Weitere Einschränkung des Schutzes von indigenen Gebieten in Brasilien

Autorin: Eliane Fernandes

Bild: Manuel Terceros via Unsplash

Brasilianische Behörde für Indigene Angelegenheiten FUNAI gibt den Schutz von einem Drittel der indigenen Gebiete auf, wo auch in freiwilliger Isolation lebenden Indigenen leben.

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Der „Grüne Kolonialismus auf der COP 26“ – Es gibt keine Klimagerechtigkeit ohne Gerechtigkeit für Indigene

Übersetzt und zusammengefasst: Yvonne Bangert, Referentin für indigene Völker

Bild: Eliane Fernandes

Glasgow 2021. Vom 31. Oktober bis zum 12. November gaben sich internationale UN-Klimaschützer*innen, Repräsentant*innen von NGOs, Staaten und indigenen Organisationen bei der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) – Conference of Parties (COP 26) ein Stelldichein. Viele Indigene hatten es gar nicht erst bis nach Schottland geschafft. Die Hürden der Corona-Regeln waren hoch, manchmal unüberwindbar. Viele konnten außerdem die Kosten für die Reise nach Europa nicht aufbringen und nahmen, wenn überhaupt an Zoom-Veranstaltungen teil. An Lobbygesprächen oder Vernetzungstreffen, die eine physische Präsenz erfordern, konnten sie sich nicht beteiligen, sodass der Klimagipfel für sie weitgehend wirkungslos blieb. Vom Scheitern der Vertragsstaaten, den Klimawandel, Strategien zu seiner Eindämmung und auch die Rolle der Indigenen dabei angemessen zu behandeln, ist daher vielfach die Rede. 

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„Wir müssen reden, auch wenn es keine Hoffnung mehr gibt“

Die neue Kolonisierung der sibirischen Arktis

Autorin: Tatjana Britskaya, übersetzt von Yvonne Bangert

Bild: Artur Tumasjan via Unsplash

Die Online-Zeitschrift The International Barents Observer dokumentiert zuverlässig und faktengenau in Russisch und Englisch Fragen zu Umwelt, Rohstoffförderung, Menschenrechte der Indigenen aber auch Militarisierung der sibirischen Arktis und anderer Regionen um die Barentssee. Häufiges Thema: der in den letzten Jahren rapide zunehmende Neo-Kolonialismus Russlands, das in immer größeren Gebieten gigantische Rohstoffvorkommen erschließt. Tatjana Britskaya vergleicht in ihrem Beitrag über „Die neue Kolonisierung der Arktis“ (25.11.2021) die damit einhergehenden Repressionen gegen die Indigenen in Sibirien mit der Anfangszeit der Industrialisierung des Nordens unter Stalin vor fast 100 Jahren, nur jetzt zu Gunsten der Privatwirtschaft und nicht der Staatswirtschaft. Wir veröffentlichen eine zusammenfassende Übersetzung der GfbV. Der Beitrag wurde im Original in Russisch verfasst und vom Barents Observer in eine englische Fassung gebracht, die uns als Vorlage diente. Diese kann hier nachgelesen werden.

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Der Handel und die Menschenrechte: Die Forderungen der indigenen Bevölkerung zum EU-Mercosur-Abkommen

Autorin: Leonie Buß, Praktikantin

Bild: Hanno Schedler/ GfbV 2020

Vergiftungen durch Pestizide, illegale Landnahme, Menschenrechtsverletzungen, Entwaldung und Umweltzerstörung – all diese Probleme werden durch das EU-Mercosur-Abkommen zunehmen. Die indigene Bevölkerung hat daher Bedingungen für die Ratifizierung des Abkommens.

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Überfüllt und verschmutzt – Realität Indigener am Baikalsee

Autorin: Sarah Brandmeier, Praktikantin im Indigenen Referat

Bild von Eugene Kaspersky auf Flickr, 2019.

Ein Ausflug an die Perle Russlands wird immer populärer. Doch weder Anwohner*innen noch Infrastruktur sind auf die Menschenmassen vorbereitet. Der See verschmutzt und indigene Ewenken und Burjaten kämpfen um ihre Identität.

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Tourismus – Gefahr für Grönland?

Autorin: Sarah Brandmeier, Praktikantin im Indigenen Referat

Bild: Kai Voet van Vormizeele auf flickr; Ilulissar, Grönland 2018

Grönland hofft durch mehr Tourismus auf mehr Wohlstand und Unabhängigkeit von Dänemark. Doch der wachsende Wirtschaftszweig birgt nicht nur Vorteile für die Indigenen.

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Überlebenskampf der Indigenen in Brasilien

Autorin: Juliana Miyazaki, Referentin für Indigene Völker

Die Situation der Indigenen in Brasilien ist prekär: Sie sind nicht nur durch die Pandemie stärker gefährdet als andere Bevölkerungsgruppen, stattdessen sind sie auch durch die indigenenfeindliche Regierung unter Jair Bolsanaro unter schwerem Beschuss. Holzfäller, Goldgräber und Rinderzüchter fühlen sich durch die Regierung ermutigt, weiter in indigene Gebiete vorzudringen. Neben der Zerstörung des indigenen Lebensraums bringen diese Eindringlinge auch das Covid-19 Virus zu den Indigenen, die sich in Selbstisolation zurückgezogen haben. Es ist daher unerlässlich, die Eindringlinge durch eine wirksame Politik aus den indigenen Gebieten zu entfernen und weitere Invasionen zu verhindern. Durch die Pandemie wird der institutionelle Rassismus gegenüber den Indigenen erneut deutlich. Der Zugang zu einer Gesundheitsversorgung wird erschwert, es herrscht Mangel an allem, die für die Indigenen zur Verfügung gestellten öffentlichen Mittel werden durch die Behörden nicht zur Verfügung gestellt.

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Indigene Menschenrechtsverteidigerinnen trotzen Bedrohungen

Autorin: Linda Fiene, GfbV-Referentin in Berlin

Sich für Menschenrechte einzusetzen – das reicht in vielen Regionen der Welt schon aus, um in Gefahr zu geraten. Während sich engagierte Frauen zusätzlich geschlechtsspezifischen Bedrohungen gegenübersehen, sind indigene Frauen besonders gefährdet. Dennoch gibt es viele indigene Aktivistinnen, die allen Widrigkeiten trotzen und sich aktiv und laut für ihre Rechte einsetzen.

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Kohle ist ein schmutziges Geschäft

Autorin: Yvonne Bangert, GfbV-Expertin für Indigene Völker

Bild: Fridays for Future via Flickr

Vom interkontinentalen Kohledeal zwischen Australien und Asien profitiert nur der indische Mischkonzern ADANI.

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„Frischer Schnee ist schwarz im Land der Schoren“

Was verbindet das Rheinland mit Südsibirien?

Bild: Tjan Zaotschnaja, Vladislav Tannagaschev und Dimitri Berezhkov demonstrieren bei der RWE-Jahreshauptversammlung 2016 gegen die Kohleimporte von RWE aus Südsibirien. Dort werden für den Kohleabbau indigene Gemeinschaften vertrieben.

Über 6.000 Kilometer liegen zwischen dem Rheinland und der Region Kuzbass in Südsibirien. Und doch gibt es Gemeinsamkeiten: In beide Regionen wird Kohle im Tagebau gefördert. Der Essener Energiekonzern RWE fördert Braunkohle in Deutschland und importiert Steinkohle aus Südsibirien. Gegen beides wächst der Widerstand.

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