum Beispiel bei Festnahmen beratend zur Seite stehen und Klagen gegen die Polizei sowie den Bundesstaat North Dakota bearbeiten), Winterausrüstung, Lebensmittel, medizinische Versorgung, Heizmaterial für die Protectors im Camp und Unterstützung für Kinder und ältere Leute eingesetzt.

Hier könnt ihr für das Camp spenden: The Official -Sacred Stone Camp bei GoFundMe

Und hier könnt ihr direkt für die Anwalts- und Gerichtskosten spenden: Sacred Stone Legal Defense Fund bei Fundrazr

5. Banken in die Verantwortung nehmen

Es gibt viele Banken, die an der Finanzierung der Pipeline beteiligt sind. Die Petition von Susan Sarandon richtet sich dabei vorrangig an die amerikanischen Banken. Aber auch europäische Banken verdienen mit. (Eine Übersicht aller involvierten Banken findet ihr in der Grafik in unserem Blogartikel Deutsche Banken verdienen am Bau der Pipeline mit) Warum diese Banken also nicht anschreiben und sie darin bitten, sich aus der Finanzierung zurückzuziehen? In Deutschland wären das beispielsweise die Deutsche Bank und die Bayern LB; in der Schweiz die UBS und Credit Suisse.

6. Banken das Geld wegnehmen

Also, im übertragenen Sinne. Wir rufen hier natürlich nicht dazu auf, Banken auszurauben. Aber als Kunde bei den Banken, die an der Finanzierung beteiligt sind, kann man seine Konten auflösen und zu einer anderen Bank umziehen. So machte es zum Beispiel der Regisseur und Dokumentarfilmproduzent Matthew Cooke. Damit andere seinem Beispiel folgen können, hat er die Aktion Mass Bank Exit (Massen Bank Austritt) ins Leben gerufen.

7. Medien ins Boot holen

In Deutschland wird immer noch viel zu wenig über die Proteste in Standing Rock berichtet. Schreibt also eure lokalen Medien  wie Zeitungen, Fernsehsender oder Radiosender an und bittet sie, über die aktuellen Geschehnisse in Standing Rock zu berichten.

8. Abgeordnete des Bundestags und EU-Parlaments kontaktieren

Habt ihr schon mal die Bundestagsabgeordneten oder EU-Parlamentarier aus eurem Wahlkreis kontaktiert? Das ist wirklich einfach und meist wirkungsvoll. Denn diese Abgeordneten müssen die Interessen ihres Wahlkreises vertreten und dürfen Anliegen der Bürger, die dort leben, nicht ignorieren. Ruft sie an, schreibt ihnen eine E-Mail oder einen Brief und bittet sie, über das Außenministerium oder die US-Botschaft ihre Bedenken über die Situation zu äußern.

Eine Liste aller Abgeordneten im aktuellen Bundestag findet ihr hier: Deutscher Bundestag

Die Liste der Adressen der EU-Abgeordnetenbüros sortiert nach Walkreisen haben wir euch wiederum zusammengestellt: Adressen der Abgeordnetenbüros sortiert nach Walkreisen (pdf)

9. Kontakt zum Weißen Haus aufnehmen

In Zeiten sozialer Netzwerke ist das Weiße Haus natürlich auch bei Facebook und Twitter vertreten. Schreibt sie doch dort an und fordert Obama so direkt auf, die Konstruktionen der Pipeline anzuhalten und sich für ein Ende der Menschenrechtsverletzungen gegen die Native Americans einzusetzen.

Facebookseite The White House

White House bei Twitter (@WhiteHouse)

Präsident Obama bei Twitter (@POTUS)

10. Pro-Tipp für Medienmenschen

Es gibt die Möglichkeit, mit den Organisatoren des Standing Rock Camps in Verbindung zu treten. Sie stellen auch gerne aktuelle Informationen zu den Geschehnissen und zur Lage vor Ort bereit. Einfach eine E-Mail an sacredstonemedia@gmail.com schreiben.

Wir fassen Nachrichten rund um die Proteste gegen die Dakota Access Pipeline regelmäßig auf unserem Blog zusammen oder übersetzen Interviews und Reden ins Deutsche. Alle Beiträge im Überblick findet ihr hier: Native Americans protestieren gegen die Dakota Access Pipeline in North Dakota

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