Truppenabzug aus Afghanistan: Gefahr für Minderheiten

Autorin: Svenja Rommerskirchen, Praktikantin

© Nasim Fekrat via Flickr 

Nach fast zwei Jahrzehnte ziehen die NATO-Truppen aus Afghanistan ab – viel zu übereilt und ohne nachhaltige Strategie, wie die Sicherheit der Zivilbevölkerung im Land gewährleistet werden kann. Die islamistischen Taliban haben bereits kurz nach dem Abzug wieder erhebliche Teile des Landes unter ihrer Kontrolle, der Konflikt dauert an. Auch der sogenannte Islamische Staat (IS) stellt eine Sicherheitsbedrohung dar. Die beiden Gruppen zielen vor allem auf die ohnehin bereits marginalisierten und diskriminierten Minderheiten im Land ab. Um Frieden herzustellen, muss daher der Schutz ethnischer und religiöser Minderheiten in den Friedensgesprächen und in einem potenziellen Friedensabkommen fest verankert werden.

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Buchrezension: Zwischen Du und Ich

Autorin: Caroline Siems, Referentin für Digitale Kommunikation

Zwischen Du und Ich ist der neue Roman der Autorin Mirna Funk. Die Hauptfigur Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Straße trägt Erinnerung für sie, auch schmerzhafte. Mirna Funk fragt in ihrem neusten Werk nach Identität und Vergangenheit. Und das gelingt ihr wahnsinnig gut.

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Anhaltende Konflikte in Syrien

Autor: Jasper Killewald, Praktikant

Foto: GfbV Archiv 2016

Am 4. März 2021 jährt sich der syrische Aufstand gegen Assad zum zehnten Mal. Daran beteiligt sind längst nicht mehr nur die Auslöser des Konflikts, sondern auch Großmächte wie Russland und die USA.

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Die „Friedensquelle“ Erdogans

Autor: Jasper Killewald, Praktikant

Bild: Caroline Siems/ GfbV 2020

Am 9. Oktober 2019 startete die Türkei die Operation „Friedensquelle“, um die von Syrien ausgehende Bedrohung abzuwehren. Diese stellt dabei selbst eine Gefahr für die in Syrien lebenden Minderheiten dar.

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Belohnung für Kriegsverbrecher in Afghanistan

Northern Alliance troops under General Dostum’s command in Mazar-e Sharif take a break on a wall in the median of the town’s busiest street. Image: http://www.defenseimagery.mil/imagery.html#guid=eb4cc318bb6063f82960219bc71d7eff4fe0c486

Autor: Ulrich Delius, GfbV-Direktor

Mit viel Druck aus dem Ausland haben die USA am letzten Wochenende eine Lösung im Machtkampf in Afghanistan zwischen dem amtierenden Staatspräsidenten Aschraf Ghani und seinem Rivalen Abdullah Abdullah erzwungen. Die nun erzielte Machtteilung soll den innenpolitischen Streit beilegen. Seit den Wahlen vor acht Monaten rangen die Kontrahenten um die Macht und beanspruchten beide das Präsidentenamt. Eine absurde Situation, die den geplanten Abzug der US-Streitkräfte aus dem Land gefährdete.

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Menschenrechtsverteidigende in Ägypten von Folter bedroht

Autorin: Jana Siebert, Praktikantin für ethnische, religiöse, sprachliche Minderheiten und Nationalitäten

Bild: Alexander C. Kafka (CC BY-ND 2.0) via flickr

Nach den friedlichen Protesten im September 2019 gegen die Regierung von Präsident Abdel Fattah Al-Sisi gibt es in Ägypten eine Welle neuer Verhaftungen von bislang mehr als 4.300 Menschen. Die Zivilgesellschaft wird systematisch zerschlagen und mit ihr fundamentale Menschenrechte.

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Inhaftierte Bürgermeister*innen: Drei Schicksale

Autorin: Caroline Siems

Bild via Wikimedia

Die türkische Regierung geht mal wieder gegen kurdische Politiker*innen vor. Doch die Öffentlichkeit schweigt dazu. In den vergangenen Monaten wurden mehrere gewählte Bürgermeister*innen in den türkischen Kurdengebieten willkürlich inhaftiert. Die Kommunen stehen jetzt unter der Zwangsverwaltung der Türkei.

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„Wir können uns nur auf uns selbst verlassen!

Autor: Jan Diedrichsen, Bundesvorsitzender

GfbV-Aktion in Berlin. Foto: Hanno Schedler 2019

Die Europäische Union kann sich auf keine verbindliche, gemeinsame Haltung zum völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei auf Nord- und Ostsyrien verständigen. Das Scheitern der europäischen Außenpolitik wird in der unterlassenen Hilfeleistung gegenüber den Kurden deutlich. Auch in Dänemark wird das Vorgehen der Türkei zwar massiv kritisiert. Unser Bundesvorsitzende Jan Diedrichsen fragt sich in einem Beitrag für die deutsche Tageszeitung in Dänemark „Der Nordschleswiger“ jedoch, wie weit die dänische Politik gehen würde, um den Kurden beizustehen.

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Freiheit für den „kurdischen Obama“

Bild: Niels Keilhack/ GfbV 2019

Selahattin Demirtas wird oft als „kurdischer Obama“ betitelt. Nun trifft sein Bruder Süleyman bei der GfbV auf Thomas Oppermann, Vizepräsident des Bundestags.

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Jin Jiyan- „Die Frau ist Leben“

Autorin: Theresa Meyer

Am 3. Mai 2019 wurde im Theater in Mönchengladbach das Stück „Jin Jinyan – Der Aufbruch“ aufgeführt. Erzählt wird die Geschichte der Yeziden und Yezidinnen im Sinjar, die 2014 vom IS angegriffen wurden, und des Aufbruchs des yezidischen Volkes. Aufbruch – damit ist die Flucht der Yezid*Innen vor dem Genozid und auch ihre heutige Lage zu verstehen, denn für viele beginnt nach der weitestgehenden Vertreibung des IS ein neues Leben. Die Schweizerin Anina Jendreyko, die selbst lange in kurdischen Gebieten gelebt und gearbeitet hat, hat das Stück inszeniert.

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